Die Menge macht's

Dürfen Schwangere Zimtsterne essen?

Zimt-Gebäck ist ins Gerede gekommen. Grund: Der im Zimt enthaltene natürlich Aroma- und Duftstoff Cumarin, der in zu hohen Dosen besonders Kleinkindern schaden kann. Schwangere jedoch müssen auf Zimt-Plätzchen wohl nicht verzichten.

Autor: Andrea Lützenkirchen
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Zimzsterne
Foto: © Panthermedia.net, Dirk Heinen

Duftende Lebkuchen, appetitliche Zimtsterne - jetzt in der Weihnachszeit steht zimthaltiges Gebäck hoch im Kurs. Und ausgerechnet jetzt ist das leckere Gewürz in die Diskussion geraten: Untersuchungen von Zimtgebäck zeigten viel zu hohe Cumarinwerte an. Cumarin ist ein natürlicher Aroma- und Duftstoff, der außer in Zimt auch in anderen Pflanzen wie z. B. Waldmeister vorkommt. In großen Mengen eingenommen kann Cumarin Leberschäden verursachen und evtl. auch krebsauslösend wirken. Müssen wir also an Weihnachten auf Zimtsterne & Co. verzichten?

Ganz auf Zimt als Gewürz zu verzichten, ist nicht notwendig - da sind sich die Fachleute einig. Allerdings sollte sich die Menge im Rahmen halten. Wer ganz sicher gehen will, sollte folgende Empfehlungen beherzigen, die auf der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Internetplattform "Was wir essen" zu lesen sind:

Kleinere Kinder, also die empfindlichste Verbrauchergruppe, sollten nur einmal pro Woche zimthaltige Lebensmittel verzehren. D.h. sie sollten nicht mehr als einmal pro Woche zehn Zimtsterne oder eine Portion Milchreis mit Zucker und Zimt oder 100 Gramm zimthaltige Cerealien essen. Erwachsene können sich guten Gewissens an ungefähr 40 Zimtsternen oder entsprechenden anderen Produkten pro Woche laben. Schwangere werden davon nicht ausgenommen.

Vorsicht vor Zimtkapseln

Worauf Schwangere aber nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung unbedingt verzichten sollten, sind Zimtkapseln für Diabetiker zum Senken des Blutzuckerspiegels. Der Cumarin-Gehalt dieser Kapseln, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, ist möglicherweise sehr hoch. Zudem enthalten Zimtkapseln auch größere Mengen an Zimtaldehyd. Dieser Stoff kann das ungeborene Kind schädigen.

Gelegentlich wird auch vor der Anwendung von ätherischem Zimt-Öl während der Schwangerschaft gewarnt, weil es angeblich die Gebärmutter stimuliere und damit wehenauslösend wirken könne.

Unbedenklicher als der meist verwendete Cassia-Zimt ist Ceylon-Zimt. Dieser enthält weniger Cumarin, kostet aber das Dreifache des Preises für den Cassia-Zimt. Ceylon-Zimt ist erhältlich in Apotheken und Reformhäusern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

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