mein vater und ich... (sehr lang)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von manu0376 01.08.07 - 23:07 Uhr

hallo ihr lieben,

muß mich jetzt mal ein bißchen bei euch ausheulen, weil ich langsam nicht mehr weiß, was ich überhaupt denken soll..
vielleicht denk ich auch einfach zu viel und sollte es einfach lassen #gruebel

ich bin 30 jahre alt, habe 2 süße kinder von 21 monaten und 6 jahren. nachdem das zusammenleben mit dem papa meiner tochter (21 mon) nicht recht geklappt hat, bin ich vor kurzem wieder in meine heimatstadt, wo auch meine eltern wohnen, gezogen.
auch, weil mir meine eltern irgendwie fehlten... sonst sah ich sie ja nur alle 8 wochen oder weniger.

in dieser zeit habe ich mich schon öfter mit meinem vater gestritten und das tat mir immer sehr weh (auch wenn ich irgendwie denke das ich mit meiner ansichtsweise recht habe).

mein vater ist der meinung ich habe nichts, ich bin nichts, aus mir wird nie was werden. ich habe in seinen augen den falschen freund weil dieser "kein geld" hat...
in seinen augen werde ich es nie zu was bringen.

jaaa.. aber meine schwester (27), die hätte es geschafft. sie hat schließlich schon ein haus gebaut, hat 3 kinder und ist verheiratet
(wozu ich sagen muß das das grundstück und startkapital dafür von ihren schwiegereltern kam)

wenn ich antworte das sie dafür ne menge schulden hat kommt dann immer nur "rindv... aber gschafft hat ses, zahln no a paar jahre und dann hat sies geschafft"...

und ich? ich wohne mit meinen beiden süßen alleine in einer wohnung, lebe von arbeitslosengeld2 und habe noch kein haus gebaut - geschweige denn geheiratet.

wenn ich zu meinem vater sage das ich froh und glücklich bin, wenn mein großer abends zu mir kommt, mich in den arm nimmt und sagt "mama, ich hab dich tausendmal lieber wie die ausserirdischen und dinosaurier und alle kinder der welt ihre mamas lieb haben".. und das geld nicht alles ist, lacht er mich aus.
was ich denn wolle, ich soll mir doch einen reichen mann suchen dann wär ich auch was.
ohne geld sei man heutzutage gar nichts.

noch habe ich ein (sehr billiges) auto... im moment sehr am klappern... und ich habe angst damit zu fahren weil ich nicht weiß was kaputt ist.
meine eltern haben eine autowerkstatt, aber ihr dürft nicht meinen das mein vater das mal ansehen geschweige denn reparieren würde. "soll dein freund das doch machen"..
ergo, mein vater macht an meinem auto gar nichts.
(autowerkstatt kann ich mir nicht leisten) und mein freund hat dafür nicht wirklich zeit.

das tut mir weh, wäre ich ein fremder kunde, der zahlt und alles ja dann könnte ich sofort kommen.

aber ich bin ja nur die, aus der nichts wird.

meine mutter? die hällt sich bei unseren streiterein raus. mir gibt sie recht, wenn wir danach darüber reden aber ich möchte nicht wissen was sie zu meinem vater sagt wenn sie mich ausrichten.

natürlich wäre ich froh mehr geld zu haben - vieles wäre einfacher, selbstverständlich würde ich gerne irgendwann einmal heiraten, wenn ich es mir finanziell leisten könnte würde ich auch sofort ein haus bauen.

bisher war dem aber nunmal nicht so, ich habe mir meinen freund nicht nach dem bankkonto "ausgesucht", sondern weil ich ihn liebe.
das mich der vater meines sohnes in der schwangerschaft sitzen hat lassen habe ich mir mit sicherheit auch nicht so gewünscht.

mein vater hat immer sehr viel und hart gearbeitet, war nie für uns da als wir kinder waren. immer nur geld, geld, geld...

ich erwarte nicht, das er mich finanziell unterstützt oder ähnliches, ich möchte einfach nur das er mich mein leben leben läßt und diese häßlichen worte und vorwürfe läßt.

natürlich, ich könnte mich einfach umdrehen und gehen, aber ich lasse mir nichts gefallen und rede immer dagegen.
meine mutter meint deshalb ist mein vater auch so, ich solle doch mal den mund halten.

warum? darf ich denn meine meinung nicht sagen?

meine beiden kinder liebe ich über alles, ich bin sehr sehr stolz auf meine süßen. und ihnen fehlt es an nichts.. wirklich, wir unternehmen sehr viel (schwimmbad, ausflüge, spielplatz usw)
und mein sohn zeigt mir ja das er mich auch sehr liebt.
meine kleine maus ist dafür noch ein bißchen zu klein ;-)

nur mein vater glaubt mir nicht das ich glücklich bin. glücklich, 2 liebe kinder zu haben - glücklich einen freund zu haben der ALLES für mich tun würde - glücklich ... ja... glücklich das bei mir nicht alles geld geld geld ist.

lg
manu0376

p.s. würde mich über eure meinung freuen #danke

Beitrag von annouk 02.08.07 - 00:10 Uhr

Hallo Manu,
ich denke dein Vater ist unglücklich, vielleicht weil er dich auch finanziell nicht so unterstützen kann wie er es möchte?! Ich denke er meint es nicht so wie er es ausdrückt, ich denke er möchte nur das ihr eine gute zukunft habt. Könnt ihr das Thema nicht umgehen?

Ich bin der gleichen Meinung wie du, Glück statt Geld!
Was aber viele nicht verstehen, selbst Leute die sich deine Freunde nennen. Als die Schwangerschaft begann, kurz nachdem eine Freundin auch schwanger wurde, durfte ich mir Sachen anhören, wie Z.B : also wir haben die besseren Startmöglichkeiten für ein Familienleben wir haben ein Haus zwei grosse Autos! Was habt ihr? Nur ne wohnung und ein kleines Auto. Das verletzt einem sehr, aber wie du auch sagst fehlt es dem kleinen an nichts!!

Alles Gute Tina mit Marlon 8Monate

Beitrag von resca 02.08.07 - 11:12 Uhr

Hallo Manu!

Solche Streitereien mit dem Vater kenne ich. Konnte meinen Mund auch nie halten.

Weiss dein Vater, wie sehr er dich mit seinen Aussagen verletzt? Hast du es ihm schonmal gesagt? Meistens wird man bei solchen Diskussionen ja selbst immer patzig und gibt sich die Blöße vom Verletztsein nicht.

Das mit deinem Auto finde ich schon schlimm, weil es da auch um deine Sicherheit und die der Kleinen geht. Das würde ich als Großvater nicht in Kauf nehmen, nur aus Sturheit.

Was deinen Vater dazu treibt so respektlos über dich zu denken, weiss ich nicht? Aber deine Mutter finde ich ja fast noch schlimmer. Immerhin sagt der Vater geradeheraus was er denkt, aber sie steht eigentlich hinter dir, traut sich nur nicht offen, dich in Schutz zu nehmen. Das ist nicht OK!

Und was sagt deine Schwester dazu?

Setze dich doch mal mit deinen Eltern an einen Tisch, womöglich auch mit deinem Freund und erzähle ihnen, wie weh sie dir eigentlich tun. Das kann doch keine Eltern kalt lassen!

LG, resca

Beitrag von manu0376 02.08.07 - 12:00 Uhr

hallo resca,

denke schon das mein vater weiß das er mich mit seinen aussagen verletzt. aber es ist ihm egal. gefühle? kennt mein vater nicht.
da sind schimpfwörter an der tagesordnung. egal ob er mit mir alleine ist oder kundschaft daneben steht.
er behandelt aber alle leute so (auch die angstellten z.b.) und meint er is der chef und alle anderen sind nichts wert.

warum er zu mir so ist weiß ich nicht, weil ich es nicht anders kenne. ich trinke keinen alkohol, nehme keine drogen, gehe nicht weg... bin also eine ganz brave #freu

meine schwester ist derselben meinung wie mein vater, nämlich das sie es ja geschafft hat weil sie schon ein haus gebaut hat.
gibt sich als hätte sie viel geld aber ich möchte nicht wissen wie es auf deren konto aussieht.

naja und meine mutter, sie hat angst vor meinem vater.
sie streiten sehr oft, weil meine mama immer um geld betteln muß. sie bekommt in der woche 50 euro (!!!!) haushaltsgeld für meinen bruder und meine eltern. wobei mein vater aber jeden morgen frische semmeln auf dem tisch möchte.

ich möchte doch einfach eine ganz normale familie haben, wo man, wenn man sie besucht nicht das gefühl hat nicht willkommen zu sein. (komme ich mal mittags z.b. vorbei weil ich was fragen muß oder mit meiner mutter was vorhabe heißt es "jetzt frißt sich die wieder bei uns durch")

mit meinen eltern an einen tisch setzen geht nicht, mein vater hat das sagen, er hat recht mit dem was er sagt und alle anderen haben still zu sein.. so meint er.

naja.. wahrscheinlich sollte ich mal ein buch schreiben... denke das könnte sich lohnen #cool

lg
manu0376

Beitrag von coppeliaa 02.08.07 - 12:40 Uhr


dein vater ist ja ein ding....

"naja und meine mutter, sie hat angst vor meinem vater."

da wundert es mich aber nicht, wenn sie nicht offen stellung bezieht, die möchte sich einfach nicht noch mehr ärger einhandeln! deiner mutter darfst du nicht böse sein.

ehrlich: dein vater wird es nieeee kapieren. für ihn ist der einzige gradmesser geld. außerdem ist er ja der allmächtige chef, in der firma und zu hause.

"mein vater hat das sagen, er hat recht mit dem was er sagt und alle anderen haben still zu sein.. so meint er."

was soll man da noch sagen? wie soll man so einen menschen ändern?

weiß nicht was ich dir raten soll. am besten wäre es vielleicht noch auf freundliche, sture schallplatte zu stellen. jedesmal den gleichen freundlichen satz a la ' schau, wir sind einfach anderer meinung, diskussionen bringen nix' wiederholen, und zwar ruhig.

ändern wird sich dein vater nicht! leider!

lg

Beitrag von resca 02.08.07 - 14:50 Uhr

So wie du es schilderst, sehe ich keine Hoffnung mehr, auf Einsicht auf deines Vaters Seiten. Der ist so festgefahren in seinen Meinungen, das bekommt man nicht mehr raus.

Es ist schwierig dir etwas Hilfreiches zu raten. Am Besten sein Geschwafel nicht ernstnehmen und schon gar nicht an dich ranlassen. Hol dir deine Anerkennung und Liebe bei deinem Partner und deinen Kindern.

Nicht alle Eltern sind liebevoll und können ihren Kindern das auch geben, was sie wirklich brauchen. Ich habe das selbst auch mit meinen Eltern erfahren. In der Zwischenzeit habe ich es akzeptiert, es tut trotzdem manchmal weh und ich kann es auch nicht lassen immer wieder dahin zu gehen. Deshalb will ich dir auch nicht raten, den Kontakt abzubrechen.

Zu deiner Schwester möchte ich sagen, dass es keine großartige Leistung ist, sich ins gemachte Nest zu setzen. Es ist schön wenn man die finanziellen Vorraussetzungen hat, aber nicht jeder hat das Glück.

Wenn deine Mutter Angst vor ihm hat, kann ich verstehen, dass sie nicht offen Partei ergreift. Hat sie denn schonmal überlegt sich zu trennen? Für sie ist das doch auch nicht schön!

LG, resca

Beitrag von alpenbaby711 02.08.07 - 12:15 Uhr

Sorry wenn ich das so sage aber dein Vater ist ein ganz armseliges Würstchen wenn er sowas sagen muss. So einer hätte besser keine Kinder machen sollen wenn er nur sowas sagt und nicht für sie da sein kann. Außer materiellen ist ihm wohl nichts wichtig. Solche Leute braucht die Welt nicht. Ganz ehrlich wenn jemand so redet wie er macht mich das sauer. Freu dich das wenigstens deine Mutter hinter dir steht obwohl ich es bitter finde das sie nicht zeigen kann das sie für dich da ist. Freu dich das trotzdem aus dir ein Mensch mit Werten geworden bist. Und du lebst dein Leben richtig.
Ela

Beitrag von countrylady1221 02.08.07 - 14:13 Uhr

Hi, manu

beim Durchlesen hab ich gleich gedacht: "Ach herrje, noch so einer!" Tröste Dich, ich hab auch so nen "Vater". Herrschsüchtig, cholerisch, rechthaberisch und besserwisserisch, gefühlskalt. Nichts ist recht, egal wie man`s macht. Man hat den falschen Freund/Mann, die Kinder sind verzogen, als Nur-Hausfrau ist man ja nur zu faul zum arbeiten, #bla
Nur eine Kleinigkeit ist bei uns anders: mein Vater ist schon in Rente, was bedeutet, dass er zuviel Zeit zum Nachdenken hat und auf noch blödere Ideen kommt. Alle um ihn herum werden niedergemacht, unverschämt betitelt (vor allem meine Mutter).
Bei mir hat er das auch jahrelang gemacht und ab und zu kommts mal wieder vor. Vor allem meinen Mann hat er auf dem Kieker. Er ist in seinen Augen nur ein popliger "Strippenzieher" und hat auch bloß den Hauptschulabschluss - also definitiv nicht auf der gleichen Stufe. Wir haben jahrelang die Klappe gehalten um des lieben Friedens willen, aber inzwischen hat mich eine Erkenntnis ereilt: Mein Vater ist vollgepumpt mit Minderwertigkeitskomplexen. Er hat das, was er in seinem Leben erreicht hat (und das ist meines Erachtens nicht sonderlich viel) nur durch Unterstützung und Mithilfe anderer erreicht (vor allem durch die Rückendeckung und finanzielle Mitarbeit meiner Mutter). Er hat keine Hobbies, keine Freundschaften oder andere sozialen Kontakte. Er sitzt den ganzen Tag zu Hause rum und grübelt. Es gibt da ein wirklich klasse Lied von Nena. Vielleicht kennst du es ja: "Arschloch". Der Refrain lautet "... und du machst andere klein, um selber größer zu sein." Und genau das ist der Punkt. Durchleuchte mal das Leben Deines Vaters. Nach dem was du schreibst, denke ich auch, dass seine Angestellten und die Familie zwar einen Heidenrespekt vor seiner cholerischen Art haben - aber wirklich RESPEKTIERT und anerkannt wird er nicht. Er definiert sich und andere nur über das, was sie haben oder auch nicht haben - deine Schwester nimmt diese Eigenart auch schon an, weil sie es nicht anders kennt und wahrscheinlich auch mit dir um die Liebe und Anerkennung eures Vaters buhlt (kenn ich von MEINER Schwester übrigens auch). Da kannst du aber leider nichts dran ändern, deine Schwester wird das irgendwann selber merken oder halt auch nicht. Gönn ihr ihren "Reichtum", bedenke, dass sie es nur durch Heirat und Sponsoring erreicht hat und nicht durch eigener Hände Arbeit.

Was ich dir raten kann - bei mir hilft das manchmal. Leg dir selbst eine andere Sichtweise zu. Das, was du hast, nämlich zwei süße, gesunde, fröhliche Kinder, einen lieben Freund. Du selbst bist, wie ich hoffe, auch gesund und noch jung genug, dein Leben umzukrempeln und es so zu leben, wie DU es möchtest. Wie alt jetzt deine Eltern sind, hast du nicht geschrieben, aber wenn es deinem Vater so geht wie meinem (59), dann sieht er langsam seine Felle davonschwimmen. Sein ganzes Leben verlief viell. nicht so, wie er es sich vorstellte und er macht dafür mit Vorliebe andere verantwortlich (ist schließlich am einfachsten) - vorzugsweise seine Frau, da sie ja permanent für Angriffe zur Verfügung steht und sich nicht wehrt. Auch der Kontrollzwang deines Vaters bez. des Haushaltsgeldes spricht dafür. Ihr soll es genaus mies gehen wie ihm. Dein Vater ist ein sehr unzufriedener Mensch, der es nicht sehen kann, wenn andere "unmateriell" glücklicher sind als er "materiell". Eigentlich kann er einem doch leid tun, oder?

Ich persönlich streite mit meinem Vater schon lange nicht mehr. Hab ich aufgegeben. Macht nur die Nerven kaputt. Wenn er mal wieder meint, auf mir oder meinem Mann rumzuhacken oder irgendwelche verletzenden Bemerkungen über meine Mutter loszuwerden, dann grinse ich ihn nur an und sag .... gar nichts. Das bringt ihn entweder erst recht auf die Palme oder er hält den Mund - je nach Tagesform. Ab und zu habe ich aber auch passende verbale "Ohrfeigen" parat. Du musst dir nur langsam bewusst werden, dass du keinesfalls "schlechter" bist als er, nur weil du z. Zt. arbeitslos bist. Kümmere dich nicht so sehr um das Seelenheil deines Vaters sondern richte dir dein Leben so ein, wie du es haben möchtest und du dich wohlfühlst. Wenn möglich, such dir einen Job - und wenns auch nur ein Minijob ist. Das stärkt das Selbstwertgefühl. Und lass dich nicht von irgendwelchen Beleidigungen provozieren - sondern ziehe die Konsequenzen, indem du das Haus verlässt, mit der Bemerkung, dass deine Kinder solche "schmutzigen" Ausdrücke nicht unbedingt vom Opa lernen müssen. Er könne sich ja wieder melden, wenn er sich den Mund mit Seife ausgewaschen hat (MEIN Vater stand nach dieser Aussage mit offenem Mund im Wohnzimmer und war sprachlos).

Und was mir persönlich sehr oft durch den Kopf geht: Mir tun die Menschen leid, die sich - vielleicht völlig unbeabsichtigt - alle und jeden zum Feind machen, weil sie so verbohrt in ihren Ansichten und so verletzend und egoistisch sind. Wenn sie eines Tages auf dem Sterbebett liegen und kapieren, dass sie viele Freunde und Verwandte durch ihre Art vergrault haben, ist es zu spät.

Ich hoffe, ich konnte dir - bei dem Roman, den ich geschrieben habe - ein paar Denkanstöße geben. Viel Glück und starke Nerven

Gruß
C.

Beitrag von hanna1011 02.08.07 - 15:02 Uhr

Hallo Manu,

deine Story hier zu lesen, ist ein wie ein Kapitel aus meinem eigenen Leben.
Meine Eltern haben sich mir gegenüber nie anders verhalten und ich hänge immer noch auf dem selben Standpunkt. Ich muß was studieren und mir Anerkennung verdienen.
Da es mir in meiner Beziehung gerade auch ziemlich bescheiden geht, ich den Kontakt zu den Eltern abgebrochen habe (es kommen da noch einige andere Probleme außer "du bist ein Niemand, du hast keine Freunde, kein Geld, keinen Job und keinen vernünftigen Mann") versuche ich gerade krampfhaft, mich in endgültig in ein besseres Leben zu beamen. Leider ist beamen nicht so einfach....
Eine solche Haltung der Eltern ist schmerzhaft, man kann sich nur distanzieren. Was sich dahinter verbirgt lässt sich mutmaßen...mir ist es immer schwergefallen "Elternliebe" dahinter zu finden. Besonders wenn ich mir vorstelle, dass ich unfähig sei, so mit meiner Tochter zu reden...
Kopf hoch! Wir gehen doch unseren eigenen Weg, oder?

LG Nina

P.S. im übrigen finde ich das Verhalten deiner Mutter recht feige. Meine Oma war auch immer so...heut kann ich so ein Verhalten nicht mehr ausstehen..

P.P.S. ich klinge recht drastisch bin aber eigentlich ein großes Weichei :-D

Beitrag von manu0376 02.08.07 - 15:38 Uhr

hallo ihr lieben,

ihr seid wirklich lieb #kuss

dachte, es kommen sicher einige stimmen von wegen ich sei eifersüchtig auf meine schwester (was ich mit sicherheit nicht bin!)
aber es ist schön zu hören das ich mit meiner ansicht der dinge doch nicht so falsch liege.

das ich meinen vater nicht mehr umkrempeln kann ist mir klar. er war schon immer so - nur wird es irgendwie immer schlimmer habe ich das gefühl.

meine mama sagt, er habe gefühle von opa und oma (die beide nicht mehr leben) nicht gelernt. und ist deshalb auch z.t. so.
aber ich habe sie, wenn mans genau sieht auch nicht "gelernt" sondern ich bin halt einfach so wie ich bin.

meinen vater sprachlos machen geht nicht, man wird immer einen blöden kommentar nachgeworfen bekommen.

als meine oma vor einigen jahren im sterben lag war er der einzige von seinen geschwistern der nicht im kkh war als es soweit war. (keine zeit wegen firma!!!)
natürlich ist er auch deshalb mit seinen geschwistern zerstritten.
sie haben sich jahrelang alle um oma gekümmert (war pflegefall) nur mein vater war nicht da als man ihn brauchte.

wenn ich mit meinem vater wieder mal streite, sage ich dann immer das er sicher mal froh sein wird mich zu haben. denn wer weiß was später mal ist (er ist übrigens 56).
nur dann lacht er und sagt "dich? ich brauch keinen!"

aber das er z.b. die firma ohne meine mutter nicht hätte (sie macht büro- und bankangelegenheiten) das sieht er nicht.

wenn wir streiten fange ich oft an zu schlucken weil ich meine tränen versuche zu unterdrücken... aber das läßt ihn kalt und er macht munter weiter.

weil jemand schrieb, ob meine mutter schonmal daran dachte meinen vater zu verlassen... ja das tat sie schon oft.
sie war auch schon mal bei einer rechtsanwältin um sich rat zu holen. aber meine mutter hat wie gesagt angst vor meinem vater so das sie sich nicht traut diesen schritt zu machen.
finanziell stände sie noch schlechter da als jetzt (mein vater würde sie eher erschlagen als nur einen cent unterhalt zu zahlen) und das möchte sie nicht weil sie eben angst hat - sagt sie.

naja, ich muß mit dem allem leben und versuchen die worte meines vaters nicht mehr so nah an mich ran zu lassen.
leider ist das oft leichter gesagt als getan.

ich danke euch sehr für eure lieben worte!
lg
manu0376 #sonne