Große dänische Studie

Mehr Fehlgeburten durch Sport?

Zu viel Sport kann das Fehlgeburtsrisiko erhöhen. So lautet das Ergebnis einer groß angelegten dänischen Studie. Das Risiko steigt mit der Dauer der sportlichen Betätigung und betrifft vor allem stoßintensive Sportarten wie Jogging.

Autor: urbia
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Sport Schwangerschaft

In einer groß angelegten Studie haben Wissenschaftler des dänischen Nationalen Gesundheitsinstituts (National Institute of Public Health, Copenhagen) den Einfluss von Sport auf die Fehlgeburtenrate untersucht. Auch wenn die Forscher Sport keineswegs in Misskredit bringen wollen und die positiven Wirkungen auf die Gesundheit Schwangerer hervorhoben, lautet das Ergebnis dennoch: Zu viel Sport in der ersten Schwangerschaftshälfte steigert die Gefahr von Fehlgeburten. Allerdings trifft dies nicht auf alle Sportarten zu.

Fast 93.000 Schwangere hatten die Wissenschaftler nach ihren Sportgewohnheiten befragt und dabei ihr Augenmerk nicht nur auf die favourisierte Sportart, sondern auch auf die Dauer der sportlichen Betätigung gerichtet und dies außerdem in Beziehung zur jeweiligen Schwangerschaftswoche gebracht.

Sie fanden heraus, dass das Fehlgeburtsrisiko ansteigt, je länger Schwangere pro Woche Sport treiben. Bis zu einer dreiviertel Stunde Sport pro Woche vergrößerte das Risiko nicht. Am stärksten erhöhte es sich bei Schwangeren, die während der elften bis zur 14. Woche fast sieben Stunden wöchentlich Sport trieben. Insgesamt wurde ein gesteigertes Risiko durch Sport nur während der ersten 18 Schwangerschaftswochen nachgewiesen.

Als entscheidend für das Fehlgeburtsrisiko wurde allerdings nicht nur die Dauer der sportlichen Betätigung, sondern auch die Wahl der Sportart ermittelt. Während Sportarten wie Joggen, Basketball oder Tennis zu einem vierfach erhöhten Fehlgeburtsrisiko führen können, wurde für Aerobic, Tanzen, Walken und Wandern ein zweifach erhöhtes Risiko nachgewiesen: vorausgesetzt, die Dauer der wöchentlichen sportlichen Betätigung betrug mindestens 75 Minuten bis zu vier Stunden. Nur Schwimmen erwies sich als völlig unbedenklich.

Wodurch das erhöhte Risiko zustande kommt, konnten die Forscher in ihrer Studie nicht beantworten. Sie vermuteten jedoch, dass sich die Stöße, denen der Körper z.B. bei Ballsportarten ausgesetzt ist, negativ auf die Schwangerschaft auswirken könnten. Außerdem gaben sie zu bedenken, dass in der Studie nicht berücksichtigt wurde, wie viel Sport die Frauen bereits vor ihrer Schwangerschaft getrieben hatten. (Quelle: An International Journal of Obstetrics and Gynaecology, Sept/2007)

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