6. SSW

6. SSW – In dir schlagen zwei Herzen

Bereits am Ende der 5. Schwangerschaftswoche schlägt das Herz deines Babys – und zwar ganze 150-mal pro Minute. Jetzt schreitet seine Entwicklung rasant voran. In der 6. SSW wird sich seine Größe verdoppeln, sein Gehirn beginnt sich zu entwickeln und Organe und Gliedmaßen nehmen Form an. Die Schwangerschaft ist nun in vollem Gange. Die typischen Schwangerschaftssymptome machen sich bemerkbar.

Schwangerschaftswoche 6
In der 6. SSW ist die Schwangerschaft zur Gewissheit geworden. Nun arbeitet der Körper auf Hochtouren, um mit der Hormonumstellung fertig zu werden. Sie ist nötig, um Mutter und Kind richtig zu versorgen. Die meisten Schwangeren haben im Zuge dieser Umstellung mit den  ersten typischen Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit und lähmender Müdigkeit zu kämpfen. Hinzu kommen Stimmungsschwankungen und Zweifel – die Schwangere muss ihren neuen Zustand auch psychisch verarbeiten und sich mit den auf sie zukommenden Veränderungen auseinandersetzen. Eine Hilfe kann dabei die Gewissheit sein, dass die Strapazen der Schwangerschaft voll und ganz dem Baby zugutekommen. Die Energie, die der Mutter entzogen wird, wird dem Embryo zugeführt. Dieser zeigt schon in der 6. SSW Anzeichen eines kleinen, menschlichen Lebewesens und wächst stetig. Was dich in der 6. SSW erwartet, was per Ultraschall erkennbar ist und wie sich dein Baby jetzt entwickelt, erfährst du bei urbia.

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Wie entwickelt sich der Embryo in der 6. SSW?

In der 6. SSW ist dein Baby etwa 4 Wochen alt und ungefähr so groß wie eine Linse (2-4 mm). In diesem Stadium ähnelt es äußerlich einer Kaulquappe. Da der  Embryo sich von oben nach unten entwickelt, ist der zur Brust geneigte Kopf so groß, dass er die Hälfte des Körpers ausmacht. Auf der anderen Seite endet der Körper mit einem kleinen Schwänzchen, ein faszinierendes Überbleibsel aus der Evolution. Die Arme und Beine des Winzlings sind schon in Form von winzigen Gliederknospen erkennbar, Hände und Füße haben in diesem Stadium Ähnlichkeit mit kleinen Paddeln. Und auch erste Gesichtszüge sind in der 6. SSW bereits zu sehen: An den Stellen, an denen sich später die Augen, die Nase und die Ohren befinden werden, zeugen dunkle Punkte von den entsprechenden Anlagen.

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Foto: © Lushpix Illustration
In der 6. SSW sind zudem schon Anzeichen für eine Skelettbildung zu erkennen. Der Rückenstrang entwickelt sich und entlang des Rückens bilden sich aus einem Teil des embryonalen Gewebes die sogenannten Skelettknospen – die ersten Spuren von Rippen und Wirbelsäule des Babys. Das Rückenmark, aus dem später die Nervenbündel bestehen, die sich im Zwischenraum der Wirbel befinden werden, ist schon vorhanden. Mit dem Mini-Herzen hat das Baby in der  5. SSW sein erstes Organ ausgebildet, nun setzt die Entwicklung aller anderen wesentlichen Organe ein: Bauchspeicheldrüse, Leber, Magen, Darm und die Eingeweide nehmen Form an. Auch das Gehirn beginnt sich zu entwickeln, erste Hirnareale für Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn sowie das zentrale Nervensystem entstehen. Am Ende der 6. SSW hat sich die Größe des kleinen bohnenförmigen Wesens verdoppelt. Es ist mit dem Dottersack verbunden, der es in den ersten Wochen mit Nährstoffen versorgt. Solange bis die  Plazenta so weit ausgebildet ist, dass sie diese Aufgabe übernehmen kann.

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6. SSW: Die Anzeichen für die Schwangerschaft sind eindeutig

So rasant sich der Nachwuchs im Bauch der Mutter entwickelt, so stark sind auch die Schwangerschaftssymptome in dieser Zeit. Die Schwangere wird mit einem Hormoncocktail überflutet, der dafür sorgt, dass sich ihr Körper an die neue Situation anpasst. So verhindert das Schwangerschaftshormon Humanes Choriongonadotropin (HCG), dass weitere Eisprünge stattfinden, während eine vermehrte Progesteron-Ausschüttung die Gebärmuttermuskulatur lockert, um dem Embryo eine bequemere Einnistung zu ermöglichen. Auch der Gebärmutterhals passt sich an und wird fester und unbeweglicher – eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen, die vom Gynäkologen ertastet werden können.

Die Hormoneinwirkung bleibt nicht ohne Folgen. Wenn du in der 6. SSW bist und keine Anzeichen der Schwangerschaft verspürst, dann hast du Glück. Denn die meisten Schwangeren kämpfen jetzt mit der berüchtigten Morgenübelkeit, einem überwältigenden Erschöpfungsgefühl, Appetitlosigkeit, Verstopfung, schmerzenden, prallen Brüsten und anderen Schwangerschaftsanzeichen. Viele Frauen haben das Gefühl, sie könnten schon nach dem Aufstehen wieder zu Bett gehen und schleppen sich lustlos durch den Tag. Wichtig ist in dieser Phase, stets daran zu denken, dass die entzogene Energie dem Kind zugutekommt und dass die hormonbedingten Strapazen überstanden sind, sobald die Umstellung des Körpers vollzogen ist. Auch Stimmungsschwankungen, Unsicherheiten und Zweifel in Bezug auf die neue Lebenssituation können in dieser Phase auftreten. Die werdende Mutter muss auch psychisch in die neue Rolle hineinwachsen. Es ist völlig normal, dass mit der Schwangerschaft auch Ängste einhergehen. Diese sollte man sich offen eingestehen und wenn möglich mit dem Partner teilen, damit er die Achterbahn der Gefühle in dieser 6. SSW nachvollziehen kann. Er kann dich auch dabei unterstützen, deine Ernährung der Schwangerschaft entsprechend anzupassen. Denn gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel braucht das Baby wichtige Nährstoffe für seine Entwicklung.

Rein äußerlich ist die Schwangerschaft in der 6. Woche noch nicht zu erkennen. Zumindest dann nicht, wenn du zum ersten Mal schwanger bist. Eventuell hast du wegen der Übelkeit sogar abgenommen. Bei der zweiten und jeder weiteren Schwangerschaft kann hingegen sehr wohl schon in der 6. SSW ein Bäuchlein erkennbar sein, weil der Bauch schneller wächst.

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Was erkennt man in der 6. SSW beim Ultraschall?

Die 6. SSW ist ein guter Zeitpunkt für die erste Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Denn in dieser Woche besteht bereits die Möglichkeit, dass der Herzschlag des Babys auf dem Ultraschall zu erkennen ist. Und selbst wenn dies noch nicht der Fall sein sollte, so ist die Untersuchung wichtig, denn der Arzt bestätigt die Schwangerschaft nun offiziell. Er kann zudem feststellen, ob der Embryo richtig in der Gebärmutter sitzt, um somit eine  Eileiterschwangerschaft ausschließen. Außerdem überprüft er durch Blut- und Urinabnahme auch den gesundheitlichen Zustand der Mutter. In der Regel wird der nächste Termin vier Wochen später angesetzt und erst dann wird der  Mutterpass ausgestellt. Für viele Frauen ist dieser erste Frauenarzttermin in der 6. SSW auch psychologisch wichtig, denn er macht den neuen Zustand realer und bestätigt, was man selbst vielleicht noch kaum glauben kann. Mit dieser Gewissheit kann die Freude über die bestehende Schwangerschaft schon bald mit Familie und Freunden geteilt werden.

Lies hier, wie es in der 7. SSW weitergeht.


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