Eine Mutter macht sich Gedanken
Wenn das zweite Kind kommt
Werde ich mein zweites Baby ebenso lieben wie mein erstes Kind? Werden sich die beiden Kinder eifersüchtig streiten? In ihrer zweiten Schwangerschaft macht sich eine Mutter so ihre Gedanken.
Gedanken einer Mutter während der zweiten Schwangerschaft
Oh...Emma, meine kleine süße Emma...neun Monate Wartezeit, und die ganze Zeit habe ich nur eines getan – an sie gedacht. Die ersten Muckelmäuse der Mütter, zehnfache Gefühle..., geschafft - jetzt ist sie schon fast zwei Jahre da.
Oh...Martin, mein kleiner süßer Martin...neun Monate Wartezeit, und die ganze Zeit mache ich nur eines – an EMMA denken.
Ach ja, wie einige Mamas sehe ich zu, wie mein Bauch sich ein zweites Mal ausbeult. Emma wird bald zwei Jahre alt. Und dieses kleine Wesen, was nie die Güte und Liebe der Eltern teilen musste (manchmal ist das völlig idiotisch,... aber sie ist ja soooo süß), spürt nun wie dieses ausgeglichene Dreieck durch die Ankunft eines Brüderchen zerstört wird.
Wie wird sie reagieren?
Soll ich ihr erklären, dass dieses zusätzliche Gewicht ja eigentlich ausgleichend wirkt?
Soll ich sie gut auf die Ankunft des Geschwisterchen vorbereiten?
Ich komme mir total verloren vor...Ich wälze meinen Ratgeber und steuere vorrangig auf ein Kapitel zu: Geschwister: Eifersucht. Uff, zum Glück scheint es gar nicht so kompliziert zu sein. Aber dann kommt da die Mutter von Julia (die auch die Ratgeber von vorne nach hinten und hinten nach vorne gelesen hat) und erzählt mir wie ihre Tochter bei ihrer Rückkehr aus der Entbindungsstation beinahe den kleinen Sebastian mit seinem Kopfkissen erstickt hätte.
Die Eltern von Kaspar ersparen mir auch nicht ihre langen Tiraden über die Reaktionen ihres "Engels" auf den zweiten Sprössling: Bettnässen, Ablehnung der Lieblingsgerichte, dafür lieber wieder eine Milchflasche, Heulorgien, Rückfall in die Babysprache, Dummheiten, etc. ...
Jetzt überhäufen mich die guten Freund und Bekannte mit Ratschlägen über alles mögliche, doch leider widersprechen diese sich allzu oft. Ich bekomme kein Oberwasser, währenddessen wartet Martin nicht, bald das Licht der Welt zu erblicken.
Martin...und wenn ich vielleicht auch mal an ihn dächte? Eine Welle von Schuldgefühlen überschwemmt mich und so langsam frage ich mich, ob ich ihn wirklich genauso lieben
werden kann wie mein Erstes. Das fehlt mir jetzt noch! Nichtsdestotrotz - der Kreis ist rund – ich unwürdige Mutter gebe meiner Tochter auch noch allen Grund dazu, ihren kleinen Bruder zu verleumden.







