Was schenke ich meinem Kind?

Spielen und Spielzeug

Anlässe zum Schenken gibt es viele und schon kleinere Kinder haben heutzutage auch viele Wünsche. Meist soll es Spielzeug sein, doch welches?

Autor: Andrea Lützenkirchen
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Spielzeugkauf ist kein Kinderspiel

Junge spielt vertieft
Foto: © panthermedia.net/ Radka Linkova

Rund 15.000 Stunden verbringt ein gesundes Kind in seinen ersten sechs Lebensjahren mit Spielen. Im Spiel entdecken Kinder ihre Umwelt und sie lernen, ihren Sinnen und der Geschicklichkeit ihres Körpers zu vertrauen. Spielen regt die Phantasie der Kinder an, sie entdecken Interessen und üben soziale Kompetenz ein. Spielzeug ist also wichtig.
Doch bei dem riesigen Angebot heutzutage ist das Aussuchen von Spielzeug kein Kinderspiel. Gut beraten ist da, wer auf Modeerscheinungen eher verzichtet und auf Dauerbrenner zurückgreift.

Tipps für den Spielzeugkauf

  • Wichtiger als das Alter des Kindes ist es, seine Interessen wahrzunehmen. Beschäftigt es sich z. B. mit einem bestimmten Tier oder mit Rittern? Oder interessiert es sich mehr für musische Aktivitäten oder Technik? Dann erscheint es sinnvoll, diese Vorlieben zu unterstützen und zu fördern.
  • Dabei muss nicht alles Spielzeug "pädagogisch wertvoll" aus Holz bestehen. Kinder sollten verschiedene Materialen kennen lernen und Kunststoff ist einer davon.
  • Schenke lieber viele Legos oder Holzbausteine als verschiedene Systeme. Mit vielen Bausteinen können die Kinder wirklich etwas anfangen.
  • Spielzeug soll die Phantasie anfachen. Zu viel Vorgeformtes und "Deko-Kitsch" schränken das Vorstellungsvermögen ein.
  • Gutes Spielzeug ist haltbar, vielseitig und lässt sich mit anderem Spielzeug kombinieren.

Weniger ist mehr

Gerade bei Spielzeug gilt: Weniger ist mehr. Überquellende Spielzeugregale regen Kinder nicht zum Spiel an. Im Gegenteil: Sie fühlen sich überfordert. Eine einfache Lösung wäre es, die gerade nicht aktuellen Spielsachen wegzupacken. Nach einem halben Jahr werden sie dann ausgetauscht. Früher kam es in den Familien vor, dass einige Monate vor Weihnachten die Puppe verschwand. Neu eingekleidet kam sie an Heiligabend wieder zum Vorschein. Die Wiedersehensfreude war dann mindestens so groß wie der Spaß an den neuen Sachen.

Geschenke für Vorschulkinder

Kinder zwischen drei und sechs Jahren haben einen ungeheuren Bewegungsdrang. Spielgeräte wie ein Kindertrampolin, eine Kletterwand oder eine Hängesitzmatte kommen dem Wunsch nach Springen, Klettern und Toben entgegen. In diesem Alter werden Tätigkeiten der Erwachsenen genau beobachtet und schöpferisch nachgestaltet. Deshalb verlieren Puppenhaus, Kaufladen, Parkhaus und Bauernhof wohl nie ihren Reiz. Außerdem sind Bau- und Konstruktionsspiele jetzt gefragt. Man kann mit dem Grundbausatz beginnen und diesen später erweitern.

Ein Renner in den Spielwarengeschäften sind Kugelbahnen, die für Kinder aller Altersgruppen angeboten werden. Auch an Gesellschaftsspielen ist die Auswahl groß. Klassiker wie "Memory", "4 erste Spiele", "Mensch-ärgere-dich-nicht" und "Mikado" sind genauso beliebt wie "Obstgarten", "Zicke-Zacke-Hühnerkacke" und "Quak". Preiswert sind die schönen Kartenspiele "Regenbogenschlange" und "Alle Schweine fliegen hoch". Mal- und Bastelutensilien wie Wasser- und Fingerfarben, Knete, eine gute Schere usw. fördern die Kreativität und sind immer willkommen.

Spielzeugkauf als Gratwanderung

Kinder im Schulalter haben schon ziemlich genaue Vorstellungen von ihren Spielsachen. Schulkameraden, Prospekte, Schaufensterauslagen im Spielwarenladen und das Werbefernsehen formen oft ihre Wünsche. Manches von diesen pinkfarbenen Schlössern und Monsterfiguren findet wenig Gegenliebe bei den Eltern. Da kann der Spielzeugkauf zur Gratwanderung zwischen den Geschmäckern werden. Aber bleibe dir selbst treu. Es hat keinen Sinn etwas zu verschenken, was du selbst nicht magst. Die Kinder spüren es.

Spielzeug für Schulkinder

Viele Kinder beginnen jetzt, sich für Musikinstrumente zu interessieren. Gefragt sind vor allem Xylophone, Glockenspiele und Schlitztrommeln. Eine gute Idee für ein sich im Bett langweilendes krankes Kind ist ein Zauberkasten. Zaubertricks verkürzen nicht nur die Zeit, sondern erleichtern auch die Rückkehr zu den Spielkameraden. Für Bastler und Tüftler ab ungefähr acht Jahren kann ein Experimentierkasten das Richtige sein, um die Rätsel der Welt zu lösen. Auch mit echtem Werkzeug haben Sie eine gute Chance, Begeisterung hervorzurufen.

Neben den klassischen und immer noch sehr beliebten Gesellschaftsspielen sind die jeweiligen "Spiele des Jahres" zu empfehlen: Der begehrte Preis für das "Kinderspiel des Jahres" ging 2007 an "Beppo der Bock" (ab fünf Jahre) von Huch & friends, 2008 an "Wer war's?" (ab fünf Jahre) von Reiner Knizia (Ravensburger) und in diesem Jahr "Das magische Labyrinth" (ab sechs Jahre) von Schmidt Spiele. Zum "Spiel des Jahres" wurde in diesem Jahr "Dominion" (ab acht Jahre) vom Verlag Hans im Glück gekürt.

Kommunikationsspiele wie "Activity" für Kinder ab zehn stehen schon seit Jahren auf der Brettspiel-Hitliste ganz oben. Hoch im Kurs stehen auch Quiz-Spiele, wie zum Beispiel der Dauerbrenner "Wer wird Millionär?".


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