Verlustängste

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von puppy74 01.08.07 - 11:15 Uhr

Hallo zusammen!

Bin seit 2004 von meinem (mittlerweile) Ex-Mann getrennt und habe eine 5 jährige Tochter.

Nun ist es so, dass meine Tochter jetzt erst anfängt die Trennung zu verarbeiten bzw. richtig wahr zu nehmen. Sie hat auch schon geäußert, dass sie sich wünscht, dass wir wieder zusammen wären.

Unter diesen Umständen klammert sie sich an mich. Sie geht nicht zum spielen alleine in den Garten...da muss ich dann unbedingt mitgehen.
Wenn sie es dann mal schafft zu ihrer Freundin zu gehen (eine Etage höher), kommt sie nach ca. 10 min. wieder runter, um zu sehen ob ich noch da bin.
Zu ihrem Papa (wir haben noch ein super Verhältnis und er kümmert sich wirklich super um die Kleine) will sie mittlerweile auch nicht mehr so richtig. Ihr Argument lautet dann, dass sie mich ja sooo vermisst. Das sind nur ein paar Beispiele....

Hat(te) von euch jemand auch so ein Problem und wie habt ihr das gelöst.
Sie tut mir so leid und ich möchte ihr unbedingt helfen. Zumal das auch sehr anstrengend ist für mich...

Über Antworten wäre ich sehr dankbar

LG Rebecca

Beitrag von marenchen23 01.08.07 - 11:57 Uhr

hmm dann hast du doch bestimmt schonmal mit ihr darüber geredet? Was hat sie dazu gesagt? Ich meine, dir scheint klar zu sein, dass es Verlustangst ist?!
spontan würde ich sagen, dass du ihr dann halt immer sagst: "mach dir keine sorgen, ich hab dich lieb und verlasse dich nicht!"
Und im weiteren darüber sprechen, dass ihr Papa zwar jetzt nicht mehr bei euch wohnt und auch nicht mehr einziehn wird, aber der Papa hat sie auch lieb!

Der andere Weg führt zum Kinderarzt, bzw dann Psychologen! Denn die können die besten Tipps geben, wie man am besten damit umgeht!

Mein Junge ist jetzt 2 geworden und ich bin im April ausgezogen bei meinem Mann. Ian war am ANfang etwas aggressiv wenn wir beim Papa angerufen haben und sobald wir aufgelegt haben, hat er nach ihm gefragt?!
Da war es so, dass er sich vom Papa verlassen gefühlt hat!
ich habe ihm dann täglich Bussis vom Papa gegeben und gesagt: "oh, ich soll dir vom Papa von sagen, dass er dich ganz doll lieb hat und soll dich drücken!"

Und ich habe mit ihm darüber gesprochen, dass Papa ihn lieb hat und Mama ihn lieb hat, auch wenn Papa jetzt im HAus woht und Mama und Ian hier in der Wohnung.

Und seitdem ist Ruhe... Wenn Ian jetzt nach seinem Papa fragt, rufen wir an, die beiden telefonieren sehr schön und auch wenn sie sich sehn ist alles ok!

Wenn du ihr also schon "täglich" sagst, dass du sie nicht verlassen wirst und du sie lieb hast und der Papa nicht weg ist, weil er sie nicht mehr lieb hat, dann würde ich mal zum KiA gehn und ihn um Rat fragen! :-)

LG
Maren

Beitrag von winterzauber 01.08.07 - 13:30 Uhr

Hallo,

meine Tochter verhält sich ähnlich. Ihr Papa und ich sind seit 2 Jahren getrennt, er hat sich aber während unserer Beziehung noch danach wirklich um Julie gekümmert, verzog im April nach Bayern also 800km weg und seitdem klammert meine Kleine auch arg, fragt sehr viel nach Papa, sagt sie will ihn wieder haben. Tut mir in der Seele weh :-( Ich erkläre ihr viel, sie darf ihn jederzeit anrufen wenn sie möchte, zeige ihr das sie mir vertrauen kann. Zwischendurch fragte sie mich mal, ob ich sie auch alleine lasse so wie Papa #schock Würde ich natürlich niemals nicht machen! Das versuche ich ihr zu zeigen, indem ich ihr vieles erkläre, wo ich hingehe, wann ich wiederkomme und halte es auch strikt ein. Mittlerweile gehts und ich kann auch mal wieder etwas durchatmen #huepf

Liebe Grüße,
Katy mit Hanna Julie *14.Dezember 2003