31. SSW

31. SSW – Zeit zum Üben

In der 31. Schwangerschaftswoche ist das Baby so aktiv wie nie zuvor – allerdings wird die Mutter womöglich nicht mehr viel von dieser Aktivität mitbekommen, denn viel Platz für ausgedehnte Bewegungen hat das Baby in der Gebärmutter nicht mehr.

Schwangerschaftswoche 31
In der 31. SSW ist allmählich die Zeit reif, sich intensiv auf die Geburt vorzubereiten. Der große Tag rückt immer näher und wahrscheinlich wachsen so langsam auch die Vorfreude und die Nervosität. Nun ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und je mehr Übung man hat, desto sicherer fühlt man sich. Atem- und Entspannungsübungen, die im Geburtsvorbereitungskurs erlernt wurden, können jetzt darum durch Wiederholungen eingeübt werden. Was jetzt außerdem gut für eine  gesunde Schwangerschaft ist – urbia informiert.

Das Baby in der 31. SSW

In der 31. SSW liegt das Gewicht des Babys bei etwa 1600 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Ferse durchschnittlich 41 Zentimeter. Es wächst jetzt langsamer als bisher, wird aber bis zur Geburt trotzdem noch ordentlich an Größe und Gewicht zulegen. In der 31. Schwangerschaftswoche haben sich noch nicht alle Kinder in die Geburtslage gebracht, etwa 25 Prozent befinden sich nach wie vor in der Steißlage, also mit dem Popo nach unten.

Die meiste Zeit verbringt der Fötus nun schlafend. Genau wie bei Kindern und Erwachsenen lässt sich bei ihm ein Schlafmuster erkennen, das auch eine Traumphase mit schnellen Augenbewegungen (REM-Phase) enthält. Ist er wach, trainiert er weiterhin seine Reflexe: Er greift nach der Nabelschnur, übt das Atmen und schluckt dabei Fruchtwasser. Bis zu einem halben Liter täglich kann er nun aufnehmen und mit dem Urin ausscheiden.

SSW_31
Foto: © Lushpix Illustration
In der 31. SSW entwickelt sich die Lunge um einen wichtigen Schritt weiter: Das Surfactant, eine oberflächenaktive Substanz, die verhindert, dass die Lungen zusammenfallen und verkleben, wird jetzt vermehrt produziert. Sollte es in diesem Stadium zu einer Frühgeburt kommen, können viele Babys deshalb auch schon selbstständig atmen und sind nicht auf eine künstliche Beatmung angewiesen. Außerdem gehen in der 31. Schwangerschaftswoche die Käseschmiere und das Lanugohaar weiter zurück. Das Baby bekommt einen immer rosigeren Teint.

Die Mutter in der 31. SSW

Spätestens in der 31. Schwangerschaftswoche beginnt die Brust der Mutter die Vormilch, das so genannte Kolostrum zu produzieren – es wird  die Nahrung des Babys in den ersten Lebenstagen sein. Einige Frauen benötigen jetzt schon Stilleinlagen. Überhaupt machen die Brüste in der 31. SSW eine Veränderung durch: Sie sind noch voller und fühlen sich deutlich schwerer an. Der Warzenvorhof wird dunkler und durch die Bildung der Vormilch kann es zu Knötchen und Unebenheiten in den Brüsten kommen. Durch die erhöhte Durchblutung treten die Venen stärker hervor. Auch die Talgdrüsen rund um den Warzenhof vergrößern sich, später beim Stillen sind sie für den Luftabschluss zwischen der Brustwarze und dem Mund des Babys wichtig.

Ein gutes Immunsystem der Mutter spielt jetzt eine besonders wichtige Rolle, da der Körper des Babys in diesem Stadium und auch in den folgenden Wochen einen Schub von Antikörpern aus dem mütterlichen Blut enthält. Ist die Schwangere immun gegen  Kinderkrankheiten wie Masern und Röteln oder andere schwere Infektionen, wird auch das Kind Antikörper in seinem Blut tragen. Doch nicht nur Aufbaustoffe passieren die Plazentaschranke, die den mütterlichen Blutkreislauf vom kindlichen trennt, jetzt leichter, sondern auch bestimmte Krankheitserreger wie z.B. Windpocken- oder Rötelviren. Auch wenn es sich „nur“ um Erkältungssymptome handelt, sollten Frauen den Gang zu ihrem Arzt jetzt nicht scheuen.

Gefahr fürs Baby?

Infektionen in der Schwangerschaft

Krankheiten, die eine werdende Mutter kaum bedrohen, können in seltenen Fällen für das Baby im Bauch gefährlich werden. Hier finden Schwanger ...  mehr

Tipps für Schwangere in der 31. SSW

  • Haptonomie ist griechisch und bedeutet so viel wie „die Lehre von der Berührung“. Neben dem regulären  Geburtsvorbereitungskurs werden auch Haptonomiekurse von immer mehr Hebammen, Geburtshäusern und Kliniken angeboten. Im Fokus stehen dabei die werdenden Väter: Sie lernen hier, sich bewusst auf die Körperwahrnehmung des Babys zu konzentrieren und somit eine emotionale Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, die Frauen allein durch die körperliche Verbindung oft automatisch haben. Haptonomie ermöglicht es beiden Eltern gemeinsam, das Kind zu spüren und so das Elternbündnis schon vor der Geburt zu bekräftigen. Da die sensorische Entwicklung des Babys in der 31. SSW sehr weit fortgeschritten ist, ist das der ideale Zeitpunkt für einen solchen Kurs. Grundsätzlich kann er jedoch schon besucht werden, sobald die Mutter die ersten Kindsbewegungen spürt.
  • Stammzellen aus der Nabelschnur: Von der 31. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt sind es nun nur noch einige Wochen. Bei der Geburt wird die Nabelschnur durchschnitten, die Mutter und Kind miteinander verbindet. Das Blut aus der Nabelschnur enthält Stammzellen – die Bausteine von Organgewebe, Blut und Immunsystem. Nach heutiger Erkenntnis weiß man, dass bestimmte Krankheiten wie Leukämie, Krebs, Herzerkrankungen oder Gehirnverletzungen mit Hilfe von Stammzellen geheilt werden können. Es besteht die Möglichkeit, die Stammzellen entnehmen und einer öffentlichen Nabelschnurblutbank zur Verfügung zu stellen oder sie kostenpflichtig einlagern zu lassen.

Lies hier, wie es in der 32. SSW weitergeht.


Seitenanfang