Senkwehen

Senkwehen – Das Baby bringt sich in Startposition

Etwa in der 36. Schwangerschaftswoche verspüren viele Schwangere ein unregelmäßiges Ziehen im Unterbauch und im Rücken. Der Bauch wird hart und rutscht ein ganzes Stück nach unten – die Senkwehen haben eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass das Baby tiefer in Richtung Beckenboden rutscht und dort die Geburtsposition einnimmt.

Da der Bauch jetzt tiefer sitzt, drückt er nicht mehr so stark gegen Magen und Lunge. Die Schwangere bekommt deutlich besser Luft, kann wieder problemlos größere Portionen essen und auch das leidige Thema Sodbrennen bessert sich. Allerdings kommt es durch den Druck auf die Blase zu verstärktem Harndrang. urbia verrät, wie man Senkwehen erkennt, wodurch sie sich von den anderen Wehen unterscheiden und was man gegen eventuelle Schmerzen tun kann.

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Noch Vorwehen oder schon Senkwehen?

Es ist manchmal gar nicht so einfach und auch nicht nötig, Übungswehen von Senkwehen zu unterscheiden. In beiden Fällen wird der Bauch hart und die Bänder und Muskeln der Gebärmutter spannen sich. Übungswehen können bereits ab der  25. Schwangerschaftswoche eintreten. Meist melden sie sich regelmäßig und mehrfach am Tag für eine halbe bis anderthalb Minuten. Mit ihrer Hilfe bereitet sich die Gebärmutter auf die Geburt vor, bei der sie schließlich Höchstleistungen erbringen muss.

Etwa ab der 36. oder  37. Schwangerschaftswoche gehen die Übungswehen in Senkwehen über. Der Name „Senkwehen“ kommt daher, dass das Baby sich tiefer ins Becken der Mutter „hinabsenkt“ – es liegt nun mit dem Kopf nach unten direkt vor dem Muttermund: die optimale Geburtsposition. Bei Frauen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben, treten sie meist später ein, da das Kind ohnehin schon tiefer liegt. Nicht selten kommt es dann vor, dass das Baby erst kurz vor der  Geburt ins Becken rutscht. Durch das Hinabsinken des Babys verlagert sich der Bauch deutlich sichtbar nach unten, manchmal sogar über Nacht. Im Vergleich zu Übungswehen sind Senkwehen manchmal noch etwas unregelmäßiger. Wann die nächste kommt, ist schwer vorauszusehen. Mal treten sie kurz nacheinander auf, dann wieder stunden- oder tagelang gar nicht. Senkwehen sind außerdem häufig etwas schmerzhafter als Übungswehen, jedoch ist der Schmerz bei den meisten Frauen nicht stärker als typischer Regelschmerz. Im Gegensatz zu Übungswehen, die meist nur im Bauch- und Rückenbereich zu spüren sind, gesellt sich bei Senkwehen häufig ein leichter Schmerz in den Oberschenkeln hinzu, der an einen Muskelkater nach einer ausgedehnten Sporteinheit erinnert. Sowohl Übungs- als auch Senkwehen haben im Gegensatz zu echten Geburtswehen keinen Einfluss auf den Muttermund.

Noch Senkwehen oder schon „richtige“ Wehen?

Da es vom Einsetzen der ersten Senkwehen bis zur Geburt nur noch ein paar Wochen dauert, fürchten Schwangere manchmal, sie mit den echten Geburtswehen zu verwechseln und somit vielleicht die Anzeichen dafür zu verpassen, dass es nun bald losgeht. Tatsächlich ist diese Angst unbegründet, denn es gibt deutliche Unterschiede.

Während der Senkwehen spüren viele Frauen zwar allenfalls einen leichten Schmerz. Außerdem sind Senkwehen nicht von Dauer – Sie werden mit der Zeit schwächer und hören schließlich ganz auf. Auch die Abstände zwischen den einzelnen Kontraktionen schwanken enorm. Geburtswehen hingegen treten in sehr regelmäßigen Abständen auf, die zudem immer kürzer werden. Die ersten  Wehen dieser Art kommen oft im Zehn-Minuten-Takt, am Ende liegen sie nur zwei Minuten oder weniger auseinander. Auch die Schmerzen werden immer intensiver – das kommt daher, dass sich nun der Muttermund öffnet, bis die erforderlichen zehn Zentimeter erreicht sind, die das Baby benötigt, um den Weg durch den Geburtskanal zu finden.

Wer sich unsicher ist, ob es sich noch um Senkwehen handelt oder ob es tatsächlich bald mit der Geburt losgeht, kann das im heimischen Badezimmer testen: Ein ca. 38 Grad warmes Vollbad wirkt bei Senkwehen entspannend, die Schmerzen verschwinden. Ist das nicht der Fall und sie bleiben gleich stark oder verschlimmern sich sogar, kann es sich um Geburtswehen handeln. In diesem Fall sollte die Hebamme kontaktiert werden.

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Was hilft bei Beschwerden während der Senkwehen?

Wer während der Senkwehen unter Unwohlsein und Schmerzen leidet, muss nicht gleich zu Schmerzmitteln greifen. Natürliche Mittel oder bestimmte Techniken, die zu körperlicher und psychischer Entspannung führen, sind meist völlig ausreichend und lindern die Beschwerden. Wir haben ein paar Ideen gesammelt:

  • Wärme oder Kälte: Ob ein warmes Vollbad oder die gute alte Wärmflasche – Wärme wirkt entspannend und schmerzlindernd. Länger als Wärmflaschen speichern Körnerkissen die Wärme – sie entspannen die schmerzenden Partien bis zu einer Stunde. Einige Frauen empfinden auch Kälte als angenehm, ein Eisbeutel auf dem Rücken kann die Schmerzen wirksam betäuben.
  • Atmen: Mit speziellen Atemtechniken, die im  Geburtsvorbereitungskurs erlernt werden, können Mütter nicht nur zur Linderung ihrer Schmerzen beitragen – durch bewusstes Ein- und Ausatmen unterstützen sie ihr Baby auch dabei, weiter in Richtung Muttermund hinabzugleiten.
  • Verschiedene Teesorten: Viele  Hebammen empfehlen Schwangeren, die unter Schmerzen während der Senkwehen leiden, Himbeerblättertee. Er lockert die Gebärmuttermuskulatur und löst eventuelle Krämpfe im Unterleib. Er sollte aber in Absprache mit der Hebamme konsumiert werden, da er Wehen anregt und darum nicht zu früh getrunken werden sollte. Auch andere Teesorten wie Melisse und Frauenmantel haben sich bei Beschwerden bewährt.
  • Massage: Sanfte Massagen entspannen die Muskeln, die sich während der Schmerzen verkrampfen. Ob am Kreuzbein, am Nacken oder sogar im Gesicht – jede Frau merkt selbst, an welcher Körperpartie sie die Berührung am angenehmsten empfindet. Massagen regen die Endorphin-Ausschüttung an – ein Hormon, das als körpereigener Schmerzhemmer wirkt.

Was ist normal und ab wann sollte man zum Arzt?

Gerade bei körperlicher Überanstrengung kann es passieren, dass die Senkwehen sich verstärken. Treten sie jedoch trotz Entspannung regelmäßiger als gewohnt auf, also häufiger als drei bis vier Mal pro Stunde, oder handelt es sich um mehr als zehn Wehen pro Tag, sollte man einen  Arzt oder die Hebamme aufsuchen, da es sich um vorzeitige Wehen handeln könnte.

Manchmal spüren Frauen keinen Schmerz während der Senkwehen und machen sich Sorgen um ihr Ausbleiben – denn noch immer wird das Märchen verbreitet, fehlende Schmerzen bedeuteten, dass das Becken der Mutter zu klein für das Baby sei. Das ist schlichtweg falsch. Denn das Schmerzempfinden von Frauen ist unterschiedlich stark ausgeprägt, so dass manche die Senkwehen überhaupt nicht spüren. Frauen, die sich unsicher fühlen, sollten im Zweifelsfall immer ihre Hebamme aufsuchen.

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