CE-Zeichen täuscht Verbaucher

Sicheres Spielzeug erkennen

Wer auf Giftstoffe und Sicherheit geprüftes Spielzeug sucht, kann sich auf das CE-Zeichen alleine nicht verlassen. urbia sagt, worauf Sie achten sollten.

von Petra Fleckenstein
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Baby Spiezeugwuerfel
Foto: © panthermedia/ Frank Röder

Willenserklärung der Hersteller verwirrt Verbraucher

Krebserregende Amine in Teddy-Bären, Dioxine in Wachsmalstiften und giftige Weichmacher in Bilderbüchern - die Liste der in manchem Spielgerät entdeckten gefährlichen Stoffe ist lang. Wenn Eltern beim Einkauf für ihre Kleinen auf Nummer Sicher gehen wollen, bleibt die Orientierung an Gütesiegeln und Prüfzeichen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Denn entgegen der Ansicht vieler Verbraucher steckt hinter dem CE-Zeichen auf Spielsachen nichts weiter als eine von keiner Seite überprüfte Goodwill-Erklärung der Hersteller.

CE-Zeichen richtet sich nicht an Verbraucher

Für Verwirrung sorgt die gesetzlich vorgeschriebene CE-Kennzeichnung (CE steht für Communauté Européenne), weil ihr eine EU-Spielzeugnorm zugrunde liegt, die in ihren Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen an sich nicht viel wünschen übrig ließe. Mit dem CE-Aufdruck auf seinen Produkten erklärt der Hersteller, dass er die von der EU festgeschriebenen Standards einhält. Dadurch wird jedoch der Verbraucher "völlig in die Irre geführt", sagt Tüv-Ingenieur Alfred Nagler in München. Als Mitglied des "Komitees Sicherheit für das Kind" und Verantwortlicher für Qualitätsmanagement und Zertifizierung beim TÜV Süddeutschland weist Nagler darauf hin, dass das CE-Zeichen sich gar nicht an den Verbraucher richtet. Als eine Art technischer Reisepass ist es nur dazu gedacht, den freien Handel in der EU zu regeln. Ob die durch das EU-Gütesiegel demonstrierten Sicherheitsstandards tatsächlich eingehalten werden, wird jedoch von keiner Prüfstelle überwacht. "Wenn das CE-Zeichen auf einem Spielzeug fehlt, werden die Zollbehörden aufmerksam, sonst passiert nichts," erklärt Nagler.

Was der Verbraucher mit dem CE-Zeichen verbindet, belegt eine der jüngsten Eurobarometeruntersuchungen, bei der knapp 16000 EU-Bürger befragt wurden. Zwei Drittel der Befragten glaubten, die mit CE gekennzeichneten Produkte hätten spezielle Tests absolviert. Nur 15 Prozent waren darüber informiert, dass die Hersteller Tests und Kontrollen selbst vornehmen können.

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