Witze, Fakten, Galgenhumor

Kita-Streik: So kreativ reagiert das Netz

Drei Wochen sind um – und noch immer ist kein Ende des Streiks an den kommunalen Kitas in Sicht. Wie Eltern, Erzieher und Arbeitgeber damit umgehen, wie kreativ sie in puncto Protest und Kinderbetreuung werden und wie die Medien das Thema aufgreifen, ist im Netz unter #Kitastreik zu finden.

Autor: Martina Schneider
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#Kitastreik Twitter
Foto: © colourbox

1. Für manche wird es ernst

Zwar sagte Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft Verd.di, bei einem Zusammentreffen von Arbeitgeber und Gewerkschaft gestern in Berlin, der Streik könne Anfang kommender Woche enden. Bis es tatsächlich zu einer Einigung zwischen den beiden Parteien kommt, kann jedoch noch viel Zeit vergehen. In der Zwischenzeit kämpfen Betroffene um Lösungen – und um ihre Jobs. Das aktuelle ‚Trending Topic' unter #Kitastreik auf Twitter: Einer Mutter aus Mainz wurde gekündigt. Sie hat ihren Job verloren, weil sie keine Betreuung für ihren Sohn gefunden hat.

2. Mit gutem Beispiel voran

Es gibt natürlich auch positive Beispiele, wie Arbeitgeber mit dem Kinderbetreuungsproblem ihrer Angestellten umgehen. Der Atlantik Verlag twitterte ein Bild von einer bunten Malstunde, bei OTTO wurde eine kostenlose Betreuung in einer Turnhalle organisiert und in der Heise Gruppe setzt sich der Betriebsrat persönlich ein und beschäftigt die Kinder, während ihre Eltern arbeiten.

 

 

3. Fakten

Auch unter #Kitastreik zu finden: Interessante Fakten zum Thema. 

4. Galgenhumor

Bei dem extremen Stress und der Zusatzbelastung, die der Kitastreik den Eltern verursacht, bleiben bitterböse und ironische Kommentare unter #Kitastreik natürlich auch nicht aus.

5. Kreative Lösungen

Eine Idee, die die aktuelle Situation aufs Korn nimmt und dabei wirklich kreativ ist: Jakob Vicari hat den Betreu-o-mat erfunden. „Antrieb: Gummibärchen"

6. Die Wut muss raus 

Wer nicht das Glück hat, über seinen Arbeitgeber oder im Familien- bzw. Freundeskreis eine Betreuungsmöglichkeit zu finden, kann seinem Ärger Luft machen. Analog auf Pinnwänden und in Tageszeitungen sowie digital in Online-Magazinen und den sozialen Netzwerken wird zu Aktionen aufgerufen. Im Hamburger Rathaus haben sich so zum Beispiel Eltern zu einem Protest-Picknick zusammengefunden.

7. Alle kommentieren mit 

Der #Kitastreik geht durch alle Medien. Cartoons werden gezeichnet und gedruckt. In Satireformaten wie der heute-show werden immer neue, bissig-kreative Ideen vorgestellt - wie zum Beispiel ein Online-Spiel mit dem an den Klassiker Guitar Hero angelehnten Namen Kita Hero. Aus der Anleitung: „Versorgen Sie als Kita-Erzieher die heulende Brut. An den Kinderwagen erkennen Sie, was die kleinen Quälgeister brauchen (Fläschchen, Windel, Schnuller). Ziehen Sie den Gegenstand aus der Leiste auf das richtige Kind. Achtung! Es wird immer schneller. Oben rechts sehen Sie Ihr steigendes Stresslevel. Ist die Anzeige komplett gefüllt, heißt es: Burn Out!"


8. Den Humor nicht verlieren 

Auch sehr beliebt unter #Kitastreik: Lustige Sprüche und Ideen für eine entspannte Problemlösung mit Augenzwinkern.



9. Plakative Ideen 

Das Thema #Kitastreik macht vor nichts halt – der Autovermieter Sixt, bekannt für Werbung mit brandaktuellem Bezug, ließ es sich auch diesmal nicht nehmen und veröffentlichte ein Werbeplakat zum Thema Kitastreik, das sich über die sozialen Medien schnell verbreitete.

10. Das Beste daraus machen

Bei all dem Stress, den Problemen und bei all der extremen Zusatzbelastung, die der Kitastreik verursacht: Positiv zu bleiben und das beste auch aus schwierigen Situationen zu machen, versucht zum Beispiel Jana Schetter aus Bad Vilbel, die zusammen mit anderen Eltern und Kindern schwimmende Kunst in Form von bunten Booten bastelte.



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