TÜV Rheinland-Tipp

Das kindersichere Haus

Für Eltern ist es schön und anstrengend zugleich, wenn ihr Kleinkind im Haus erstmals selbständig seine Welt erkundet. Damit diese Entdeckungsreisen nicht zum riskanten Abenteuer werden, sollten Eltern einige Sicherheitstipps beachten.

Autor: TÜV Rheinland
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Kindersicheres Haus Tuev Rheinland
Foto: © TÜV Rheinland

Schubladen, Schränke, Treppen oder der Backofen – am liebsten erkunden Krabbelkinder noch immer das eigene Zuhause. Jeden Tag entdecken sie etwas Neues, und das ist auch wichtig für ihre Entwicklung. Damit sie sich dabei nicht verletzen, müssen Eltern ihre Wohnung kindersicher machen. Mit ein paar Handgriffen können sie Zimmer für Zimmer für mehr Sicherheit sorgen. „Eltern sollten beim Kauf von Sicherheitsprodukten immer darauf achten, dass sie das ‚GS-Siegel’ tragen. Es garantiert die geprüfte Sicherheit und damit Schutz für die Gesundheit der Kinder“, sagt Peter Birkmann von der LGA in Nürnberg, einer Tochtergesellschaft von TÜV Rheinland.

  • In allen Räumen

  • Steckdosen ziehen kleine Kinder magisch an. Deshalb gehört in jeden Stromanschluss ein fest sitzender Steckdosenschutz zum Ankleben oder Anschrauben. Scharfe Ecken und Kanten an Möbeln brauchen einen aufgeklebten oder aufgesteckten Eckenschutz aus weichem Kunststoff, der auch geschickten Kinderhänden standhält. Abschließbare Fenster können Kinder erst gar nicht öffnen. So genannte Drehfenster oder gekippte Fenster sichert man mit Fenstersicherungen, die – geklebt und geschraubt – das Einklemmen oder Einquetschen von Kinderhänden unmöglich machen. Innentüren versieht man mit einem Plastik-Klemmschutz, der am Türblatt oder an der Türklinke sitzt und so das ungewollte Zuschlagen der Tür verhindert. Sicherheitsriegel aus stabilem Kunststoff sorgen dafür, dass Kinder Schranktüren und Schubladen nur einen kleinen Spalt öffnen können und sich beim Schließen nicht einquetschen.
  • Treppen und Abgänge

  • Wer auf mehreren Ebenen wohnt, sollte einen Treppenschutz anbringen, bis die Kinder alleine und sicher die Stufen bewältigen. So ein Absturzschutz muss von den Eltern notfalls auch mit einer Hand zu öffnen und zu schließen sein. Als sicher und standfest gelten Systeme, die man fest mit der Wand und/oder einem Treppenpfosten verschraubt. Besonders beliebt sind dabei Gitterkonstruktionen aus Holz. Eine echte Alternative stellen inzwischen aber auch stufenlos ausrollbare Trennwände aus stabilem Material dar. Ihr Vorteil: Sie sind auch für schmale Aufgänge wie zum Beispiel für Wendeltreppen geeignet und sorgen im geöffneten Zustand für einen freien Durchgang. Denn dann rollt sich der Schutz zu einer dünnen Säule an einer Seite der Treppe oder Tür zusammen.
  • Wohnzimmer

  • Leicht zerbrechliche Gegenstände aus Glas oder Porzellan sollten Eltern außerhalb der Reichweite von Kindern deponieren und zum Beispiel auf Schränken oder hinter mit Sicherheitsriegeln versehene Kommoden- oder Schranktüren verbannen. Auch in luftiger Höhe auf den Böden eines standfesten Regals sind sie gut untergebracht. Leichte oder fragile Regalsysteme befestigt man ohnehin besser mit Dübeln oder Schrauben in der Wand. Ein Verschlussriegel für den Videorecorder oder DVD-Player/-Recorder sorgt dafür, dass keine Spielsachen, Schlüssel oder Papierfetzen hineingeraten. Thema Blumen: Grünpflanzen mit giftigen Früchten haben in einem von Kindern bewohntem Heim nichts verloren. Sicherheitshalber können Eltern die Erde in den Töpfen mit einem Blumenschutzgitter abdecken, so dass die Kinder erst gar nicht darin herumwühlen.
  • Bad

  • Salben, Pillen, Tropfen aus der Hausapotheke gehören nicht in Kinderhände. Deshalb am besten gleich auf ein abschließbares Medizinschränkchen achten. Das gleiche gilt für Schränke zum Aufbewahren von Kosmetika. Lässt sich das Badmöbel nicht verschließen, kann man auch auf die üblichen Sicherheitsriegel zurückgreifen. So genannte Allzweck-Sicherungen mit selbstklebenden Bändern, die mit einem Gurtsystem geschlossen werden und ganz besonders gut auf glatten Oberflächen haften, sind dagegen für den Einsatz am WC oder der Duschtür geeignet.
  • Küche

  • Gefahrenherd Nummer eins ist die Kochstelle: Ein Backofenschutzgitter aus Wärme isolierendem Kunststoff kann man auf der Türe befestigen. Es bietet damit einen perfekten Hitzeschutz beim Backen. Ein hitzebeständiger Klemmschutz verhindert zudem, dass sich das Kind die Finger beim Öffnen der Backofentür einklemmt. Zusätzlich ist auch ein Herdschutzgitter mit Schalterabdeckung sinnvoll. Es schützt das Kind vor Verbrühungen und Verletzungen, wenn es auf die Herdplatte fasst oder nach Töpfen und Pfannen greift. Wichtig für das Aufbewahren von Haushaltsgeräten wie Toastern, Kaffeemaschinen oder Mixern ist, dass sie für Kinder unerreichbar bleiben. Kleine Kinder halten sich gerne in der Nähe der Eltern – und damit in der Küche – auf. „Warum nicht in einer weniger genutzten Ecke dem Kind ein paar Plastikschüsseln oder Töpfe zum Spielen auf den Boden stellen? Oder den Kleinen eine Schublade oder ein Schrankfach zum Ein- oder Ausräumen anbieten? Das sorgt für mehr Spaß und weniger Stress beim Kochen“, rät Peter Birkmann.

Weitere Informationen unter: TÜV-Verbrauchertipps für Kinder


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