Eizellspende...? Eure Meinungen bitte... bitte... bitte...!

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Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 12:43 Uhr

Hallo!

Nachdem sich ICSI bei mir wahnsinnig schwierig gestaltet (näheres in meiner VK, wen's interessiert) bin ich nun am nachdenken, wie es weiter gehen sollte/könnte.

Natürlich werde ich nochmal abklären, ob es vielleicht doch noch "konventionell" funktionieren könnte... anderes Protokoll... andere KiWu-Praxis... warum ist es überhaupt so #kratz...

Aber prinzipiell: Was haltet Ihr von Eizellspenden (mal abgesehen von der Tatsache, dass es in D nicht erlaubt ist)? Welche Meinung habt Ihr dazu? Wäre es für Euch eine Alternative?

Lg
pamamaroo

Beitrag von nubuk 01.08.07 - 13:12 Uhr

ich habe auch schon einmal einen kurzen moment daran gedacht, aber auch bei uns in österreich ist das gesetzlich nicht erlaubt.
ich habe auch keine ahnung in welchen ländern das legal ist, weißt du das?

ich für mich habe dann jedoch beschlossen, dass ich vielleicht nicht mit dem gefühl umgehen könnte, dass es nicht MEIN kind ist, es wäre das kind von meinem mann und einer anderen frau .

lg michi

Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 13:20 Uhr

Es geht in verschiedenen Ländern, Tschechien, Ukraine, Finnland, Südafrika, USA... um nur ein paar zu nennen.

Ich denke, wenn es von meinem Mann ist (also er sein Erbgut weiter gibt) ist es für mich in Ordnung, denn ich ernähre das Kind schließlich 9 Monate lang und somit ist es "von mir". So viel anders ist für mich die ICSI auch schon nicht mehr, lediglich die DNS würde bezeugen können, dass es nicht von mir ist...

Weiß nicht... #kratz

Jedenfalls vielen Dank für die Antwort!

Beitrag von nubuk 01.08.07 - 13:23 Uhr

ist sicher eine nicht allgemein zu beantwortende frage #kratz
und sehr subjektiv.


#liebdrueck michi

Beitrag von fitzi79 01.08.07 - 13:40 Uhr

Hallo Pamamaroo,

puh, schwieriges Thema #gruebel Das kannst Du wohl nur selbst entscheiden. Wenn Du damit klar kommt, dass Du nicht die "biologische Mutter" bist, finde ich das eine überlegenswerte Alternative. Natürlich gibt es viele Sachen zu bedenken, auch die Kosten werden bestimmt nicht unerheblich sein, aber ich kann verstehen, dass eine Frau nicht darauf verzichten möchte, eine Schwangerschaft mitzuerleben und ich denke, man kann dann das Kind genauso sehr lieben. Es ist ja eigentlich wie bei einer Adoption, nur dass das Kind sogar noch von Deinem Mann ist und dass Du die #schwangerschaft miterleben kannst, was ja denke ich für die Bindung zu einem Kind schon von Vorteil ist.
Ich will jetzt hier um Gottes Willen nichts Negatives über Adoptionen sagen. Finde das eine tolle Sache. Wie sieht es denn damit bei Euch aus? Wäre das eine Alternative?

Ich habe mir im Gegensatz zu Dir bisher nur zu der anderen Seite, nämlich der Fremdsamenspende Gedanken gemacht. Habe darüber auch schon mit einer Freundin, die ich hier über das Forum kennen gelernt habe und deren Freund Azoospermie hat, diskutiert. Und bisher habe ich für mich beschlossen, dass es für mich erstmal nicht in Frage kommen würde. Ich glaube auch, dass mein Mann damit nicht so gut klar kommen würde, dass er nicht der biologische Vater wäre, sondern ein anderer, fremder Mann.
Allerdings...wer weiß, wie ich darüber denke, wenn ich einige gescheiterte ICSI-Versuche hinter mir habe #gruebel#kratz Ich kann es im Moment noch nicht sagen.

Wie gesagt, Du müsstest vollkommen mit dieser Situation im Reinen sein, ansonsten wäre es denke ich nicht fair dem Kind gegenüber. Ein sehr komplexes Thema, zu dem es bestimmt viele verschiedene Meinungen gibt.
Ich hoffe, Du findest für Dich die richtige Entscheidung. Und vielleicht klappt es ja doch noch mit der "normalen" ICSI. Dafür wünsche ich Dir viel #klee#klee#klee

LG Dani #liebdrueck

Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 14:18 Uhr

Vielen Dank Dani für Deine umfangreiche Antwort!

Fremdsamenspende ist denke ich wieder etwas ganz anderes. Der "Vorteil" von der EZS (also im Gegensatz zur Samenspende) ist halt, dass man, wie Du sagst, die #schwangerschaft miterlebt hat, das Kind 9 Monate unter seinem #herzlich trug. Ein Mann hat dann eigentlich überhaupt nichts mehr mit der "Sache zu tun".

Mit Adoption, das widerum kann ich mir einfach noch nicht so richtig vorstellen, dass ich diese Bindung zu einem "fremden" Kind hätte, wie zu einem, das in mir heran gewachsen ist.

Naja, ich suche hier eigentlich nicht nach Entscheidungshilfen... Das kann ich durchaus nur mit mir selber ausmachen. Mich interessieren einfach Eure Meinungen...

Lg
pamamaroo

Beitrag von vrabec 01.08.07 - 14:12 Uhr

Hallo,

tut mir sehr Leid, was Du alles durchmachen musst#liebdrueck. Und es faellt mir nicht leicht, das hier zu schreiben, aber ich moechte doch noch mal einen Gedanken zum Ausdruck bringen: Es macht durchaus Sinn, dass in D die Eizellspende im Gegensatz zur Samenspende nicht erlaubt ist. Denn es ist ein Riesen-Unterschied, wie diese Geschlechtszellen gewonnen werden: Bei einer Samenspende geht der Mann mal vorbei und liefert seine Probe ab, wie fuer ein SG. Kein Problem, keine Gesundheitsrisiken fuer einen gesunden Mann.
Fuer eine Eizellspende muss die Spenderin dagegen eine aufwaendige Hormonbehandlung ueber sich ergehen lassen. Dazu dann die Narkose bei der Punktion. Alles mit erheblichen Risiken verbunden: Die Stimulation kann den koerpereigenen Hormonhaushalt und damit die eigene Fruchtbarkeit beeintraechtigen, und die Punktion ist als Operation mit allen entsprechenden Risiken behaftet. Ganz zu schweigen von den Gesundheitsgefahren bei Ueberstimulation etc. Viele Frauen hier koennen ein Lied davon singen, was fuer eine hohe koerperliche Belastung eine solche Behandlung darstellt.

Damit eine Frau eine solche Prozedur auf sich nimmt, kann sie also - zu Recht! - eine entsprechende Verguetung verlangen. Das wiederum fuehrt aber dazu, dass es vor allem junge Frauen in finanziellen Notlagen sind, die sich dafuer zur Verfuegung stellen - naiv, und nicht die eigenen Risiken bedenkend! Und wenn sie dann 10 Jahre spaeter ein eigenes Kind wollen, haben sie eventuell den Salat... Mal ganz abgesehen davon, dass die ganze Prozedur fuer mich zu einer Art von Prostitution verkommt, die ich fuer ethisch inakzeptabel halte.

Mein persoenlicher Standpunkt ist also, dass man Eizellspenden nicht unterstuetzen sollte. Aber natuerlich sehe ich auch die andere Seite - sicher ist es schoener, wenn man wenigstens schwanger sein darf, und die Beziehung zum Kind ist zwangslaeufig eine Andere als bei einer Adoption. Insofern waere fuer mich z.B. im Falle eines Falles eine Samenspende vermutlich in Betracht gekommen. Aber eine Eizellspende wuerde ich fuer mich aus den oben genannten Gruenden ablehnen. Ich werde aber niemanden verurteilen, der sich dafuer entscheidet, und wenn Du es machen wirst, werde ich Dir mindestens genau so die Daumen druecken, wie allen anderen ICSI- und IVF- Frauen hier...

Wuensche Dir alles Gute und viel Kraft fuer Eure Entscheidung #klee#blume,
vrabec

Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 14:25 Uhr

Da hast Du natürlich absolut Recht! Das sind auch meine Bedenken. Ob nun sinnvoll oder richtig wollte ich deshalb wenigstens Länder bevorzugen, wo die Armut der Menschen sie nicht zu solchen Schritten treibt, wobei man das mit Sicherheit auch so nicht sagen kann.
Ich glaube, soviel ich bis jetzt in Erfahrung gebracht habe, wird in manchen Ländern vorausgesetzt, dass die Spenderinnen bereits eigene Kinder haben... Das wäre dann auch ein Kriterium...

Andererseits hatte ich mir gedacht, (tja, kommt ja leider für mich nicht in Frage...) wenn bei mir Eizellen/Embryos "übrig" blieben, warum darf ich die eigentlich nicht "zur adoption" frei geben? Eben solchen Leuten eine Chance geben, bei denen es anders so gar nicht klappt...

#danke für Deine Meinung!

Beitrag von vrabec 01.08.07 - 15:12 Uhr

Das ist natuerlich auch noch so ein Thema... Allerdings werden doch nach der Punktion alle EZ versucht zu befruchten, oder? Man weiss ja nicht, bei wie vielen es klappt. Und dann waeren wir beim Thema der Embryonenspende statt EZ-Spende. Das Problem, was ich hierbei sehe, ist, dass die Prozedur ja sicherlich auch fuer die Empfaengerin teuer sein wird. Die Kliniken wollen ja auch ein Geschaeft machen und nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Wer aber viel bezahlt, will natuerlich auch gute Qualitaet dafuer - und ohne jemandem auf den Schlips treten zu wollen, aber von Frauen, die sowieso schon Schwierigkeiten hatten, ss zu werden und meist auch schon ueberdurchschnittlich alt sind... Zumal die Kliniken auch alles tun werden, um eine hohe SS-Quote zu erreichen, denn sie stehen ja auch im Wettbewerb. Ich kenne das Problem aus der Diskussion um embryonale Stammzellen. Da wurde ja auch vorgeschlagen, ueberzaehlige Embryonen aus den KiWu-Kliniken zu nehmen, aber das wird von der Wissenschaft generell abgelehnt, weil die Qualitaet meist einfach nicht gut genug ist. Sorry, wenn ich das hier so sage #hicks, ist nicht boese gemeint, und soll ganz bestimmt keine Abwertung der in vitro entstandenen Kinder sein, kenne selber zwei super-suesse Exemplare#freu!

Aus den Gruenden finde ich es auch fragwuerdig, ob Kliniken wirklich nur von Frauen nehmen, die schon eigene Kinder haben und daher zwangslaeufig schon aelter sind. Und selbst wenn, auch aeltere Frauen entscheiden sich manchmal noch fuer ein weiteres Kind, siehe AWSM... Es bleibt fuer mich einfach ein schwieriges Thema. Allerdings ist es auch leicht, aus meiner Position heraus eine ablehnende Meinung zu vertreten...

LG, vrabec#blume

Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 15:41 Uhr

Muss nicht sein (gut, bei mir schon... :-)), dass die Frauen alle Älter sind, hier sind viele, die mit 25 (weil's einfach auch früher in D gar nicht geht mit Zuzahlung der KK) bereits mit ICSI anfangen. Abgesehen davon muss bei denen auch oft gar nicht was nicht "stimmen", so dass die Qualität schlechter wäre als bei Eizellspenderinnen resp. natürlich dann Embryonenspende...

Wie ich auch schon geantwortet habe, ich habe diese Frage EXTRA in diesem Forum gestellt und nicht in einem Forum über EZS, um eben gerade auch die kritischen Stimmen zu hören/lesen. Daher vielen Dank dafür!

Übrigens wünsche ich Dir natürlich alles, alles Gute mit Deinem Krümel (habe nun endlich auch Deine VK gelesen)!

LG
pamamaroo

Beitrag von vrabec 01.08.07 - 16:45 Uhr

#danke fuer Deine guten Wuensche. Wuensche Dir sehr, dass Du das auch mal erleben darfst!

vrabec#blume

Beitrag von schlumpfine1975 01.08.07 - 15:05 Uhr

Hallo pamaroo,

eine ganz klare Meinung hab ich leider dazu nicht, aber einen Gedanken.

Wenn man selbst von einem Thema nicht betroffen ist, wie vom Problem, zu wenige/schlechte Eizellen zu haben, stellt man sicher auch die (teilweise berechtigten) kritischen Seiten sehr in den Vordergrund.

Ist man aber selbst betroffen, so wie Du, öffnet man sich so einer Möglichkeit mit Sicherheit ganz anders.

Hätte mich vor zwei Jahren jemand um meine Meinung zum Thema ICSI gefragt, wäre die wohl auch etwas anders ausgefallen als heute, wo ich selbst betroffen bin.

Fazit: Wenn man die Möglichkeit im Ausland hat und sicher sein kann, dass das ganze seriös vonstatten geht, d.h., ohne dass dafür junge Frauen mißbraucht und ausgebeutet werden,
kann es ja durchaus eine ernsthafte Überlegung wert sein.
Und ich glaube, es ist von Frau zu Frau sehr verschieden, in wieweit man sich dann als "biologische" Mutter fühlt. Ich könnte es für mich, ehrlich gesagt, zur Zeit nicht beantworten.

Liebe Grüsse und ich wünsche Dir, dass Ihr für Euch die richtige Entscheidung trefft.

Ulrike


Beitrag von pamamaroo 01.08.07 - 15:26 Uhr

Vielen Dank Ulrike für Deine Meinung!

Genau deshalb habe ich HIER die Frage gestellt und nicht in einem Forum für EZS, gerade auch, um die kritischen Meinungen zu lesen, die ich vielleicht dabei noch nicht sehe.

Noch ist es bei mir nicht ganz soweit, dass wir diese Entscheidung treffen müssen.

LG und viel #klee#klee#klee#klee für Dich!

pamamaroo

Beitrag von vrabec 01.08.07 - 15:37 Uhr

Hallo Ulrike,

sicherlich hast Du recht, dass es leicht ist, kritisch zu sein, wenn man nicht selbst betroffen ist. Und ich weiss auch nicht, ob ich wirklich das Recht habe, mich hier einzumischen und meinen Senf dazuzugeben. Aber ich habe hier auch schon Postings gelesen nach dem Motto "Ist doch voll bloed und ungerecht, dass in D keine Eizellspende erlaubt ist, Samenspende ist doch auch erlaubt", was einfach nur kurzsichtig ist. Man hat doch auch ein Recht, alle Seiten zu erfahren, oder?

Ich habe inzwischen gemerkt, dass ich mich mit dem Thema vor unserer IUI eigentlich viel zu wenig auseinandergesetzt habe, und _jetzt_ habe ich manchmal meine Zweifel, ob wir nicht uebereilt gehandelt haben. Trotz des rundum positiven Ergebnis. Aber nun ist es nicht mehr zu aendern.

Wuensche Dir alles Gute,
vrabec#blume

Beitrag von schlumpfine1975 01.08.07 - 15:48 Uhr

Hallo vrabec,

ich stimme Dir 100% zu.

Es ist schon absolut notwendig, sich kritisch mit den diversen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und dann für SICH persönlich die Grenze zu ziehen.
Wie weit geht man für ein Kind? Der eine würde schon eine IUI
ablehnen, der andere das volle Programm in Südafrika durchziehen, es ist manchmal schwer, für sich zu entscheiden, DAS mache ich jetzt bewußt NICHT mehr.

Mit dem übereilten Handeln, Du wirst es im Nachhinein nie herausfinden, aber nachdem sich viele hier soooo schwer tun, sei einmal " positiv oberflächlich" und freu Dich einfach nur (ich hoffe, Du verstehst mich jetzt richtig).

Wir haben für uns entschieden, noch 2-max. 3 Versuche in Bregenz zu wagen, dann definitiv einen Schlußstrich zu ziehen und uns nach einer "Trauerphase" um eine Adoption zu bemühen.

Liebe Grüsse und alles Gute für Euch!!!

Ulrike

Beitrag von vrabec 01.08.07 - 16:41 Uhr

#danke

Beitrag von jacqui29 01.08.07 - 17:01 Uhr

Hallo,

dies ist ein viel zu heikles Thema für so ein offenes und vielschichtiges Forum wie urbia.

Besuch`doch einfach mal ein richtiges Ki-Wu-Forum.


LG

Beitrag von pamamaroo 02.08.07 - 15:23 Uhr

Hallo!

Das verstehe ich jetzt nicht ganz... ich dachte schon, dass es sich hier um ein richtiges Ki-Wu-Forum handelt.

Außerdem war es ja gerade meine Intention, auch sehr kritische Stimmen zu dem Thema zu bekommen.

LG

Beitrag von anna0912 01.08.07 - 17:15 Uhr

auch wenn es für mich wahrscheinlich nicht in frage kommen würde, eine eizellspende oder befruchtung mit fremdsperma in anspruch zu nehmen, kann ich nicht verstehen, warum die befruchtung mit fremdsperma in D erlaubt ist, während die eizellspende verboten ist. wo ist da der unterschied?

lg anna + ICSI-Kind Elisa *7.12.05

Beitrag von pamamaroo 02.08.07 - 15:25 Uhr

Doch, ganz klar, denn die Eingriffe für die Frau sind schon enorm, das wissen wir ja nur all zu gut...

Deshalb kann ich das durchaus nachvollziehen...

Andererseits machen es die Frauen ja auch freien Stücken... das wäre jedenfalls zu hoffen... aber genau das wird man wohl auch im Ausland nie wissen, ob sie es nicht doch aus Geldnot heraus tun...

Beitrag von anna0912 02.08.07 - 19:27 Uhr

ja da hast du natürlich recht.

Beitrag von clazwi 02.08.07 - 15:14 Uhr

....so etwas kann nur eine ganz persönliche Entscheidung sein.
Mir persönlich (!) war es wichtiger, Kinder anzunehmen, statt auf die Medizin zuzugreifen, weil ich mir dachte, dass es so viele Kinder gibt, die untergebracht werden müssen. Bevor ich in eine ohnehin überbevölkerte Welt noch ein Kind setze.....
trotzdem kann ich es voll und ganz nachvollziehen, wenn andere Frauen einfach eine Schwangerschaft erleben möchten und anders denken als ich.

Persönlich habe ich die Repro für mich abgelehnt, weil ich mich damit nicht identifizieren kann, aber ich kenne ein wunderbares Kind, das so entstanden ist und das einfach Sonnenschein pur in die Welt bringt!

Warum Eizellenspende verboten und Samenspende erlaubt ist, ist mir jedoch ein Rätsel.

Beitrag von pamamaroo 02.08.07 - 15:38 Uhr

Hallo Claudia (falls Du dies noch liest...)!

Ja, das Thema hatten wir schon einmal... Trotzdem muss ich gestehen, kann ich mich an den Gedanken Adoption nicht so recht gewöhnen...

Deinen Link habe ich aber immer noch, vielleicht reift dieser Gedanke doch noch irgendwann heran.
Genauso wie letztlich jeder Schritt zu diesem Thema (ICSI - ja-oder-nein...) ein Entscheidungsprozess ist.
Alle wären sicher froh, wenn man solche Entscheidungen gar nicht erst fällen müsste.
Deine Entscheidung ist auf Adoption/Pflegekind gefallen... Es ist schön, wenn man mit einer Entscheigung dann auch so zufrieden sein kann.

Für mich steht jetzt die Entscheidung an: Nochmal eine ICSI versuchen - es aufgeben und der Natur seinen Lauf lassen - Eizellspende - Adoption? Und ich muss gestehen, ich habe mich in meinem Leben noch nie so hilflos gefühlt....#heul!

Trotzdem #danke für Deine Meinung.

LG
pamamaroo

Beitrag von clazwi 02.08.07 - 15:55 Uhr

Hallo Pamamaroo,

hab' Deine Antwort schon entdeckt #blume!

Ich denke auch, dass man die Gedanken "Adoption/Pflege" keinesfalls über's Knie brechen soll.
Bei mir spielt auch ganz arg mein eigener Werdegang eine Rolle bei unserer Entscheidungsfindung.
In meinen Augen gibt es keine "bessere" oder "schlechtere" Entscheidung - jeder sollte wirklich den Weg beschreiten, mit dem er sich selbst identifzieren kann, solange dieser Weg anderen Menschen nicht schadet.
Und "Schaden" kann fast bei jedem díeser Wege entstehen, wenn man ehrlich gegen sich selbst ist.
Bei Adoption kann man in Kinderhandel geraten,
bei Pflege kann es sein, dass man die leiblichen Eltern "ausbooten" möchte,
bei Eizellenspende kann es Ausbeute der Spenderin sein (und hier in D. ist sie ohnehin nicht legal),
bei Samenspende fällt mir gerade nix ein, aber da gibt es bestimmt auch was...

Was ich damit sagen will:
jeder Weg ist ethisch und unethisch zugleich....

Lieber Gruss und Dir alles Liebe und Gute! #herzlich
Claudia