...wenn er 18 ist muß er ausziehen!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von akelei 01.08.07 - 11:24 Uhr

guten morgen liebe urbianer,

einige von euch erinnern sich vielleicht, hab schon ab und an mal um rat nachgefragt, wegen problemen mit dem großen sohn meinem lebensgefährten.

nun hab ich wieder seit einiger zeit schlaflose nächte;

eine bekannte erzählte mir, in einem gespräch mit der exfrau meines lg, in dem sie sie auf die kommende finanzielle situation, wenn in 7 monaten unterhalt und kindergeld wegfallen würden, ansprach, diese sagte: wenn er 18 ist und ich kein geld mehr für ihn bekomme, muß er eh ausziehen!
auf die frage wie sie sich das dann vorstelle, sagte die mutter: soll er halt zu seinem vater ziehen, der hat doch platz.

(tschuldigung für den schachtelsatz)

das thema (sohn zu uns) stellte sich vor einem halben jahr schon einmal, (als wir uns das haus gekauft haben, und jeder seiner jungs auch ein eigenens zimmer bekam) da seine kinder mit ihrem freund nicht ausgekommen sind;
nur damals erlaubte sie nicht das der große zu uns zieht; es wären immerhin gut 500 euro gewesen, die sie dann weniger hätte.

sie zog dann also mit den kindern in eine sehr kleine wohnung ( 1 kinderzimmer, für sie ein wohn/schlafzimmer) was mich schon gewundert hat, denn sie verdient selber auch gut, aber geht mich ja nix an.

nun hab ich ehrlich gesagt den horror;
wir beide kommen eh nicht so gut zurecht, außer einem "hallo" (wenn ich ihn denn überhaupt sehe, wenn er am wochenende da ist) ist da nix, weil er eben glaubt sich bei uns aufführen zu können, wie er will.
alles vernünftig reden hatte ja null erfolg.

ich glaube nicht, das ich damit fertig werde, sollte mein freund ihn wirklich nächstes jahr zu uns ziehen lassen. bis jetzt weiß mein lg noch nichts davon (glaube ich, zumindest ist noch nie ein wort darüber gefallen, seit letztem jahr).

mein lg weiß um die problematik mit seinem sohn, wir haben uns darauf geeinigt am we einfach das beste draus zu machen.
das heißt, ich bin dann meistens unterwegs, damit ich nicht soviel mitbekomme, und der große tun kann was er mag, und mein lg hinter ihm wieder aufräumt; er läßt ihm halt alles durchgehen.

das mag ja für wochenenden gut sein, aber als dauerzustand??

wie soll ich nur mit dieser situation umgehen?

hat jemand erfahrungen mit einer ähnlichen situation, und kann mir evtl tipps geben?

wäre sehr dankbar dafür.

lele




Beitrag von cinderella2008 01.08.07 - 11:34 Uhr

Hallo,

was ich nicht verstehe, warum fallen mit dem 18. Lebensjahr automatisch Kindergeld und Unterhalt weg?

Hat der Junge bereits eine abgeschlossene Ausbildung oder macht er gar nichts?

Wenn er sich noch in der Ausbildung befindet, wird er wenigstens noch Anspruch auf Kindergeld haben, je nach eigenem Einkommen auch auf Unterhalt (von beiden Elternteilen).

Wenn Du gar nicht mit dem Sohn klarkommst, wäre es nicht möglich, ihm ein WG-Zimmer zu finanzieren?

Beitrag von akelei 01.08.07 - 11:41 Uhr

nun ja, die finanzielle seite ist bei uns auch nicht so rosig....

auch mein lg hat damit gerechnet...: puh, in einem jahr 250 euro (unterhalt) weniger, dann geht es mit den schulden ein bisschen schneller, und uns ein wenig besser!

Beitrag von ascaorange 01.08.07 - 11:35 Uhr

Hallo,

grundsätzlich besteht der Unterhaltsanspruch bis zum Ende der ersten Ausbildung. Falls er die noch nicht beendet hat, dann muss, wenn er denn bei der Mutter auszieht, diese ihm auch welchen zahlen...

Wenn er schon eine Ausbildung hat, kann er auch arbeiten gehen (hört sich einfacher an als es ist, ich weiß)...

LG! Asca

Beitrag von akelei 01.08.07 - 11:38 Uhr

...tschuldigung, hab ich vergessen zu schreiben... ja, er hat bis zu seinem 18 lebensjahr seine ausbildung abgeschlossen, wie es allerdings danach weitergeht, ob sie ihn übernehmen ect. weiß ich nicht.

sorry, es gäbe immer noch so viel zu schreiben, aber damit es nicht zu lang wird, fehlt halt manchmal genau das wichtige!

Beitrag von mariella70 01.08.07 - 15:35 Uhr

Hallo akelei,
wenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat, erlischt mit dem 18. Lebensjahr automatisch der Unterhaltsanspruch, den die Mutter für ihn erwirkt hat.
Er ist dann für sich selbst verantwortlich und muss etwas tun, was ihm vielleicht schwer fällt: Arbeiten!
Wenn er trotz Bemühungen nichts findet und zum ALGII-Empfänger würde, dann können die Eltern herangezogen werden, bis zum 25. Lebensjahr bekommt er auf Staatskosten auch keine eigene Wohnung finanziert.
Soweit ich weiß, müsst ihr ihn aber nicht aufnehmen. Wenn er in der Folge von euch Geld will, dann muss er das selbst einklagen, was er wahrscheinlich nicht auf die Reihe kriegen wird.
Also lehne dich zurück und lass den Jungen erstmal machen. Der muss jetzt lernen, dass das Leben keine Stützräder mehr hat...
Wenn er bei euch wohnt, dann nur unter schriftlich fixierten strengen Bedigungen.
Liebe Grüße
Mariella

Beitrag von akelei 01.08.07 - 19:27 Uhr

hallo mariella,

danke für deine antwort.

das problem ist, ich habe die große befürchtung, auch wenn wir ihn nicht aufnehmen MÜSSEN, welcher vater sagt schon, na dann such dir mal schön was eigenes, wenn du daheim rausfliegst....

das ist es was mir kopfzerbrechen bereitet. um ehrlich zu sein, wenn die situation umgekehrt wäre, ich würde meine kinder ja auch nicht hängen lassen.

aber wie soll das gehen, der junge und ich , wir haben einfach keinen draht zueinander, weil er sich an keinerlei regeln hält und alles reden sinnlos ist.
sein vater sieht das lockerer, aber im endeffekt bleibt dann doch alles an mir hängen, was so an ärger, arbeit (und klar auch finanziell) ect. anfällt.

vielleicht wäre es am besten, sich erst mal keine sorgen um ungelegte eier zu machen; aber was uns angst macht, ist halt nicht so einfach aus den gedanken zu verbannen.

danke nochmal für deine antwort, schönen abend noch, und viele grüße,

lele

Beitrag von lucie_neu 01.08.07 - 13:37 Uhr

Also es gibt viele Männer, die mit Abschluss ihrer Ausbildung aus Hotel Mama ausziehen, bei manchen ist das mit 18 Jahren der Fall, bei manchen - so wie meinem Ex - erst mit 30. ;-)

So oder so würde ich den jungen Mann bei der Wohnungssuche unterstützen, aber ihn nicht bei euch einziehen lassen. Von Hotel Mama ins Hotel Stiefmama? Neee, zumal ich aus deinem Posting ja heraus lese, dass der junge Mann etwas Selbständigkeit gebrauchen könnte.

lg
Lucie

Beitrag von anla75 02.08.07 - 07:01 Uhr

Hallöchen akelei,

es ist schon eine schwierige Situation in der du dich befindest.
Auch wenn dein "Stiefsohn" 18 wird, heißt das doch nicht automatisch das er auch erwachsen ist. Ich finde es schon ziemlich dreist von der Mutter, wenn kein Unterhalt mehr fließt, dann brauche ich auch meinen Sohn nicht. Es handelt sich immer noch um einen Menschen und um den Sohn deines Mannes.

Wenn es soweit kommen sollte, daß Ihr den Sohn deines Mannes in euer Familienleben integriert, dann mußt du dich wohl oder übel mit dem Thema auseinandersetzten, da hilft auch nichts am WE "immer" unterwegs zu sein.

Es gibt klare Regeln an die sich jeder zu halten hat, auch wenn es ihm am Anfang nicht schmecken wird.

Ich wünsche euch viel Kraft.

Grüße
Anla

Beitrag von sunshine181175 03.08.07 - 23:24 Uhr

Mir tut hier der "Sohn" leid. Die Mutter will ihn nicht, zum Vater kann er nicht....

Versetz dich doch mal in seine Lage. Schlimm genug wenn ihn die Mutter mit 18 rauß schmeisst. Wenn er zu seinem Vater will solltest du dich nicht weigern. Ihr müsst dann halt Regeln aufstellen.

Vielleicht erledigt sich dein "Problem" aber auch und er will gar nicht bei euch einziehen.

Gruss
Sandra