Großer Bauch gleich großes Kind?

Schwangerschafts-Legenden: Was ist dran?

Eine schwangere Frau bekommt gut gemeinte Ratschläge von allen Seiten, denn selbst ernannte Experten aus dem Familien- und Bekanntenkreis gibt es zuhauf. Doch vieles geht ziemlich an der Realität vorbei. Aber was gehört nun in das Reich der Legenden? urbia klärt auf.

Autor: Sharon Bexley
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Schwangere mit Eltern

Zweier Dinge kann sich jede schwangere Frau ziemlich sicher sein - sie wird zunehmen und: Die Menschen werden ihr mit ernster Miene Unwahres und Unwahrscheinliches erzählen. Und je mehr sie zunimmt, desto massiver werden diese sonderbaren Behauptungen. Lesen Sie hier unsere Top Ten der Schwangerschafts-Legenden...

 

1. Schwangere Bäuche: Großer Bauch, großes Baby?

Äh, wohl kaum. Wenn Sie groß und eher kräftig gebaut sind, sehen Sie möglicherweise gar nicht aus wie eine Schwangere, obwohl Ihr Baby vielleicht wirklich groß ist. Sind Sie dagegen kleiner, sieht Ihr Bauch vielleicht riesig aus, wohingegen Ihr Baby wahrscheinlich nach Ihnen gerät und etwas kleiner ist. Und je nachdem, wie der Kopf Ihres Babys liegt, kann Ihr Bauch größer oder kleiner erscheinen.

2. Sie werden 15 Kilo zunehmen

"Nicht unbedingt - und es macht nichts, wenn Sie nicht zunehmen", sagt Hebamme Ong Guay. "Wir messen der Gewichtszunahme heutzutage keine allzu große Bedeutung mehr bei. Eine hohe Gewichtszunahme bedeutet keineswegs automatisch, dass Sie auch ein großes Baby bekommen. Das meiste ist ohnehin nur Wasser und Fett."

3. Jede bekommt Schwangerschaftsstreifen

In Wirklichkeit bekommen nur ca. 50 Prozent der Frauen Schwangerschaftsstreifen. Man nimmt an, dass die Veranlagung dazu erblich ist. Wenn Ihre Mutter also keine hatte, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch keine bekommen.

4. Sie erblühen inmitten Ihrer Schwangerschaft

Verlassen Sie sich nicht darauf. Pickel, fettige Haare und Erschöpfungszustände können einige von uns während der gesamten Schwangerschaft begleiten. Wenn Sie sich also großartig fühlen sollten, dann genießen Sie Ihr Glück!

5. Es wird ein Junge, wenn auf dem Mutterbauch Haare wachsen

Na, wenigstens wird es kein Werwolf. Vielleicht hilft Ihnen die Erklärung, dass dies mit einer erhöhten Produktion männlicher Hormone während einer Schwangerschaft zusammen hängen kann. Seien Sie versichert, dass mindestens die Hälfte aller Frauen mit Härchen auf dem Bauch Mädchen gebiert.

6. Hoher oder breiter Bauch: Es wird ein Mädchen - tiefe oder vorstehende Kugel: Ein Junge ist im Anmarsch

Die einzigen beiden Gründe für einen hohen Schwangeren-Bauch sind, dass es entweder die erste Schwangerschaft ist, oder dass Sie unglaublich fit sind. Die Muskeln, die Ihren Uterus unterstützen, werden mit jeder Schwangerschaft schlaffer, so dass Ihr Bauch möglicherweise mit jedem Mal tiefer wandert.

Wenn Ihr Bauch nach vorne ragt, haben Sie vielleicht einen kurzen Torso, so dass das Baby gar keine andere Möglichkeit hat, als nach vorne zu wandern. Breite Bäuche weisen normalerweise darauf hin, dass der Fötus seitlich liegt.

7. Schneller Herzschlag: ein Mädchen, langsamer Herzschlag: ein Junge

Amerikanische Studien belegen: Weibliche Föten haben einen schnelleren Herzschlag als männliche - aber nur während der Wehen. Während der Schwangerschaft hingegen gibt die Herzfrequenz keinerlei Hinweise auf das künftige Geschlecht.

8. Die Geburt wird mit jedem Mal leichter

In dieser Aussage liegt ein Körnchen Wahrheit. Hebamme Ong Guay: "Die zweite und die folgenden Geburten sind aller Wahrscheinlichkeit nach kürzer und haben ein geringeres Risiko von Komplikationen. Dennoch: Wenn Sie eine schwierige Schwangerschaft mit Ihrem zweiten oder dritten Kind hatten, wird wahrscheinlich auch die Geburt nicht leicht."

9. Kommt das Kind nachts zur Welt, wacht es auch oft nachts auf

Wenn das Leben nur so einfach wäre - oder so kalkulierbar. "Das hat die gleiche Aussagekraft wie ein Horoskop", sagt Ong Guay. "In der Realität gibt es hierfür nicht den kleinsten Anhaltspunkt. Die Stunde der Geburt hat auf den Schlaf- und Wachrhythmus des Babys keinerlei Einfluss."

10. Beim ersten Kind kann man keine Hausgeburt durchführen

Man kann schon, nur muss man dazu fest entschlossen sein, so die Hebamme Ong Guay. "Ich habe kein Problem damit, auch für das erste Kind einer zuzustimmen, solange die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlief. Es ist sehr wichtig, dass eine Frau, die eine Hausgeburt will, sich mit ihrer Hebamme berät - vor allem dann, wenn ihr behandelnder Arzt Einwände hat."

Übrigens: Autorin Sharon Bexley hat einen zweijährigen Sohn, George - und das ist garantiert keine Legende!

Aus dem Englischen übersetzt von Martin Schneider

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