Schwitzen mit Bauch

Schwanger in die Sauna

Schwitzen in der Sauna steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern ist auch noch gesund. Aber wie sieht es damit in der Schwangerschaft aus? Wann ist der Saunabesuch auch mit dickem Bauch unbedenklich und was müssen werdende Mütter bei Aufguss, Tauchbad und Co. beachten?

Autor: Frauenärzte im Netz
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Sauna schwanger
Foto: © Panthermedia.net/ Uwe Schmida

Gesunde Schwangere müssen nicht auf gewohnte Saunabesuche verzichten. „Frauen, die regelmäßiges Saunieren gewohnt sind und keine Komplikationen haben, können von Beginn einer Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt weiterhin in die Sauna gehen“, meint Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Allerdings raten wir werdenden Müttern, die unsicher sind oder keine Erfahrung mit „Schwitzkuren“ haben, nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft damit anzufangen. In diesem Zeitraum reagiert das Ungeborene am empfindlichsten auf äußere Einflüsse und starke Schwankungen. Am besten sollten sich Frauen generell zuvor mit ihrem Gynäkologen beraten.“

Nur nicht übertreiben

Der Saunabesuch darf auch nicht übertrieben oder zu häufig durchgeführt werden. So sollten
eher kurze Aufenthalte und Temperaturen im niedrigen Bereich gewählt werden. Auch sind
zwei Saunagänge pro Besuch und Woche für Schwangere ausreichend. Vor dem Saunieren
ist ein warmes Fußbad sinnvoll, um die Durchblutung bereits anzuregen und den Kreislauf
auf die Erwärmung vorzubereiten. „Werdende Mütter sollten sich beim Wärmebad auf ihr
Gefühl verlassen und aus der Saunakabine gehen, sobald sie sich unwohl fühlen“, fügt Dr.
Albring hinzu. „Insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft ist ein kaltes Tauchbad nicht
zu empfehlen. Dann sollte besser ein Wasserschlauch der Abkühlung dienen. Dabei sollte -
wie sonst auch - bei den Beinen angefangen und anschließend Arme, Rücken und Bauch
abgeduscht werden“, ergänzt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. „Kurz vor der
Entbindung sind Saunabesuche mit Vorsicht zu genießen, da die hohen Temperaturen oder
auch bestimmte Aufguss-Aromen die Wehen auslösen können.“

Für Schwangere können Saunabesuche durchaus vorteilhaft sein. „Durch den Verlust von
Flüssigkeit beim Schwitzen können Wassereinlagerungen verringert werden. Zudem haben
regelmäßige Saunagängerinnen unter Umständen eine leichtere Geburt, da die Muskulatur
insgesamt weicher und entspannter ist“, ergänzt der Präsident des BVF.

Mehr Informationen zur Schwangerschaft unter:
www.frauenaerzte-im-netz.de

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