05.02.2009 Besser kleine Nahrungsmengen

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen gehört zu den häufigsten Beschwerden, von denen werdende Mütter in der Schwangerschaft geplagt werden. Hier geben Frauenärzte Tipps, wie man diesem Übel gezielt entgegenwirken kann.

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Schwangere mit Zeitschrift

Schwangere, die unter Sodbrennen leiden, sollten besser mehrere kleine Nahrungsmengen verzehren, statt wenige große Portionen. „Mit fortschreitender Schwangerschaft dehnt sich die wachsende Gebärmutter zunehmend von unten her gegen den Magen aus, wodurch wiederum Magensäure in die Speiseröhre gedrückt werden kann. Kommen größere Nahrungsmengen hinzu, wird das Platzangebot im Magen geringer und die Wahrscheinlichkeit, dass Magensäure aufsteigt, größer. Daher empfiehlt es sich, dieMahlzeiten dem verminderten Magenvolumen anzupassen und lieber öfter kleinere Gerichte zu verzehren“, rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Die besondere hormonelle Situation in der Schwangerschaft fördert auch die Elastizität von Körpergewebe, weswegen bei manchen Schwangeren der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre in dieser Zeit geschwächt sein kann. Dies ist ein weiterer Grund, weswegen Sodbrennen ein verbreitetes aber relativ harmloses Problem in der Schwangerschaft ist.“

Wenn die Beschwerden sehr schmerzhaft und belastend sind, können säurereduzierende Medikamente, so genannte Antiazida, verschrieben werden. Weil Arzneimittel in der Schwangerschaft wenn möglich vermieden werden sollten, sollten jedoch zuvor nichtmedikamentöse Möglichkeiten ausgeschöpft werden. „Betroffene können durch eine Ernährungsumstellung auf fettarme Speisen und den Verzicht auf Süßigkeiten, scharfe Gewürze sowie auf saure Nahrungsmittel und kohlensäurehaltige Getränke Sodbrennen positiv beeinflussen. Dabei ist es ganz wichtig, die eigene Empfindlichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel zu beobachten, die individuell sehr verschieden sein kann“, betont der Gynäkologe. Weitere hilfreiche Maßnahmen sind gründliches Kauen, langsames Essen und wenig Flüssigkeitsaufnahme während des Essens. Auch sollten späte Mahlzeiten vermieden werden und Ruhephasen im Liegen kurz nach dem Essen. Daneben können auch zu enge Kleidungsstücke – insbesondere Gürtel – den Magen beengen.

Zwischen 40 und 80 Prozent aller werdenden Mütter leiden im Verlauf ihrer Schwangerschaft unter Sodbrennen. Einige Frauen leiden bereits in den ersten Schwangerschaftswochen unter aufsteigender Magensäure, meist treten die Beschwerden jedoch im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. In der Regel verschwindet das Sodbrennen mit der Geburt.

Mehr Informationen unter www.frauenaerzte-im-netz.de.


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