Diagnose: ADS SiLoPo?

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von ancsanamun 02.08.07 - 11:44 Uhr

Hallo!

Hoffe ich bin hier richtig.
Nach mehreren Terminen habe ich heute das Ergebnis bekommen: IQ von min. 91 und ADS.
Den IQ konnte man nicht ganz bestimmen weil meine Tochter (ein Zwilling, fast 6 Jahre alt) die Tests nicht ganz so mitgemacht hat wie es geplant war.

Naja, ich habs geahnt, aber mir nicht gewünscht. Ende August werden dann möglichkeiten zwecks Thearpie besprochen etc.
Der Arzt sprach sogar mal davon das man dann gemeinsam mit Kind 14 Tage in eine Klinik geht. Wie soll ich das denn machen?

Ich weiss im moment nicht ob ich lachen oder weinen soll. Fühle mich etwas hilflos, habe auch Angst vor dem was kommt.
Ich bin ja mit den 3 Kids alleine, mein noch Mann kümmert sich so gut wie gar nicht um die Kids, nimmt mir sie nicht ab.
Ich bin so schon oft genug gestresst. Was soll werden wenn ich mich noch zusätzlich um Therapeuthische maßnahmen etc. kümmern muss?

Ach... alles doof im moment...

lg

Beitrag von alexunddominic 02.08.07 - 14:46 Uhr

Hallo!!

Sei erstmal lieb #liebdrueck Ich habe die Diagnose ADS letzten Monat bekommen. Ich muß sagen, ich war erleichtert, denn da wußte ich endlich, woran das Verhalten meines Sohnes liegt. Ich habe sehr darunter gelitten (zudem kam noch der Ärger mit seinem Vater, also meinem Exmann), dass ich teilweise schon darüber nachgedacht hab, Dominic wegzugeben. Ich war nervlich ziemlich am Ende.
Seit der Diagnose arbeite ich an mir und versuche in diversen Situationen anders zu einer Lösung zu gelangen.
Bei uns geht es nun so weiter: ich fange nächste Woche eine Elterntherapie an, wo mir praktisch beigebracht wird, wie man mit "solchen" KIndern und verschiedenen Situationen umgeht u.ä. Und mein Sohn steht auf der Warteliste zur 6wöchigen Tagesklinik. D.h. ich muß ihn 6 Wochen lang morgens ins KLinikum fahren, wo er ganz normal in die Schule geht, aber in ganz kleine Gruppen mit "gleichen" Kindern, danach Essen, Hausaufgaben, AUsflüge etc und um 16h hole ich ihn wieder ab. SO habe ich mal die Möglichkeit etwas herunter zu fahren, weil ich gerade mit den schulischen Problemen nicht direkt konfrontiert werde und man will halt schauen, ob man die Behandlung auch ohne Medikamente hinbekommt.

ALso ich hab schon viel von anderen gehört und muß sagen, ich bin begeistert vom KLinikum und der Art und Weise, wie das nun versucht wird zu behandeln.

Zudem hab ich mir nun auch eine Psychologin gesucht, mit der ich nun meine Probleme in Angriff nehme, wo aber nicht ausschließlich das ADS dazuzählt, sondern u.a. die sitationserschwerende "Beziehung" zu meinem Exmann.

ALso kurz: ich kann mit meinem SOhn seit der Diagnose ganz anders umgehen da ich weiß, dass das Fehlverhalten nicht mutwillig sondern krankheitsbedingt ist.

Ich wünsche Euch alles Gute, dass ihr die nächste Zeit gut in den Griff bekommt.

Ich würde mich auch freuen, wenn man evtl in Kontakt bleibt wg Erfahrungsaustausch.

GLG Alex mit DOminic (7) und Victoria (22 Monate)#herzlich

Beitrag von magdalena70 02.08.07 - 23:01 Uhr

Hallo,
wende Dich doch mal an das Jugendamt wegen Kurzzeitpflege für Deine beiden anderen Kids oder an die Caritas Beratungsstelle. Dann hättest Du bestimmt erst einmal "Luft" für die wichtigen 14 Tage zur Diagnosestellung bei Deiner Tochter und vielleicht auch schon wieder neue Ideen bis dahin, wie es dann weiterlaufen könnte.
Wünsch Dir viel Kraft und alles Gute
Claudia

Beitrag von gnomchen 03.08.07 - 07:42 Uhr

Hallo!

Ich habe auch einen Sohn (erst 4) aber es wurde schon ADHS festgestellt. Ich fand die Diagnose auch sehr erleichternt und unser leben regelt sich grad wieder.

Ich kann dir nur das Buch mit Elterleitfaden empfehlen . Es HEisst Wackelpeter und Trotzkopf

Dort wird alles super beschrieben und vorallem wird über Problemsituationen gesprochen.

Wünsche dir alles gute
Gnomchen

Beitrag von bensmutze 03.08.07 - 17:21 Uhr

Hallo Gnomchen,

du schreibst, bei deinem Sohn wurde nun schon sehr früh ADHS festgestellt. Ab wann hast du gemerkt, dass etwas an seinem Verhalten "anders" ist und woran?

Ich frage, weil ich einen recht lebhaften Sohn habe (19 Monate) und mich schon manchmal gefragt habe, ob man in dem Alter schon ADHS bemerken würde am Verhalten und wenn ja, woran?

LG
Claudia mit Ben *28.12.05 + #ei 11. SSW

Beitrag von michaellion 15.08.07 - 22:14 Uhr

Hallo,

Bei meinem großen Sohn sind wir nach jahrelangem hin und her mit Frühförderung, Ergo, späterer Einschulung, IQTest, Kinesiologie, Erziehungberatungsstelle, Test´s auf ADS usw endlich soweit das unser Arzt sagt wir es jetzt mit Tabletten probiern. Bei Michael wurde Konzentrationschwäche festgestellt und sie meinten er habe zu 90% ADS aber das könne man jetzt noch nicht auseinanderhalten und wir sollten in 2 Jahren wieder kommen#augen.
Wir sind schon soooo viele Jahre von einem zum nächsten gelaufen und inzwischen ist Michael schon soweit das er selber sagt *Mama was ist mit meinem Kopf los*. Ich bin so froh das er endlich Tabletten bekommt und währe heilfroh wenn er ADS hätte.
Ich hab hier auch so ein exemplar von Mann zuhause:-[. Ich drück Dich mal ganz lieb und schick Dir Kraft#herzlich

Die Krankenkasse bezahlt Dir eine Haushaltshilfe, frag dort mal nach#liebdrueck

lg kerstin