Fehlgeburt 22.SSW; wann habt Ihr wieder gearbeitet?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von laura80 01.08.07 - 18:14 Uhr

Guten Abend,

schreibe heute das erste Mal, nachdem ich mich einige Monate im Kiwu- und Schwangerschaftsforum aufhalten durfte.
Hatte am letzten Dienstag einen Blasensprung mit starken Blutungen in der 22.SSW und habe meinen #stern am Donnerstag still geboren. Die Ärzte vermuten eine Entzündung, wobei noch Untersuchungen ausstehen.
Unser kleines Baby war vollkommen gesund, durfte trotzdem nicht bei uns bleiben. Ich vermisse ihn in jeder Sekunde und habe immer das Bild vor Augen, wie er in meinen Armen lag. Friedlich schlafend und so vollkommen.
Im Moment bin ich wie in Trance, der Alltag ist ganz weit weg und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da jemals wieder "mitmachen" kann.
Es ist wie eine Nebelwand; ich im Nebel, alle anderen draussen.

Meine Frage an Euch:
Wann habt Ihr wieder das Arbeiten angefangen? Fandet Ihr es im Nachhinein zu früh oder hat die Ablenkung gut getan?

Sorry für#bla

Liebe Grüße
laura mit #stern ganz fest im Herzen

Beitrag von chimara 01.08.07 - 20:41 Uhr

hallo laura,

#kerze für dein sternenkind. tut mir sehr leid das du dein kind verloren hast.

meine fg war damals in der 9 ssw und ich wurde dann für 1 woche krank geschrieben.

ich glaube allerdings das man das nicht so pauschal sagen kann wie lange die krankmeldung gehen soll.

das musst du und dein arzt entscheiden aber ich denke mal du wirst das am besten wissen was dir jetzt gut tut.

alles liebe sandra

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:23 Uhr

Hallo Sandra,

tut mir leid, dass du auch ein Kind gehen lassen musstest.
danke für die netten Worte...
Wurde heute für 2 Wochen krankgeschrieben. Dann sehen wir weiter, hat FA gesagt.

LG
laura

Beitrag von schnuffel06 01.08.07 - 20:42 Uhr

Hatte auch eine FG in der 22 Woche. Deswegen kann ich sehr gut nachvollziehen wie es dir geht. Unser Sohn war auch absolut gesund, bei uns war die NAbelschnur schuld... Bin nach 14 Tagen wieder arbeiten gegangen. Zu Hause wäre ich depressiv geworden. Habe mich nur hängen lassen, wollte niemanden sehen usw. Ich bereue es absolut nicht, die Arbeit tat mir sehr gut. Aber jeder Mensch ist da anders. Wenn du das Gefühl hast noch zu Hause bleiben zu wollen mach das. Alles ist erlaubt. Mein Chef hat sogar gedacht ich bleibe erst mal Monate zu Hause. Sie waren alle überrascht, haben sich aber über mein Anwesenheit gefreut.
So lass dich mal ganz lieb #liebdrueck. Auch wenn du es noch nicht glauben willst der Schmerz wird weniger. Als unser Kleiner Beerdigt wurde hat mir das sehr geholfen. Wenn es mir heute schlecht geht, gehe ich dort hin. Danach geht es mir besser. Hast du eine Hebamme? Ich hatte eine die hat mich nachher noch betreut. Das hat uns sehr geholfen. Wenn du magst kannst du mich auch alles über meine Visitenkarte fragen. Da kommen bestimmt noch viele Fragen.

Beitrag von mecky08 02.08.07 - 07:45 Uhr

Hallo Laura,

lass dich erst mal ganz doll #liebdrueck. Es tut mir sehr leid, dass du deinen #stern loslassen musstest.

Haben im Mai auch unsere Kleine in der 29. SSW gehen lassen müssen. Ich habe meinem Chef gesagt, ich komme im Oktober wieder. Habe allerdings schon ne Kleine Tochter, die mich ablenkt und mit der ich im Moment auch viel Zeit verbringen mag. Anders würde mir wahrscheinlich auch die Decke auf den Kopf fallen. Konnte mir auch vorher nicht vorstellen, wieder zu arbeiten, da ich sehr viel Kundenverkehr hab und es nicht ertragen hätte alle 15min. auf die Situation angesprochen zu werden #heul.
Mittlerweile ist das anders. Kann mir gut vorstellen wieder in die Praxis zu gehen, aber vorher machen wir noch nen schönen Familienurlaub. Allerdings haben sich für mich die Prioritäten im Leben ganz stark verändert. Die Arbeit ist mir lang nicht mehr soo wichtig, wie sie es war. An oberster Position ist jetzt mein allerliebster Mann (wir sind noch enger zusammengerückt) und meine Kleine Tochter.

Wir wünschen dir viel, viel Kraft für die nächsten Wochen.Es wird wieder besser. Und hör einfach in dich rein, überlege nicht was andere über dich denken, du und wie es dir geht ist im Moment wichtig, sonst nichts !!

Falls du jemanden zum reden brauchst, schau einfach auf meiner VK vorbei.

Melanie mit #stern und Jo fest an der Hand

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:27 Uhr

Hallo mecky,

danke für die lieben Worte...
es tut mir leid, dass du auch einen #stern hast.
Darf ich dich fragen, warum du deinen #stern gehen lassen musstest?
Bei mir steht das ja noch nicht fest und das belastet.

LG
laura

Beitrag von jutzi29 02.08.07 - 11:11 Uhr

Hallo Laura,

es tut mir schrecklich leid, was Dir passiert ist. Ich hatte im Oktober 2006 eine FG in der 23. ssw. mit Zwillingen. Ich war insgesamt nach der stillen Geburt 6 Wochen lang krank geschrieben. Ich hätte vorher auch nicht gehen können. Die Hormone spielten verrückt, ein Anruf von meinem Chef, wie lange ich noch krank sein würde ließ mich in Tränen ausbrechen. Ich habe einfach Zeit gebraucht, um wieder "stabil" zu sein und den Anforderungen im Job wieder gewachsen zu sein. Es nützt ja nichts bei irgendwelchen Sitzungen dabei zu sein und nicht konzentriert zu sein.

Das Bild mit der Nebelwand trifft's genau, so empfand ich es auch. Nach meine Rückkehr aus dem KH war ich 14 Tage nicht fähig irgendetwas im Haushalt zu tun, ich war unendlich müde.

Also ich habe die Zeit gebraucht und hätte mir nicht vorstellen können, nach 14 Tagen wieder zu arbeiten, dafür war auch die körperliche Umstellung zu heftig.

Ich drücke Dir die Daumen,
alles Gute für Euch.
LG
jutzi

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:31 Uhr

Hallo Jutzi,

danke für die lieben worte...
es tut gut, mit anderen "gleichgesinnten" darüber zu reden.
Warum musstest du deine 2 #stern gehen lassen? Gab es eine Ursache?

LG
laura

P.S.: bin jetzt erst mal 2 wochen krankgeschrieben, dann sehen wir weiter, sagt FA

Beitrag von jutzi29 03.08.07 - 21:29 Uhr

Hallo Laura,

bei mir ging es auch immer in 2-Wochen-Schritten, wie gesagt nach 6 Wochen bin ich wieder zur Arbeit.

Die Zwillinge waren laut Obduktion kerngesund, die Plazenta war in Ordnunge, es gab einen Verdcaht aucf Infektion, ich wurde pauschal mir Antibiotika vollgedröhnt. Aber die Abstriche ergaben minimale Mengen Bakterine, die meine FÄ für harmlos in der Menge hielt. Keine Ahnung, ich habe Wehen bekommen, 14 Tage im KH gelegen, der Muttermund verkürzte sich immer mehr, trotz Wehenhemmer war die Geburt dann nicht merh aufzuhalten, als einmal der Blasensprung da war...

Dieses Mal hate ich eine FG in der 8. ssw. wegen Windei/Windmole, das passiert halt häufig, häufiger als Zwillinge. Naja, beim ersten Mal hat sich die Eizelle in 2 Embryos geteilt, dieses Mal eben kein Embryo...

Ich denke häufig an die Zwillinge, ich träume, und ich hoffe, dass es bald doch mit einer "normalen" Schwangercshaft klappt. Ich tröste mich damit, dass die Zwillinge eben ungewöhn lich waren und der Körper dieses "Zuviell" nicht vertragen konnte und beim nächsten Mal wird alles gut. Die beiden waren echte Wunschkinder, wir haben uns so irre auf die beiden gefreut, unsere Familien und Freunde waren so begeistert, kommt ja nicht so häufig vor, auch noch eineiig und zwei Jungs, wir waren happy...

Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du Dir Zeit nimmst, gehe nicht zu früh zur Arbeit... Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es bald wieder bei Euch klappt....

LG
jutzi

Beitrag von laura80 04.08.07 - 17:03 Uhr

Hallo jutzi,

bei mir war es ähnlich. Hatte allerdings zuerst einen Blasensprung mit starken Blutungen und Wehen. Habe dann auch Antibiotika bekommen, wegen Verdacht auf Infektion. 2 Tage später habe ich meinen #stern normal zur Welt gebracht. Wehenhemmer habe ich nicht bekommen, dachte immer, dass das vor der 26. ssw nicht gemacht wird. Anscheinend ist es Ermessenssache. In 1 Woche sind die Ergebnisse der Plazenta da wegen möglichen Infektionen.
Würde wirklich gerne wissen, an was es lag, damit man nächstes mal was anders machen kann.
Ich kann mir gut vorstellen, wie groß die Vorfreude war. Das war bei uns ähnlich.
Ich denke, dort wo die Freude, dort wird auch der Schmerz geteilt werden.

Alles Gute für dich

LG
laura

Beitrag von tweets 02.08.07 - 11:59 Uhr

Hallo Laura!

Es tut mir sehr leid das du dein Sternchen gehen lassen musstest!

Habe meine kleine Zoé in der 40. SSW still geboren,
das war am 10. Juli. Unsere Maus war vollkommen gesund und ich werde nie verstehen warum wir sie nicht behalten durften.

Ich werde versuchen im September wieder arbeiten zu gehen, jetzt fühle ich mich dazu noch nicht in der Lage, verlasse kaum das Haus und fühle mich nicht wohl mit vielen Menschen um mich herum.

Fände es für mich zu früh jetzt wieder arbeiten zu gehen, es hat was alltägliches, normales und momentan hab ich nicht annähernd das Gefühl das irgendetwas normal ist und ich werde auch noch etwas Zeit brauchen um in den Alltag zurück zu finden.

Ich denke das jeder für sich entscheiden muß wann der richtige Zeitpunkt ist wieder arbeiten zu gehen, der eine braucht die Ruhe und der andere muß etwas zu tun haben.

Ich bin mir sicher das du die für dich richtige wahl triffst!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft in dieser schweren Zeit!

LG Tweets

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:37 Uhr

Hallo tweets,

es tut mir leid, dass du dein#stern gehen lassen musstest.

danke für die aufmunternden Worte.
ich finde es auch sehr problematisch, den alltag wieder aufzunehmen, als wäre nichts gewesen; ich denke ich muss mir die zeit nehmen, um zu verarbeiten, sonst verdrängt man nur.

Alles Gute für dich
LG
laura

Beitrag von tabada 02.08.07 - 15:35 Uhr

Hallo Laura,

#liebdrueck ... es ist so schlimm, es tut mir so leid.

Ich habe auch in der 22. Ssw. eine Fg gehabt - bei uns liegt es wohl an einer Gebärmutterhalsschwäche - konnte nie definitiv bestätigt werden weil ich und Ben eingentlich kerngesund waren - dennoch durfte er nicht leben #heul
Bei mir war es so, dass ich "offiziell" zwei Wochen im Krankenstand war - bin aber immer wieder in unsere Firma gefwesen (sind selbständig) um mich ein wenig abzulenken bzw. um nicht alleine zu sein. Tatsächlich gearbeitet hab ich dann nach zwei Wochen - anfangs habe ich wie eine Maschine funktioniert. Mein mann und meine Mama haben sehr viel im haushalt übernommen und mich nach und nach eingespannt, damit ich wieder ins Leben zurückfinde. Hoffe, du hast auch liebe Mensche um dich die dir helfen.

Bei mir war die FG am 21. April 07, die Zeit vergeht - der Schmerz wird zwar weniger aber die Sehnsucht und Trauer sind immer noch da. Wir haben beschlossen es noch einmal zu versuchen .... mal sehen wie lange es dauert und ob es beim zweiten Mal besser ausgeht.
Ich wünsche dir viel Kraft für die nächsten Wochen - es ist eine Berg-und-Talfahrt, es kommen immer wieder Situationen in denen du nichts und niemanden sehen oder hören willst, aber glaub mir es wird etwas leichter. Irgendwann beginnt man zu begreifen, dass das alles nicht nur ein schlechter Film war sondern, dass man es selber erlebt hat - das ist dann wieder ein Rückschlag aber danach wird´s einfacher.
Alles Gute
Tabada mit #stern Ben

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:44 Uhr

Hallo Tabada,

danke für die lieben Worte...
Es tut mir leid, das du deinen #stern gehen lassen musstest.
Es ist schön zu hören, dass es besser werden soll.
Bin für 2 Wochen vorerst krankgeschrieben.

Drück dir die Daumen für deinen KIWU

LG
laura

Beitrag von brisch 02.08.07 - 15:43 Uhr

Hallo Laura,

wir haben im am 04.07.06 unsere Annika in der 23. SSW verloren.
Für mich war es unheimlich wichtig, mit allen darüber zu reden(Familie, Freunde). Zum einen, um sich selbst alles von der Seele reden zu können, zum anderen, weil ich wüsste, wie unendlich schwer es anderen fallen muss, auf mich zuzugehen.
Im nachhinein war das auch genau das Richtige für mich.
Ich bin nach knapp zwei Wochen wieder arbeiten gegangen, einfach um mich abzulenken und wieder zu leben. Es vfel mir aber auch sehr schwer, einfach wieder jeden Mrgen aufzustehen und alles wie gewohnt zu zun. Nichts war mehr wie vorher und das ist es bis heute nicht.
Der Td von Annika hat uns als Menschen aber auch als Par sehr verändert, und das nicht negativ.
Ich kann Dir nur sagen, tu das, was Du für richtig hälst. Lass Dir bloß nicht reinreden. Es wird dir lange nicht gut gehen, aber es wird besser.
Ich sage immer: 90% der Zit kann ich gut damit umgehen und die anderen 10% gönn ich mir als Trauerzeit auch noch nach über einem Jahr.

Ich wünsche Dir, dass Du für dich/euch den richtigen Weg findet, denn nichts ist schlimmer, als falsch verarbeitete Trauer.

Beitrag von laura80 02.08.07 - 19:49 Uhr

Hallo brisch,

es tut mir leid, dass du deinen#stern gehen lassen musstest. Darf ich dich fragen, was die Ursache war?
Danke für deine lieben Worte.
Ich merke auch, dass mir drüber reden bzw. schreiben hilft.

LG
laura

Beitrag von fipslmaus 02.08.07 - 20:14 Uhr

Meine Linda wurde am 04.07.2006 per Ks geholt und ist am 05.07.2006 gestorben. Ich war auch Anfang 23 Woche. Bin nach 14 Tagen wieder arbeiten gewesen und das war gut so. Es lenkt ab. Ich hatte ne zeit lang Probleme mich zu beschäftigen. Hatte zu nix Lust. Mit meinem Mann bin ich enger zusammengewachsen. Ich habe viel geredet und darüber geschrieben. Zeit heilt wirklich die Wunden. Ich merke wie ich langsam daran denke erneut schwanger zu werden. Kopf hoch und alles Gute.

Beitrag von sonnenschein68 14.08.07 - 11:18 Uhr

hallo,

wir mussten leider im oktober 06 in der 26sww unser kleine tochter gehen lassen - diagnose: plazentainsuffizienz.
die ersten zwei wochen waren mit diversen amtsgängen und zig anderen dingen beschäftigt, dass wir gar keine zeit hatten das alles zu verarbeiten. 5 wochen mach der stillengeburt bicn ich wieder arbeiten gegangen - dachte auch das hilft, das lenkt mich ab - bin heute der meinung, dass ich zu früh zur arbeit gegangen bin. zumal meine kollegen/innen mit dieser situation überhaupt nicht umgehen konnten und bis heute noch nicht können.

im mai 07 mussten wir leider auch unsere zweite tochter in der 14 ssw gehen lassen - da bin ich nach 2 wochen wieder zur arbeit gegangen. die ersten paar tagen waren sehr schwierig. da die lieben kollegen/innen wieder nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollten. ich habe allen gesagt, dass ich mein baby verloren habe und weiter nicht darüber sprechen möchte. gleichzeitig habe ich sie darum gebeten, sich mir gegenüber ganz normal zu verhalten.
was nach wie vor für den einen oder anderen sehr schwierig ist.

die "nebelwand" wird sich nach und nach lichten und es wird von tag zu tag besser.
was mir sehr geholfen hat war die beerdigung unserer kleinen - es war zwar ein sehr schwerer gang, aber es hat auch geholfen sich zu verabschieden. auch haben wir dadurch eine "anlaufstelle" für unser zwei sternchen.

ich wünsche dir ganz viel kraft für die nächsten tage und monate

alles liebe
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#stern