23. SSW

23. SSW – Deine Stimme ist ein wahrer Ohrenschmaus

Magst du Mozart? Dann kannst du ab der 23. SSW auch deinen Nachwuchs für klassische Musik begeistern. Da das Gehör des Babys inzwischen nicht nur Schwingungen, sondern auch Geräusche verarbeiten kann, nimmt es die Musik, die du hörst, vielleicht jetzt bereits wahr. Aber auch die Stimmen der Eltern kommen beim Ungeborenen nun besser an. Was sich sonst noch verändert und welche Höchstleistungen Mutter und Baby vollbringen – urbia klärt auf.

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Foto: © Lushpix Illustration
Die Ohren entwickeln sich in dieser Woche besonders schnell. Dein Baby hört jetzt tatsächlich die Stimmen seiner Eltern und des Umkreises. Scheue dich also nicht, zusätzlich zu den Gesprächen, die du ohnehin führst, auch bereits hier und da hörbar mit deinem Baby zu sprechen. Auch wenn du Musik hörst, kannst du beobachten, wie dein Baby im Bauch reagiert. Klassische Musik soll Ungeborene und Säuglinge besonders begeistern. Wenn du selbst aber keine klassische Musik magst, höre ruhig die Musik, die auch dich glücklich macht. Die Freude an den Klängen und das Wohlgefühl, das du empfindest, überträgt sich auch auf das kleine Wesen in deinem Bauch.

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23. SSW – Dein Baby, ein Daumenlutscher und Gehirnakrobat

In der 23. SSW beträgt die Gewichtszunahme des Babys weitere 100-150 Gramm. Der Fötus wiegt zirka 500-580 Gramm und ist etwa 29 Zentimeter lang. Das Gehirn reift immer mehr heran, sodass dein Kind in begrenztem Umfang bereits etwas begreifen und sich erinnern kann. In Untersuchungen wurde beispielsweise festgestellt, dass äußere Reize, die sich häufig wiederholen, den Fötus anfangs erschrecken. Nach Gewöhnung an die Laute ignorieren Babys in der 23. SSW einen häufigen Reiz. Der Fötus vergisst aber nach einiger Zeit das Erlernte wieder.

Das Innenohr reift in der 23. SSW so weit aus, dass es Signale an das Gehirn weiterleiten kann. Reaktionen auf Geräusche werden immer wahrscheinlicher – anfangs noch sehr langsam, ab der  26. SSW dann auch durch Bewegungen wahrnehmbar. Die Strukturen des Innenohrs sind zudem auch für den Gleichgewichtssinn zuständig. Dieser wird allerdings noch nicht gefordert, denn bis jetzt schwebt der Fötus wie schwerelos im Fruchtwasser.

Auch Greifübungen gelingen immer einfacher. Der Greifreflex wird weiter erprobt, die Nabelschnur häufig „angepackt“. Wenn sich dein Baby nicht gerade an der Nabelschnur festhält, lutscht es wahrscheinlich am Daumen. Die  Reflexe entwickelt ein Baby bereits im 4. Monat, also ab der 13. SSW.

Schwanger in der 23. SSW – ein Auf und Ab der Gefühle

Um die Hälfte der Schwangerschaft fühlen sich die meisten werdenden Mütter blendend. Das Baby macht sich regelmäßig bemerkbar, die Geburt ist noch immer in weiter Ferne. Der wachsende Bauch in der 23. SSW und die Gewichtszunahme des Babys sind tolle Anzeichen, dass sich der neue Erdenbürger gut entwickelt. In der 23. SSW erleben manche Schwangere aber auch Stimmungsschwankungen. Wenn solche Launen zunehmen, kann es helfen, sich mit anderen werdenden Müttern auszutauschen. Bei Treffen mit Schwangeren wie der Schwangerschaftsgymnastik findest du sicher Frauen mit ähnlichen Erfahrungen. Wahrscheinlich entstehen hier auch neue Freundschaften, die während der Schwangerschaft und vor allem in der Zeit nach der Geburt an Bedeutung gewinnen.

Dem Fötus machen deine Stimmungsschwankungen übrigens nichts aus. Wenn du traurig bist, hilft es wie immer, sich deinem Partner, der Familie oder einer guten Freundin anzuvertrauen. Weine ruhig und befreie dich so von deinen düsteren Gedanken. Ein regelmäßiges  Wellnessprogramm mit verschiedenen Entspannungstechniken, warmen Bädern, Massagen und sanften Sportübungen eignet sich ebenfalls bestens, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Davon profitierst du und dein Baby gleichermaßen.

So wirst du deine Schwangerschaftsbeschwerden los

Bei manchen Schwangeren tritt etwa ab der 23. SSW verstärkt Zahnfleischbluten auf, da das Zahnfleisch durch die hormonellen Veränderungen anschwillt und sich entzündet. Tipp: Putze dir die Zähne am besten mit einer weichen Bürste und übe nur sehr wenig Druck aus, um das Zahnfleischbluten zu verringern.

Auch Müdigkeit, Blässe, Sodbrennen und Blähungen treten in der 23. SSW häufig auf. Letztere sind darauf zurückzuführen, dass mit dem Wachstum der Plazenta und des Fötus deine Verdauungsorgane zusammengedrückt werden. Es ist schlicht weniger Platz in deinem Körper. Tipp: Achte auf ausreichend Entspannung, eine gute Versorgung mit Jod und Eisen und meide den Genuss von besonders fettigen, süßen und scharf gewürzten Speisen.

Bei schweren Beinen helfen Kompressionsstrümpfe, die du bereits vor dem Aufstehen anziehen kannst. Da die Durchblutung in der Schwangerschaft erhöht ist und dein Körper Höchstleistungen vollbringt, wird dir wahrscheinlich ab und an schwindelig. Insbesondere schnelles Aufstehen löst Schwindel aus. Dieser kann auch durch Eisenmangel bedingt sein. Andere Beschwerden durch den Mangel an Eisen in der 23. SSW sind Kurzatmigkeit und Müdigkeit. Tipp: Achte auf eine mineralstoffreiche Ernährung.

Manche Schwangere fühlen sich in der 23. SSW durch die Gewichtszunahme und den wachsenden Bauch etwas tollpatschig. Gleichgewichtsstörungen sind aber ganz normal, da sich der Körpermittelpunkt weiter nach vorne verlagert. Möglicherweise stößt du gegen Möbel und andere Hindernisse. Sorge zusammen mit deinem Partner oder Freunden für eine sichere Umgebung ohne Stolperfallen, um das Risiko für Stürze zu minimieren. Dann kommst du sicher und wohlbehalten durch diese besondere Zeit.

Lies hier, wie es in der 24. SSW weitergeht.

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