Geburt im Operationssaal
Der Kaiserschnitt
Etwa drei von zehn Kindern kommen in Deutschland mit einem Kaiserschnitt zur Welt. Wann ist dieser Eingriff nötig und was wird da genau gemacht? Die wichtigsten Infos rund um den Kaiserschnitt finden Sie in diesem Artikel.
Kaiserschnitte gab es schon in der Antike
Der römische Feldherr Gaius Julius Caesar ist seiner Mutter der Legende nach direkt aus dem Bauch geschnitten worden. Nach ihm ist der Kaiserschnitt benannt (Fachbegriff: sectio caesarea), der heute in Deutschland fast jedem dritten im Krankenhaus entbundenen Kind auf die Welt verhilft. Zwar gibt es die Schnittentbindung tatsächlich bereits seit der Antike. Bis hinein ins 20. Jahrhundert war der Kaiserschnitt jedoch ein für die werdende Mutter und das Baby sehr gefährlicher Eingriff. Durch verbesserte medizinische Verfahren sind die Risiken für Mutter und Kind jedoch heute weit geringer. Die Sterblichkeit bei einem Kaiserschnitt ist in den Jahren 1983 bis 2000 stetig bis auf 0,04 Promille (eine von 25.000 Frauen) gesunken. Im gleichen Zeitraum sank auch die Müttersterblichkeit bei einer vaginalen Entbindung auf 0,017 Promille (1 von 58.000 Frauen).




