Einschulung

Bereit machen für die Einschulung

Wenn für Kinder zum ersten Mal der Schulalltag beginnt, fängt auch ein ganz neuer Lebensabschnitt an, der traditionell mit einer bunt beklebten Zuckertüte zelebriert wird. In den meisten deutschen Bundesländern werden Kinder im Alter zwischen 5 und 7 Jahren eingeschult. In der Regel müssen jedoch alle Kinder, die bis zu einem gewissen Stichtag das sechste Lebensjahr erreicht haben, zum nächstmöglichen Datum in die Schule gehen.

Mutter Tochter Schultüte
Foto: © fotolia.com/ Arne Trautmann
In den Wochen vor der Einschulung sehen sich Eltern mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Die Kindergartenzeit gehört nun der Vergangenheit an und der Nachwuchs muss gezielt auf den Abschied von Erzieherinnen, Erziehern und den Kindergartenfreunden vorbereitet werden, was nicht selten mit schmerzlichen Augenblicken verbunden ist. Aufgabe der Eltern ist es jetzt, ihrem Kind zuzuhören und ihm bei seinen Sorgen zur Seite zu stehen. Viele Eltern fragen sich außerdem, ob ihre noch unruhigen, zappeligen und mitunter unkonzentrierten Kinder den neuen Alltag gut meistern werden. Einige Eltern haben sogar mehr Angst vor der Einschulung als der kleine Schulanfänger selbst und stellen sich Fragen wie: Verliert mein Kind nun seine Freunde? Bekommt es womöglich strenge Lehrer? Wird es dem Unterricht gut folgen können?

Rechtzeitig sollte an die  schulärztliche U9-Untersuchung gedacht werden. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und geht meist spielerisch und schnell vonstatten. Der Termin wird schriftlich vorab mitgeteilt. Die anschließende Untersuchung soll klären, ob das Kind den Anforderungen des Unterrichts gewachsen ist. Zu diesem Zweck kommt ein Amtsarzt in den Kindergarten und führt mehrere Gesundheitschecks durch, beispielsweise einen Augen- und Sehtest. Außerdem überprüft er Motorik und verbale Kommunikationsfähigkeit. Woran Sie außerdem erkennen, ob Ihr Kind bereit für die Schule ist, erfahren Sie im urbia-Artikel „Wann ist ein Kind reif für die Schule?”.

Was vermeintlich schnell getan ist, aber doch ein wenig Aufwand erfordert, ist der Kauf des Schulranzens. Zum einen soll dem Kind sein erster Ranzen gefallen, da es ihn in den kommenden Jahren fast täglich tragen wird. Zum anderen sollten Eltern besonders auf ergonomische Anforderungen achten. Schulbücher, Federmappe, Brotdose und vieles mehr brauchen ihren Platz, so dass die Kleinen heute vergleichsweise große Ranzen auf dem Rücken tragen müssen. Umso wichtiger ist es, auf das Gewicht und den richtigen Sitz zu achten, weil so Rückenschäden vermieden werden. Es gibt also wesentlich wichtigere Kriterien als das Design oder ob es sich bei den aufgedruckten Motiven um Einhorn, Dino oder Katze handelt. Weiterhin wichtig: Der Schulranzen sollte Reflektoren für die Sicherheit im Straßenverkehr aufweisen.

Es ist soweit: Die Schule fängt an

Am Tag der Einschulung erreichen die Vorbereitungen ihren Höhepunkt, denn jetzt wird es offiziell: Das Kind wird nun zum Schulkind und wird auf eine Zukunft vorbereitet, in der es eigenständig und verantwortlich denkt und handelt. Die Vorfreude auf den Schulanfang ist bei vielen Kindern riesig. Damit der Start gut gelingt, erhält der Schulanfänger traditionell eine prall gefüllte, bunte Schultüte gefüllt mit Süßigkeiten und schönen Einschulungsgeschenken. Eine bunte Rechenkette findet darin genauso gut Platz wie Radiergummi, Lineal, Scherenhülle, Etiketten für die Schulhefte, Kuscheltiere oder glitzernde Aufkleber. Wer kein Basteltyp ist, kann einfach eine  Schultüte kaufen – in Form und oder Design am besten passend zu den Interessen des Kindes. Zur Überreichung der bunten Tüte findet sich die gesamte Familie ein und läuft zusammen zur Schule. Dort kommt das Kind in seine neue Klasse – die Klassenlehrerin stellt sich vor, und das Kind trifft das erste Mal auf seine Mitschüler. Die anschließende Feier mit der Familie versüßen manche Familien auch mit einer leckeren Einschulungstorte. Je positiver und schöner dieser Tag abläuft, umso mehr Motivation wird das Kind verspüren, in Zukunft jeden Tag zur Schule zu gehen.

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Nach der Einschulung – Der Alltag in der Klasse

Mit der Einschulung und dem neuen Umfeld kommen auf das Kind zahlreiche Veränderungen zu: Es soll stillsitzen, zuhören, lernen und im besten Falle nur reden, wenn es dazu aufgefordert wird. Es lernt eine ganz neue Welt kennen und damit auch Rechnen, Schreiben und Lesen. Mittlerweile gibt es verschiedene Ansichten darüber, wie ein Kind am besten Lesen lernt. Viele Eltern schwören dabei auf die altbewährte Fibel.

Nicht jeder Schulanfänger kommt auf Anhieb gut mit all den neuen Regeln zurecht, egal ob es sich um Stundenplan, Mathematik oder die Deutschstunde handelt. Auch  Hausaufgaben in der Freizeit sind etwas Neues, und dabei die nötige Disziplin aufzubringen, bereitet vielen Kindern Schwierigkeiten. Manch sensibles Kind sorgt sich sogar ernsthaft vor dem täglichen Unterricht. Gründe können die  Angst vor Noten oder den hohen Ansprüchen der Eltern sein. Typische Anzeichen sind Bauch- oder Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Einnässen,Übelkeit und Erbrechen.

Um Kindern den Einstieg in das Schulleben so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Eltern das Selbstwertgefühl ihres Kindes stärken und es nicht mit übersteigerten Erwartungen überfordern. Kinder brauchen Vorbilder und Sicherheit. Diese sehen sie am ehesten in ihrer nächsten Umgebung. Mutter und Vater können ihnen durch ihr authentisches Beispiel vor Augen führen, wie sich ein erfülltes und entspanntes Leben gestalten lässt. Entscheidend ist daher, dass sich ihr Kind in einer vertrauensvollen Umgebung befindet, in der Lernen Spaß macht, und in der es sich wohlfühlt: auch über den Schulalltag hinaus.

Schöne Ideen für leckere Pausenbrote:


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