Allzu optimistische Versprechungen?
Streit um die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Sie sei vorschnell empfohlen worden und werde zu aggressiv beworben: Diese und andere Argumente gegen die Gebärmutterhalskrebs-Impfung werden immer wieder laut. Wir haben die Kritikpunkte unter die Lupe genommen.
Eine Impfung im Kreuzfeuer der Kritik
Skeptische Stimmen gab es von Anfang an. Seit die HPV-Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, im Herbst 2006 auf den Markt kam und im März 2007 von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren empfohlen und damit in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde, steht sie auch im Kreuzfeuer der Kritik. Kritiker warfen der STIKO vor, sie habe die Impfung vorschnell empfohlen, weder Wirksamkeit noch Sicherheit seien ausreichend erforscht. Außerdem wird die aggressive Werbekampagne der Impfstoffhersteller Sanofi und GlaxoSmithKline, die falsche Versprechungen verbreite, moniert. Zuletzt meldeten sich im November 2008 13 Wissenschaftler mit einem „Manifest“ zu Wort, in dem sie eine „Neubewertung der HPV-Impfung und ein Ende der irreführenden Informationen“ forderten.
Für den Laien ist es zunehmend schwierig, sich angesichts dieser Vielzahl widersprüchlicher Stimmen gut informiert zu fühlen und eine Entscheidung zu fällen. Denn hinter scheinbar unabhängigen Informationen stecken immer häufiger Zahlen, die Unternehmen mit eindeutigem Verkaufsinteresse streuen. Wer zum Beispiel das Stichwort „Gebärmutterhalskrebs“ bei Google sucht, erhält als Position-Eins-Treffer die Web-Seite www.gebaermutterhalskrebs.com, eine auf den ersten Blick ganz objektive Informations-Plattform zum Thema, hinter der jedoch – wie dem geübten Leser das unauffällig platzierte Logo verrät – der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline steckt.
Wir bei urbia haben uns den Streit um die HPV-Impfung und das Für und Wider einmal genauer angesehen. Lesen Sie hier, worum es eigentlich geht.







