21. SSW

21. SSW – Spiel und Sport mit deinem Baby

Nun wird es sportlich in deinem Bauch: Purzelbäume, Dehnübungen und Tritte kannst du in der 21. SSW deutlicher spüren. Einige Bewegungen siehst du sogar an der Bauchdecke – eine spannende Erfahrung auch für deinen Partner und die Geschwisterkinder.

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Foto: © iStockphoto.com/ adipelcz
Ärzte nennen die zweite Hälfte der Schwangerschaft auch Konkretisierungsphase, weil das heranwachsende Leben nun nach außen deutlich sichtbar ist und werdende Eltern sich besser vorstellen können, dass bald ein neuer Erdenbürger die Familie bereichern wird. Unsicherheiten und Ängste nehmen stark ab, da du nun intensiv spürst, wie dein Baby im Bauch wächst und gedeiht.

 

Dein Baby in der 21. SSW – Sportler und Schlafmütze zugleich

Dein Baby macht in dieser Woche enorme Fortschritte – und die kannst du auch spüren. Regelmäßige Turnübungen gehören genauso zum Tagesprogramm wie ausgiebige Nickerchen. Wie gut und regelmäßig es schlummert, hängt zunehmend von der Ernährung und den  Erholungszeiten der werdenden Mutter ab. Achte also auf einen geregelten und erholsamen Tagesablauf sowie geruhsame Nächte.

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Foto: © Lushpix Illustration
Zwischendrin wacht dein Baby immer wieder auf und reckt seine Glieder – das wirst du in der 21. SSW zunehmend an Kindsbewegungen wie Knüffen und Tritten bemerken. Kommuniziere ruhig mit deinem Kind, indem du den Bewegungen mit der Hand folgst und sanft gegenhältst. Die Sinne deines Babys bilden sich immer besser aus – ein weiterer Grund, weswegen es aufmerksamer und agiler seine Umgebung erkundet.

In der 21. SSW hat der Fötus ein Gewicht von etwa 360 Gramm und ist bereits zwischen 21 und 26 Zentimeter lang. Durch die zunehmende Größe wächst das Baby immer dichter an die Bauchdecke der Mutter heran, deshalb entstehen bei seinen Turnübungen mitunter sichtbare Wölbungen am Babybauch. Außerdem wachsen Wimpern, Augenbrauen, Zehen- und Fingernägel. Die Käseschmiere, die den gesamten Körper umhüllt, schützt vor Verletzungen. Das Gehirn bildet die ersten Furchen und Nervenbahnen entstehen, sodass Reize weitergeleitet und Nervenreaktionen ausgelöst werden können. Hell-Dunkel-Kontraste, Druck und Schmerz lösen in der 21. SSW reflexartige Kindsbewegungen aus.

So geht es der Mutter in der 21. SSW

In der 21. SSW setzt sich die  stetige Gewichtszunahme fort. Je fitter du jetzt bleibst, desto besser. Sanfte Sportübungen sind dabei wichtiger denn je, da sich das Gewicht des Kindes und der wachsende Bauch zunehmend auf den Alltag der werdenden Mutter auswirken. Wenn du sportlich aktiv bist, achte darauf, dass dein Puls unter 140 bleibt, damit die Plazenta noch ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Außerdem ist es nun besonders wichtig, auf gutes Schuhwerk zu achten. Während der Schwangerschaft sind deine Bänder aufgrund der Hormonumstellung dehnbarer. Dadurch kannst du leichter umknicken und deine Bänder überdehnen. Besorge dir flache Schuhe, in denen du bequem stehen und laufen kannst und die dir ausreichend Halt geben. Schwimmen, Laufen und Spazieren sowie leichte Bauchübungen geben dir Kraft und helfen dabei, nach der Geburt wieder das Normalgewicht zu erreichen. Führe die Übungen im Sitzen oder dem Vierfüßlerstand durch, nicht auf dem Rücken liegend. Der Grund: In Rückenlage kann die Gebärmutter auf die Hohlvene drücken, wodurch der Blutstrom zum Herzen beeinträchtigt wird. Das kann zu Kreislaufstörungen und Schwindel führen.

Rückenschmerzen gehören bereits um die 21. SSW zu den typischen Beschwerden schwangerer Frauen. Massagen und tägliche Bewegung, beispielsweise auch durch Schwangerenyoga, verschaffen Linderung. Vergewissere dich vorher beim Arzt, dass eine Massage für dich kein Risiko darstellt. Wenn du eine professionelle Behandlung für Schwangere wünschst, wende dich an eine Fachkraft, die mit Schwangeren Erfahrungen hat.

Die Sache mit den Körperflüssigkeiten

Ab der 21. SSW kommt es zudem manchmal zu einigen Veränderungen, über die Schwangere nicht allzu gern reden. Dazu gehört die sogenannte Stressinkontinenz. Wenn sich der Druck im Bauchraum plötzlich erhöht, beispielsweise beim Niesen, Husten oder Lachen, kann es passieren, dass unkontrolliert kleine Mengen Urin ausgeschieden werden. Auch das Heben von schweren Gegenständen kann den Schließmuskel belasten. Das Tröpfeln ist allerdings vollkommen normal und wird häufig fälschlicherweise mit einem Fruchtwasseraustritt verwechselt. Ein gut trainierter Beckenboden hilft dabei, diese Erscheinung reduzieren.

Deine Brüste wachsen stetig. Du produzierst jetzt die Vormilch, das sogenannte Kolostrum. Erschrecke dich nicht, wenn die Flüssigkeit schon einmal herausspritzt oder -tropft. Im Gegenteil: So erkennst du deutlich, dass du im Falle einer vorzeitigen Entbindung  das Frühchen versorgen könntest.

Außerdem solltest du ab der 21. SSW deinen Scheidenausfluss beobachten. Handelt es sich dabei um ein klares, zähflüssiges Sekret, ist alles in Ordnung. Bei Veränderungen, beispielsweise einer Färbung der Flüssigkeit ins Gelblich-grüne und Jucken im Genitalbereich, solltest du einen Arzt kontaktieren – es könnte sich um eine  Pilzinfektion handeln. Diese treten häufig bei Schwangeren auf und lassen sich in der Regel gut behandeln.

In der 21. SSW spürst du die Gewichtszunahme durch den Babybauch ebenso wie die Wassereinlagerungen in Händen und Füßen. Hier kannst du Stützstrümpfe und sehr regelmäßige Ruhepausen, in denen du die Füße hochlegst, helfen. Auch Akkupunktur kann die Beschwerden lindern.

Lies hier, wie es in der 22. SSW weitergeht.


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