Schlemmervergnügen
Ernährung in der Schwangerschaft
"Für zwei essen" sollten werdende Mütter nicht, auch wenn ein alter Spruch dies besagt. Marianne Rudischer gibt Tipps für die Ernährung in der Schwangerschaft.
"Für zwei essen" ist überholt
"Für zwei essen" - noch immer glauben viele werdende Mütter diesem alten Sprichwort. Doch hier hat die Erfahrung aus vielen Generationen einmal nicht recht. Die Schwangerschaft stellt an den Körper der Frau zwar große Anforderungen. Doch um damit fertig zu werden, brauchen Schwangere vor allem mehr Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe für ihren veränderten Stoffwechsel, für das Wachstum des Kindes sowie die Zeit des Stillens .
Der Bedarf an Energie, das heißt Kalorien, steigt im ersten Schwangerschaftsdrittel praktisch nicht an und ist auch später nur wenig erhöht. Mit fortschreitender Schwangerschaft geht auch die körperliche Aktivität zurück. Dies trägt dazu bei, dass kaum mehr Kalorien aufgenommen werden sollten als vor der Schwangerschaft.
Erhöhter Bedarf an Mineralstoffen
Mineralstoffe gehören zu den Bestandteilen der Nahrung, die während der Schwangerschaft deutlich mehr benötigt werden: Vor allem Eisen, Calcium, Zink und Jod.
Worin ist viel Eisen und Zink enthalten? Die wichtigsten Eisen- und Zinklieferanten sind Fleisch und Wurst.
Ein Tipp zum Thema Eisenverwertung:
Lassen Sie sich dabei vom Vitamin C helfen und trinken Sie ein Glas Orangensaft oder essen Sie eine Kiwi zur Mahlzeit. Denn Eisen wird in Verbindung mit Vitamin C vom Körper besser verwertet.
Der hohe Mehrbedarf an Eisen sollte mit dem Arzt besprochen werden, evtl. ist ein Eisenpräparat notwendig.
Die besten Calciumquellen
Milch und Milchprodukte (vor allem Hartkäse) liefern am meisten Calcium.
Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Jod?
Für die Jod-und Zinkversorgung sind Seefisch, Jodsalz und damit hergestellte Speisen gut geeignet.
Tipp:
- Wenn Salz, dann Jodsalz verwenden.
- Mindestens ein bis zwei Mal pro Woche Seefisch auf den Tisch. Besonders viel Jod enthalten Kabeljau, Rotbarsch, Seelachs und Schellfisch.
- Reichlich Milch und Milchprodukte auf den Speiseplan.
- Den Arzt fragen, ob eventuell Jodid-Tabletten erforderlich sind.




