Was muss abgedeckt sein?

Private Haftpflicht: Das müssen Familien wissen

Private Haftpflichtversicherung ist längst nicht mehr gleich private Haftpflichtversicherung. Die Tarife unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander – hinsichtlich der Preise, aber auch der Bedingungen. Worauf Familien achten müssen, erfährst du hier.

Autor: Oliver Mest
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Mädchen zerkratzt Auto mit Schlüssel
Foto: © Fotolia.com / Dron

Eine private Haftpflichtversicherung ist nur dann ein wirkungsvoller Schutz, wenn die Versicherungssumme ausreichend bemessen ist. Heute wird eine Versicherungssumme von 10 Millionen Euro für alle Schäden in der Regel als ausreichend angesehen. Wichtig ist, dass die Police auch noch für volljährige Kinder in der Ausbildung gilt und ihnen Schutz bietet. Eltern sollten sich diesen Punkt unbedingt bestätigen lassen.

Deliktunfähige Kinder separat versichern

Kinder unter sieben Jahren (im  Straßenverkehr unter zehn Jahren) sind nicht deliktfähig, können also für Schäden, die sie anrichten, nicht zur Rechenschaft gezogen werden. In Ausnahmefällen müssten zwar die Eltern einspringen, wenn die ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Allerdings ist es besser, wenn die Kinder über die private Haftpflichtversicherung mit geschützt sind. Einzelne Versicherer bieten eine Deckung über 10.000 Euro für den Fall an, dass die Kinder einen Schaden anrichten, der eigentlich im Rahmen der gesetzlichen Haftpflicht nicht versichert ist.

Forderungsausfallversicherung: Wichtig für Familien

Ein Forderungsausfallschutz ist vor allem dann wichtig, wenn jemand Ihnen oder einem Familienmitglied einen Schaden zufügt, selbst aber als Schädiger keine Versicherung hat. Denn lassen sich gegen den Schädiger keine Ansprüche realisieren, springt die Forderungsausfall-Police ein und übernimmt den Schaden des Versicherten.

Schussel-Schutz 

Viele ärgerliche Schäden werden im Alltag durch Schusseligkeiten ausgelöst – und sollten versichert sein. Beispiel: Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt und den Schlüssel verliert, wird zur Kasse gebeten, wenn die ganze Schließanlage ersetzt werden muss – und wie oft verlieren Kinder Schlüssel! Sieht die private Haftpflichtversicherung vor, dass der Schlüsselverlust mitversichert ist, übernimmt die Versicherung den Schaden, der oft in die Tausende gehen kann. Und wer anderen mit einer Gefälligkeit zur Hand geht, wird mitunter zur Kasse gebeten, wenn z. B. beim  Umzug oder beim Einhüten etwas zu Bruch geht. Gute Haftpflichtpolicen decken solche Schäden zumindest im kleinen Rahmen ab.

Kinder im Internet 

Das Internet birgt ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko – so können erhebliche Schäden angerichtet werden, wenn Kinder (oder natürlich auch Erwachsene) unbeabsichtigt Computerviren von ihrem Rechner auf ein fremdes Gerät übertragen. Solche Schäden lassen sich heute ebenfalls mitversichern.

Geliehene Sachen sorgen für Stress

Geht etwas kaputt, was nur geliehen, gemietet oder gepachtet ist, droht Stress mit der Haftpflichtversicherung. Die sollte möglichst einspringen müssen, wenn Schäden an solchen Dingen entstanden sind. Und das gilt für ein geliehenes Laptop genauso wie für eine gemietete Ferienwohnung.

Tierhaftpflicht 

Nicht nur bei eigenen Tieren ist der Haftpflichtschutz wichtig – z. B. in Form einer Tierhalterhaftpflichtversicherung. Entscheidend kann die „normale“ Haftpflicht werden, wenn du oder deine Kinder gelegentlich auf den Hund der Nachbarn aufpassen. Denn das bedeutet, dass du die volle Haftung übernimmst, wenn der Hund z. B. einen Unfall verursacht. Deine Privathaftpflicht sollte deshalb das Risiko abdecken, das sich aus dem Aufpassen auf fremde Hunde ergibt. Das gilt übrigens auch, wenn du oder deine Familienmitglieder gelegentlich fremde Pferde reiten – auch hier übernimmst du beim Ausritt die volle Haftung.


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