14.01.2014 Ernährer oder Elternzeit?

Studie: Väter in der Zwickmühle

Von den „Neuen Vätern“ ist oft die Rede. Doch eine aktuelle Studie der Zeitschrift ELTERN zeigt jetzt, dass trotz neuerer Errungenschaften wie dem Elterngeld, Väter auch im Jahr 2014 noch immer im alten Rollenbild des Familien-Versorgers verhaftet sind.

Autor: Monika Maruschka
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Väterstudie
Foto: © mauritius images/ fancy

Sie sind fast alle in Vollzeit berufstätig und wünschen sich gleichzeitig mehr Zeit für ihre Kinder. Sie mögen an sich selbst, dass sie sich an der Babypflege beteiligt haben, bevorzugen aber trotzdem eine Vollzeittätigkeit. Der Spagat zwischen den Anforderungen des Erwerbslebens und den eigenen Erwartungen an das Vatersein ist für Männer eine Herausforderung. Zwei Drittel haben sich das Leben mit Kindern anders vorgestellt. Wen wundert es da, dass die neue Rolle erst gefunden werden muss.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage, die die Zeitschrift ELTERN in Auftrag gegeben hat, und für die 1.000 Väter und Stiefväter befragt wurden, gibt Einblicke in die Welt der heutigen Väter.

Engagement von Anfang an

Rund drei Viertel der befragten Väter waren bei der Geburt ihres Kindes bzw. ihrer Kinder dabei. Für die meisten der Väter, die bei der Entbindung dabei waren, war die Entbindung ein sehr schönes Erlebnis, auch wenn einige Angst um die Partnerin hatten und sich hilflos fühlten.

Kinder sind Glück und Erfüllung

Durch die Geburt des Kindes ist das Leben von über der Hälfte der Väter nach eigenen Angaben glücklicher und erfüllter geworden. 29 Prozent erleben ihre Beziehung jetzt intensiver und 27 Prozent fühlen sich selbstbewusster.

Doch die neue Rolle hat auch Schattenseiten. Viele Väter haben seit der Geburt weniger Sex mit ihrer Partnerin, bei etwas einem Viertel gibt es mehr Streit. Die Streit-Themen sind die Aufteilung der Hausarbeit, zu wenig Sex oder auch das Geld.

Beruf und Hausarbeit: Rollenklischees sind Wirklichkeit

Fragt man Väter nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagen immerhin zwei Fünftel, dass ihnen das gelingt. Doch 43 Prozent der Väter hätten gerne mehr Zeit für die Familie, das sind überdurchschnittlich oft Väter kleiner Kinder und Väter von drei Kindern und mehr.

Über die Hälfte der Väter macht weniger im Haushalt als ihre Partnerin, neun Prozent machen sogar gar nichts. Dafür sind drei Viertel der Väter für die finanzielle Versorgung der Familie selbst zuständig. Neun von zehn Vätern arbeiten Vollzeit und fast zwei Drittel wollen das auch so.

Was macht einen guten Vater aus?

Viel Zeit, Interesse und das Versorgen der Familie: Einen guten Vater zeichnet nach Meinung von 89 Prozent der Befragten aus, dass er sich für die schulische Situation der Kinder interessiert. 81 Prozent finden, ein guter Vater verbringt so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern.

Die Berufstätigkeit steht dafür aber nicht in Frage: Für 61 Prozent zeichnet es einen guten Vater aus, dass er durch sein Einkommen dafür sorgt, dass es der Familie gut geht.

Die vollständige Untersuchung und eine detaillierter Auswertung finden Sie im aktuellen ELTERN-Heft und auf eltern.de


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