Mutter-Kind-Kuren nicht immer enthalten

Vorsicht bei Wahltarifen der Krankenkassen

Das Müttergenesungswerk warnt Mütter und Väter, vor dem Abschluss eines Krankenkassen-Wahltarifs genau zu prüfen, ob Mutter-Kind-Kuren in den Leistungen enthalten sind.

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Mutter Kind Versicherungsagent
Foto: © iStockphoto.com/ killerb10

Seit dem 1. April 2007 haben die gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, ihren Versicherten ein breites Spektrum an Wahltarifen anzubieten. Versicherte können dann individuell entscheiden, welchen Tarif sie wählen. Aber: Versicherte sollten sich vorher gut informieren, denn mit der Entscheidung für einen Wahltarif binden sie sich für drei Jahre – nicht nur an den Tarif, sondern auch an die Kasse selbst.

Und das kann Folgen haben. Denn zum Beispiel Mütter- und Mutter-Kind-Kuren sind oftmals nicht Bestandteil der Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen. Deshalb fordert das Müttergenesungswerk alle Versicherten auf, bei einem Tarifabschluss genau darauf zu achten, welche gesundheitlichen Leistungen eingeschlossen sind.

„Mütter- und Mutter-Kind-Kuren sind mit der Gesundheitsreform Pflichtleistungen der Krankenkassen. Bei den neuen Wahltarifen können die Kassen allerdings selbst entscheiden, welche Leistungen inbegriffen sind. Wir stellen mit Sorge fest, dass einige der neuen Tarife Mütter- und Mutter-Kind-Kuren ausschließen“, sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes. „Deshalb unsere dringende Empfehlung: Wer sich für einen Wahltarif einer gesetzlichen Krankenkasse entscheiden möchte, sollte dies nicht übereilt tun sondern prüfen, was wirklich drin steckt. Gerade bei der Vorsorge und Rehabilitation von Müttern bzw. Müttern und ihren Kindern, können die Auswirkungen weitgehend sein – für den Geldbeutel und die Gesundheit“, warnt Schilling vor möglichen Konsequenzen. Der Erfolg der Gesundheitsreform, die Verankerung der Kurmaßnahmen als Pflichtleistung, werde ausgehöhlt, wenn Versicherte plötzlich feststellen, dass sie aufgrundihres Wahltarifs selbst für die Kosten aufkommen müssen. Deswegen sieht das Müttergenesungswerk nun seine Aufgabe darin, diese Entwicklung weiter zu beobachten und darüber aufzuklären, was die Neuerungen für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren bedeuten, so Anne Schilling. (Quelle: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk)


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