Leute gibts....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von bettilein 01.08.07 - 10:49 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

weiß nicht ob es das richtige Forum dafür ist, aber muß mir unbedingt mal ein bissel Trost abholen.

Muß dazu aber ein bissel ausholen: Also, meine Mutter hat sich vor fast 9 Monaten das Leben genommen. Mein Vater hat das selbe getan vor 25 Jahren. Er im Betrieb und meine Mutter in ihrem Keller. Ich bin das einzige Kind gewesen, aber adoptiert.
Naja, sie liegen in einem gemeinsamen Grab, zusammen mit meiner Oma...eingeäschert.
Meine Mutter hatte noch einen Bruder der auch bei uns im Dorf wohnt mit seiner Frau, beide sind Rentner.
GEstern kam nun der Bruder (mein Onkel) her und machte mich furchtbar zur Schnecke, das Grab würde schlimm aussehen, schlimme Blumen, es wäre Unkraut dagewesen usw.usf. Ob ich mich nicht schämen würde, es so "verwildern" zu lassen..."es ist schließlich das Grab meiner Eltern und Oma, und die hätten schließlich ihr ganzes Leben NUR FÜR MICH GELEBT UND GEARBEITET!" Ich war total entsetzt darüber. Wie kann er nur sowas sagen, ich laß das Grab nicht verwildern, habe vorige Woche alles saubergemacht, gegossen, geharkt alles.
Dazu muß ich sagen, ich bin zur Zeit im 7. Monat schwanger, gehe vollzeit arbeiten und habe noch einen Sohn der in 4 Wochen Schulanfang hat; mein Mann ist die ganze Woche auf Montage. Außerdem hab ich noch das Haus von meiner Mutter, mit riesen Garten das muß ja auch noch in Schuß gehalten werden. Familie ist weiter keine da, außer meine SchwieMu, die ist echt lieb und hilft wo sie nur kann. Ich versuch wirklich mein Bestes alles perfekt zu machen, aber irgendwo bleibt halt auch mal was auf der STrecke. War heut auch beim FA, mein Blutdruck ist total im Keller, soll mich unbedingt schonen, aber wie denn??
Mein Onkel sagte dann noch, wie ich das denn mit 2 Kindern dann machen will, ich wäre ja sowiso überfordert. Aber warum kommen dann solche Bemerkungen, er hätte doch lieber sagen sollen: "Mensch, ist bissel streßig bei dir zur Zeit, kann ich dir was helfen?? aber nein, nur Vorwürfe:-(
Und es ist schließlich auch seine Mutter und Schwester die mit im Grab liegen...ich bin völlig fertig und nur noch am Heulen seit gestern abend...und das tut dem Baby sicher auch nicht so gut.

Sorry, das es so lang geworden ist, aber ich mußte mich echt mal ausk....!!!
Und sowas nennt sich nun Verwandschaft!!

Danke für´s Lesen!!
Betti mit Luis und Lana inside

Beitrag von your_nightmare 01.08.07 - 11:00 Uhr

Hallo,

jaja, die Liebe Verwandtschaft #augen

Ich würde deinem Onkel in ganz ruhigem Ton sagen, dass er ja schon ganz richtig erkannt hat, dass du ziemlich gut ausgelastet bist und dass er seine viele Freizeit als Rentner sinnvoll dafür nutzen könnte, sich an der Pflege des Grabes SEINER Schwester und SEINER Mutter zu beteiligen. Statt seine Energie damit zu verschwenden jemanden lang zu machen, der sowieso schon mehr als genug zu tun hat.
Der soll seinen Hintern in Bewegung setzen und machen, statt jemanden anzupflaumen, der IHM seine Arbeit/Pflichten abnimmt.

Beitrag von megamami 01.08.07 - 11:44 Uhr

hallo
ja genau, dass ist gut ,das würde ich auch machen



liebe grüße mega


Beitrag von mamastern77 01.08.07 - 14:35 Uhr

Exakt das wäre auch meine Antwort gewesen :-).

Beitrag von raquel77 01.08.07 - 15:22 Uhr

Hallo Betti,

der Tod deiner Mutter ist noch nicht so lange her, und alle befinden sich noch in der Trauerphase. Deinem Onkel geht es da sicherlich nicht anders. Es ist schade, wenn dich solche Vorwürfe bewegen, aber im 7. Monat nimmt man alles natürlich umso beherzter, was gesagt wird.

Wie oft gehst du zum Grab? Alle zwei Wochen? Jede Woche?
Mach dir doch einen Termin fest. Wenn du jeden 2. Sonntag gehst, dann tue es auch zu einer bestimmten Zeit. Mach ein Ritual daraus und nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Der Friedhof ist ein Platz des Friedens. Das solltest du dir dann auch verinnerlichen. Spüre die Nähe deiner Mutter und lass bei deinem Onkel immer wieder durchdringen, dass du dann und dann immer zum Grab gehst. Wenn er am Tag vor deinem "Termin" meint, herumzuschimpfen, dann sag es wieder in einem ruhigen Ton. Vielleicht hakst du freundlich nach, ob er auch einen festen Termin hat? Vielleicht kannst du mit ihm zum gemeinsamen Termin regelmäßig hingehen?

LG
Sonja

Beitrag von dunki 01.08.07 - 16:14 Uhr

Hallo,
es tut mir sehr leid das Du Dir so etwas anhören musst.
Aber ganz ehrlich, den hätte ich erstmal richtig zur Schnecke gemacht, und dann mit Harke an das Grab SEINER Familie geschickt. Wie kommt er überhaupt darauf das Du allein verantwortlich dafür bist?
Eine echte Frechheit!!!

Bei mir hätte das ein Nachspiel, den würd ich mir noch mal richtig kaufen.
Seine Mutter und Schwester liegen ja im gleichen Grab, wieso sollst Du es alleine pflegen?
Wenn ihm die Blumen nicht gefallen, dann soll er neue kaufen, könnte sich meiner Meinung nach eh wenigstens finanziell an den Kosten beteiligen, oder mal ein Blümchen bringen.

Lass Dich nicht ärgern!

LG
DUNKI ;-)

Beitrag von scarlett23 09.08.07 - 09:01 Uhr

hi


erstmal #liebdrueck

darf ich fragen warum sich beide das Leben genommen haben??