Von Ultraschall bis Tripeltest
Diagnostik vor der Geburt
Die vorgeburtliche Diagnostik gehört inzwischen zu jeder Schwangerschaft dazu. Dennoch besteht Aufklärungsbedarf. Wozu dient der Tripeltest und was ist eigentlich eine Chorionzottenbiopsie?
Zwischen Hilfe und Hilflosigkeit
Vorgeburtliche Diagnostik stellt viele Eltern vor ein ethisches Dilemma. Zwar lassen sich mit Hilfe der modernen Medizin viele Behinderungen heute bereits pränatal feststellen. Die Untersuchungsergebnisse geben aber nur selten hinreichend Auskunft über das Ausmaß einer Behinderung, z.B. bei einem Down-Syndrom. Oft wird von Ärzten bei der pränatalen Diagnostik stillschweigend vorausgesetzt, dass sich die Frauen gegebenenfalls für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Manchmal werden sogar ausdrückliche Empfehlungen ausgesprochen. Das ist jedoch nicht Aufgabe der Ärzte. Ihre Aufgabe ist lediglich die umfassende Information. Welche Konsequenzen das Paar aus dieser Beratung zieht, bleibt ihm selbst überlassen. Das allerdings kann sehr schwierig sein.
Paare, die sich bewußt für ein behindertes Kind entscheiden, sehen sich immer häufiger Vorwürfen ausgesetzt und geraten unter Rechtfertigungsdruck.
Dabei wird vor allem eines klar: das eigentliche Problem ist nicht die medizinische Behandlung von Behinderung, sondern der gesellschaftliche Umgang damit. Es gibt zahlreiche Behinderungen, die sich pränatal nicht feststellen lassen. Und werdende Eltern müssen sich darüber im Klaren sein, dass ihnen auch die beste vorgeburtliche Diagnostik kein gesundes Baby garantieren kann.







