Ernährung

Schwangere sollten Seefisch essen

Fetter Seefisch und hochwertiges Pflanzenöl enthalten Fettsäuren, die wichtig sind für Gehirnentwicklung und für die Sehfähigkeit des Ungeborenen.

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Die Bedeutung von Fettsäuren

Lachsfilet Messer Kochen
Foto: © iStockphoto.com/ DNY59

Durch den Verzehr von fettreichem Seefisch können Mütter schon in der Schwangerschaft die Gehirnentwicklung ihres Kindes positiv beeinflussen. "Die darin enthaltenen langkettigen Fettsäuren sind auch für die spätere Reifung des Gehirns und für die Augen wichtig", sagt Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.

Fettsäuren (LCP) wichtig für die Gehirnentwicklung

Bei der Gehirnentwicklung von Ungeborenen und Kleinkindern spielen langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Long Chain Polyunsaturated Fatty Acids = LCP) eine bedeutende Rolle. "LCP sind Fettsäuren mit einer Kettenlänge von mindestens 20 Kohlenstoff-Atomen und mehr als 2 Doppelbindungen", erklärt Karin Raschke weiter. Besonders hohe Konzentrationen dieser LCP befinden sich in den Zellmembranen von Gehirn und Rückenmark und in der Netzhaut des Auges. Die Bedeutung der LCP für die Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit ist jetzt wissenschaftlich nachgewiesen, so Raschke. Bei einer ausreichenden Versorgung mit LCP zeigen Kinder bessere kognitive Fähigkeiten als bei einer LCP-armen Ernährung. Außerdem ist die Verarbeitung visueller Reize sowie die Koordinationsfähigkeit besser beziehungsweise früher ausgebildet, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin.

Die LCP-Versorgung des Ungeborenen

Der Fötus kann die für seine Entwicklung benötigten LCP nur in unzureichender Menge selbst herstellen. Den größten Teil erhält er über die Plazenta aus dem Blut der Mutter. Daher wirkt sich die Ernährung der Mutter entscheidend auf die Gehirnentwicklung des Ungeborenen aus, so Raschke. In der Schwangerschaft ist der mütterliche Bedarf an LCP durch den Fötus erhöht, was zu einer Verminderung der Blutspiegel an LCP bei der Mutter führen kann. Mehrere, rasch aufeinanderfolgende Schwangerschaften können deshalb zu einer Verarmung des mütterlichen Körpers führen, besonders, wenn die Schwangere über die Nahrung nicht genügend dieser Fettsäuren aufnimmt, warnt Raschke. In diesem Fall ist die Versorgung des Ungeborenen mangelhaft.

Die LCP-Versorgung des Säuglings

Der LCP-Gehalt der Muttermilch ist normalerweise ausreichend, kann jedoch bei einer unzureichenden Versorgung der Mutter vermindert sein. Bei einer solchen unzureichenden Versorgung der Mutter oder unausgewogenen Ernährung des Kleinkindes kann es zu Defiziten in der LCP-Versorgung kommen. Die Gehirnfunktion und die Sehfähigkeit des Kindes können sich in dem Fall nicht optimal entwickeln. Die ausreichende Zufuhr von LCP oder deren Vorstufen, den essentiellen Fettsäuren Linol- und alpha-Linolensäure mit der Nahrung ist somit sowohl für die Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit als auch im Kleinkindalter wichtig. Dies lässt sich einfach erreichen durch die regelmäßige Aufnahme von fettreichem Seefisch und die Verwendung von hochwertigen Pflanzenölen wie beispielsweise Leinöl oder Nahrungsergänzungsmitteln aus der Apotheke.

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