Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitung – Gut vorbereitet auf die Geburt

Zur Geburtsvorbereitung gehören sämtliche Angebote, die es der Schwangeren ermöglichen, sich physisch und mental auf die Geburt vorzubereiten. Eine gute Vorbereitung nimmt ihr die Angst und stärkt das Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Körpers. Was alles zur Geburtsvorbereitung gehört und was ein guter Geburtsvorbereitungskurs bieten sollte, erfährst du hier.

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Foto: © fotolia.com/ mathom
Ungefähr im vierten Monat wird es Zeit, sich mit der in wenigen Monaten anstehenden Geburt auseinanderzusetzen. Hast du dich schon für einen Geburtsort entschieden? Wenn nicht, dann erkundige dich über die Möglichkeiten in deiner Umgebung oder die Möglichkeiten einer Hausgeburt. Die meisten Kliniken und Geburtshäuser bieten regelmäßig Informationsabende an, an denen alle Fragen beantwortet werden und du die Räumlichkeiten besichtigen kannst, in denen die Schwangeren betreut werden. Möchtest du während der Schwangerschaft, Geburt und in den Wochen danach von einer  Hebamme betreut werden? Dann ist es jetzt an der Zeit, die richtige für dich zu suchen. Dies kann in Verbindung mit der Anmeldung für einen Kurs zur Geburtsvorbereitung erfolgen, der meistens von einer Hebamme geleitet wird.

Viele Kurse sind schon früh ausgebucht, so dass du dich rechtzeitig anmelden solltest, um ungefähr ab der  24. Woche damit loslegen zu können. Kurse zur Geburtsvorbereitung, manchmal scherzhaft „Hechelgruppen“ genannt, sind sehr nützlich. Hier werden Frauen genau darüber informiert, was genau bei einer Geburt passiert. Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die sich intensiv auf die Geburt vorbereiten,  weniger Angst davor haben. Und das wiederum wirkt sich positiv auf die Geburt aus.

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Das bietet ein Geburtsvorbereitungskurs

Kurse zur Geburtsvorbereitung gibt es inzwischen wie Sand am Meer: Vorbereitungskurse nur für Frauen, für Paare, mit offenen und geschlossenen Gruppen, wöchentlich oder im Block am Wochenende. Auch für Frauen, die bereits Mutter sind und ein weiteres Kind erwarten, ist ein Kurs noch interessant. Jede Schwangerschaft und jedes Kind ist anders und wird unterschiedlich erfahren. Viele Frauen erleben es auch als wohltuend, sich wenigstens in diesen Stunden intensiv Zeit zu nehmen für das nachfolgende Kind.

Das Programm eines guten Vorbereitungskurses ist umfangreich und enthält:

  • Informationen zu Geburtsablauf, Geburtsmethoden, Geburtspositionen, zum Umgang mit Schmerzen und zur Rolle des Partners
  • Atemübungen
  • Entspannungs- und Körperwahrnehmungsübungen
  • Partnerübungen
  • zielgerichtete Gymnastik
  • Tipps für die Säuglingspflege und zum Stillen
  • Erfahrungsaustausch und Raum für persönliche Fragen

Darüber hinaus bietet ein Geburtsvorbereitungskurs die wunderbare Möglichkeit, Kontakte und Freundschaften mit anderen werdenden Eltern in der Nachbarschaft zu knüpfen. Du wirst es am eigenen Leib erfahren: Nichts verändert dein Leben so wie ein Kind. Und auch der Freundeskreis verändert sich nach der Geburt eines Kindes. Jetzt werden andere junge Familien wichtig, mit denen man Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig Unterstützung geben kann. So entstehen in den Vorbereitungskursen oft Freundschaften und spätere Krabbelgruppen.

Männer und Geburtsvorbereitung

Es gibt Männer, die von sich aus gerne zur Geburtsvorbereitung gehen. Andere sind eher skeptisch und die Partnerin muss ganz schön Überzeugungsarbeit leisten, um ihren Liebsten zum Mitgehen zu überreden. Teilnehmen sollten dennoch alle Männer, die ihre Partnerin bei der Geburt begleiten wollen – das sind heute fast 90 Prozent der werdenden Väter. Sie erfahren hier, was sie bei einer Geburt erwartet und wie sie am besten helfen können.

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So findest du den richtigen Kurs zur Geburtsvorbereitung und eine Hebamme

Geburtsvorbereitungskurse werden von Krankenhäusern, Geburtshäusern und -zentren, Hebammenpraxen und freiberuflichen Hebammen angeboten. Höre dich um, welche Erfahrungen Freunde und Bekannte gemacht haben. Willst du einen Kurs in dem Krankenhaus besuchen, in dem du entbinden willst? Oder bei der Hebamme, die du für die Nachsorge ausgewählt hast? Dann melde dich zeitig an. Du hast noch keine Hebamme gefunden? Dann mache dir zunächst einmal bewusst, was dir wichtig ist, bevor du dich auf die Suche machst. Möchtest du zum Beispiel auch bei der Geburt von der Hebamme betreut werden, die dich bei der Geburtsvorbereitung unterstützt hat, dann kümmere dich um eine Beleghebamme. Eine solche hat oftmals Verträge mit bestimmten Krankenhäusern und wird auch über diese vermittelt. Eine weitere Anlaufstelle kann außerdem ein Hebammenverband, sein, der online oft Hebammenlisten zur Verfügung stellt. Besonders in der letzten Phase der Schwangerschaft ist es oft wichtig, dass die Hebamme leicht erreichbar ist und bei Bedarf schnell vor Ort sein kann.

Die Kosten für die Hebamme und Geburtsvorbereitungskurs übernimmt die Krankenkasse, für den Kurs jedoch nur, wenn die Geburtsvorbereitung auch von einer Hebamme geleitet wird. Der Partner muss selbst für seine Teilnahme aufkommen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um in die Klinik zu fahren?

Weitere Möglichkeiten der Geburtsvorbereitung: Yoga & Co.

Über den klassischen Geburtsvorbereitungskurs hinaus gibt es zahlreiche weitere Kurse für Schwangere, unter denen du dich nach Lust und Laune umschauen kannst: Yoga, Bauchtanz, Wassergymnastik und andere  sportliche Aktivitäten halten fit, lindern Schwangerschaftsbeschwerden und helfen dabei, ein besseres Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln, was bei der Geburt von großem Nutzen sein kann. So können bestimmte Yogaübungen dazu beitragen, die Wehen besser zu ertragen. Solche Kurse ergänzen den Geburtsvorbereitungskurs, sollten ihn jedoch nicht ersetzen.


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