Behördendschungel-kennt sich da jemand aus?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tanakin81 02.08.07 - 09:53 Uhr

Hi Ihr Lieben!

Ich bin seit einigen Tagen auf den ämtern unterwegs um herauszufinden, was mir jetzt eigentlich zusteht und keiner kann mir was sagen, bzw. werde ich durch die Gegend geschickt, was jetzt echt anstrengend is...

Meine Situation: Ich habe 1 Jahr gearbeitet und hatte einen befristeten Arbeitsvertrag bis 30.08., welches auch mein Geburtstérmin ist.. So , derzeit bekomme ich Mutterschaftsgeld bis 30.08. vom Arbeitgeber und Krankenkasse.

8 Wochen nach der geburt bekomme ich das nur noch von der Krankenkasse, weil ich ja nicht mehr beschäftigt bin und das abzusehen war...
Ich hatte mich 3 Monate vor Ablauf meines A-vertrages arbeitslos melden wollen, die sagten, ich solle jetzt nochmal kommen um mir gestern zu sagen, dass ich gar keinen Anspruch auf Arbeitlosengeld o-ä. habe, sondern das nur das Elterngeld deckt, was ich an Bedarf habe, weil ich ja gar nicht vermittelbar bin..
okay, soweit verstanden, aber stimmt das? Sollte das Eltergeld nicht reichen, könnte ich noch Sozialgeld beantragen. okay. Aber was ist in den 8 Wochen nach der geburt.. soll ich da von ca.300 EUR von der KK leben(13EUR pro Tag)?

Wer trägt denn in der zeit, in der ich zuhause bin, meine KK z.B.? das hätte normalerweise das Arbeitslosengeld gemacht..

Kennt jemand das?

LG teresa 37.SSW

Beitrag von rikku24 02.08.07 - 09:55 Uhr

Kein Abeitslosengeld? Ist doch Blödsinn. Steht dir sehr wohl zu, wenn der Arbeitgeber deinen Vertrag nicht verlängert.

LG
Rikku + #baby boy felix 24ssw.

Beitrag von kati543 02.08.07 - 10:12 Uhr

Nicht in Mutterschutz. Ist tatsächlich so. Kein Blödsinn. Hätte sie bereits ALG1 erhalten, würde sie pünktlich 6 Wochen vor ET ein Schreiben erhalten "Aufhebungsbescheid" für ALG1 mit der Begründung: Bezug von Mutterschaftsgeld. Das habe ich schon durch und es stimmt so.

Beitrag von netzi 02.08.07 - 09:58 Uhr

Hallöchen,

bei der Krankenkasse bist du beitragsfrei versichert.

Gruß Netzi
30+4

Beitrag von sabse2007 02.08.07 - 10:03 Uhr

hallo,
also das stimmt!!!
Du hast keinen Anspruch auf ALGI weil Du nicht mind. 15 Std./wö. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst....
Du bekommst in dieser Zeit Elterngeld und kannst zusätzlich ALGII (Hartz IV) beantragen.

Solltest Du Dich doch dem Arbeitsmarkt über 15 Std. zur Verfügung stellen hast Du ab dann einen Anspruch auf ALGI- allerdings nur in der Anteilmäßigen Höhe/Stunden dennen Du Dich zur Verfügung stellst.... (sagst Du kannst VZ arbeiten= volles ALGI... sagst Du hingegen nur 20Std= auch nur halbes ALGI )...

LG Sabrina

Beitrag von sabse2007 02.08.07 - 10:05 Uhr

Ach ja die Krankenkasse ist dann ebenfalls über die Arge abgesichert!!!!

LG Sabrina (die vom Fach ist #hicks )

Beitrag von tanakin81 02.08.07 - 10:07 Uhr

okay,a lso Hartz4.. das hätte die mir beim Arbeitsamt aber doch sagen müssen oder? schicken die mich einfach weg.. und was ist dann dieses Sozialgeld? ist das SGB? und wann greift das?
Danke nochmal

Beitrag von sabse2007 02.08.07 - 10:11 Uhr

ich würde sagen das fällt unter den Begriff Sozialgeld (Sozialgeld/hilfe gibts ja eingentlich seit 2005 nicht mehr)...
hat sich nur nicht so Eingebürgert!!!

Die hätten Dir das schon sagen sollen- zumindestens das es die Möglichkeit gibt!!!

Das fällt beides unter das SGB (ALGI, ALGII)....

Beitrag von tanakin81 02.08.07 - 10:12 Uhr

okay! Vielen Dank, dann geh ich da gleich morgen nochmal hin;)

Beitrag von sabse2007 02.08.07 - 10:14 Uhr

Ja mach das!!!
Nimm auf alle Fälle Deinen Perso mit!!!
Falls Du fragen zum Antrag selbst hast- kannst Du mich gerne über VK anschreiben!!!
LG Sabrina

Beitrag von summer3103 02.08.07 - 10:13 Uhr

Hi,

was ist eigentlich mit dem Kindsvater? Der ist naemlich eigentlich fuer Dich & das Baby unterhaltspflichtig... #kratz


LG,

Summer.

Beitrag von rikku24 02.08.07 - 10:14 Uhr

Achja, stimmt. Bekommt man ja jetzt Hartz 4, statt ALG1 wenn man die 15 STD regelung nicht erfüllen kann. Hatte ich vergessen. Sorry!
Naja, durch das SGB 2 steig ich nicht mehr so ganz durch!

LG
Rikku + #baby boy Felix 24ssw.

Beitrag von sooza 02.08.07 - 10:18 Uhr

Hallo Teresa,

prinzipiell ist es in der Tat so, dass Du Dich während der Elternzeit nicht arbeitslos melden kannst, da Du ja da nicht vermittelbar bist. Man kann nicht gleichzeitig ALG I und Elterngeld beziehen. Mit Einsetzen des Mutterschutzes melden die Dich automatisch ab. War bei mir auch so. Was die Höhe des Mutterschaftsgeldes für die 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt angeht, ich kriege von meiner KK genausoviel Geld wie ich vorher als ALG I erhalten habe, welches ich die 6 Monate vor Beginn des MuSchu bezogen habe. Danach kriege ich Elterngeld, allerdings wohl nur die 300 Euro Sockelbetrag, da ALG I bei der Berechnung des Elterngeldes nicht mit einbezogen wird. Du hast ja aber gearbeitet und erhältst so mindestens Deine 67% oder sogar mehr, wenn Du Geringverdiener warst.

Hast Du denn bei der KK schon Mutterschaftsgeld beanttragt? Ich meine, Du müsstest mehr als die 13 Euro bekommen. Frag doch noch mal konkret bei Deiner KK nach.

Und frag bei der Elterngeldstelle nach wie das ist mit dem Start des Elterngeldes. Das Elterngeld geht für die Mutter mit dem 1. Lebensmonat des Kindes los. Normalerweise kriegt man da von denen kein Geld, weil es mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet wird und dieses ja in der Regel höher liegt als das Elterngeld. Wenn nun in Deinem Fall das Mutterschaftsgeld unter dem Elterngeld liegt, müssten die Dir für die ersten 2 Monate doch eigentlich die Differenz drauf zahlen?! #kratz

Während der Erziehungszeit für das Kind bist Du (und Dein Baby) bei Deiner vorherigen KK betragsfrei versichert - vorausgesetzt, du warst in einer gesetzlichen Kasse versichert. Erst wenn die max. drei Jahre Erziehungszeit rum sind, musst Du Dich und das Baby entweder selber versichern oder bei Deinem Ehemann in die (noch) kostenfreie Familienversicherung gehen.

Viele Grüße
Sooza (39. SSW, ET -10)

Beitrag von kati543 02.08.07 - 10:19 Uhr

Also ich habe das auch alles durch:
Du bist während des Mutterschutzes in der KK beitragsfrei versichert. Normalerweise trägt die KK auch den Anteil des AG, wenn der wegfällt. Das sind dann logischerweise mehr als 13€.
Ansonsten steht dir das neue Alterngeld zu. In Höhe von 67% deines Einkommens. Wenn das nicht reicht, ist der Vater des Kindes dran mit zahlen - kann er nicht und fällst du unter des ALG2 Satz, kannst du ergänzendes ALG2 beantragen.
Ach ja: Elterngeld wird übrigens ab dem Tag der geburt gezahlt. Nur fällt das bei den meisten weg, da es mit Mutterschaftsgeld verrechnet wird und dies meist höher ist. Wenn du kein Mutterschaftsgeld bekommst, gibt es Elterngeld sofort.