Gut betreut im Wochenbett

Die Nachsorge-Hebamme

Suche und Auswahl der geeigneten Nachsorgehebamme

Fällt die Entscheidung für eine Nachsorgehebamme, gilt es als nächstes, sich eine zu suchen. Laut Ulrike von Haldenwang reicht es, sich in der 16. bis 20. SSW darum zu kümmern, man findet dann auf jeden Fall noch eine. Wer aber unbedingt von seiner Lieblingshebamme betreut werden möchte oder eine Anbieterin wählt, die auch als Beleghebamme arbeitet und daher weit im Voraus ausgebucht ist, muss schon früher herumtelefonieren. Adressenlisten bekommt die Schwangere von ihrer Krankenkasse, in der Apotheke, beim Gesundheitsamt, in Hebammenpraxen und Geburtshäusern, beim Frauenarzt, in der Entbindungsklinik oder einfach in den Gelben Seiten. Auch bei urbia unter Hebammensuche, unter www.hebammensuche.de und auf den Seiten der Landesverbände der Hebammen sind Tausende von Nachsorgehebammen eingetragen.

Und nach welchen Gesichtspunkten sollte nun die Auswahl getroffen werden? Zunächst ist es sinnvoll, sich auf die Hebammen zu beschränken, die im selben Postleitzahlenbereich wohnen wie man selbst, denn sie können im Notfall schnell zur Stelle sein. Wenn es dann um den Sympathiefaktor geht, helfen Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. Diese ersetzen aber nicht das telefonische Vorgespräch mit der Hebamme, bei dem ein persönlicher Eindruck entsteht. „Machen Sie sich eine Liste mit den Punkten, die ihnen wichtig sind“, rät Ulrike von Haldenwang vom Berliner Hebammenverband, „Stillen oder Fläschchen, Naturmedizin oder nicht, tägliche Besuche oder größere Abstände? Schon am Telefon lässt sich feststellen, ob die Hebamme Ihren Wünschen offen gegenübersteht oder ob sie einen ganz anderen Ansatz hat. Und ob sie vom Charakter her passt. Manche Frauen suchen ja eher den resoluten Typ, andere den fürsorglichen.“ Wenn der erste Eindruck stimmt, trifft man sich vor der Geburt einmal zum Kennenlernen, wenn nicht, muss es der Schwangeren auch nicht peinlich sein abzusagen. Im Gegenteil, es wäre unfair, das nicht zu tun (und sei es nur über den Anrufbeantworter) oder sich mehr Hebammen als nötig zum gegenseitigen „Beschnuppern“ einzuladen, denn sie können dieses erste Treffen nicht abrechnen und sind in Sachen Arbeitseinteilung auf einen genauen Überblick über ihre Kapazitäten angewiesen.