Wohnungskündigung - Bitte DRINGEND

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von accent 02.08.07 - 12:37 Uhr

Hallo,
eine Bekannte von mir, alleinerziehend mit zwei Kindern, hatte sich im Mai für eine billigere Wohnung beworben und gestern die Zusage bekommen.
In ihrer jetzigen Wohnung hat sie angeblich keinen Mietvertrag. Muss sie die 3-monatige Kündigungsfrist einhalten? Das wäre für meine Bekannte ein herber Schag. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass eine Wohnungskündigung, die am 2. Werktag des Monats beim Vermieter ist, noch fristgerecht ist. Im Klartext: Wenn sie heute kündigt, dann müßte sie bis einschließlich Oktober Miete bezahlen. Oder muss sie eventuell fen November auch noch Miete bezahlen.
Ich hoffe, dass hier jemand einen kompetenten Rat geben kann, damit meine Bekannte u.U. heute noch die Kündigung abgeben könnte.
Vielen Dank
Linda

Beitrag von maeuschen06 02.08.07 - 12:46 Uhr

Hallo,

die Kündigung muss bis zum 3. Werktag beim Vermieter sein, dh. in diesem Monat spätestens am Freitag. Wichtig: Empfang quittieren lassen oder neutralen Zeugen mitnehmen. Dann wirkt die Kündigung zum 31. Oktober.

lg

Beitrag von babsi1785 02.08.07 - 13:27 Uhr

Wenn sie keinen Mietvertrag hat, kann sie packen und gehen. *G*

Beitrag von bezzi 02.08.07 - 13:58 Uhr

Was ist dann das für eine unqualifizierte Antwort.

Oder war das ironisch gemeint ?

Beitrag von schnuffinchen 02.08.07 - 14:21 Uhr

Völliger Blödsinn.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten...

Beitrag von bezzi 02.08.07 - 13:30 Uhr

Auch wenn sie keinen schriftlichen Mietvertrag hat muss sie sich an die Kündigungsfrist halten. Wie meine Vorschreiberin schon korrekt schrieb, muss die Kündigung nachweislich bis spätestens Freitag 03.08.07 beim Vermieter eingegangen sein.

Ein Gespräch mit dem Vermieter schadet aber sicher nichts. Wenn der schon keinen Wert auf einen schriftlichen Vertrag legte, ist's vielleicht auch recht, wenn sie früher raus geht.
Das würde ich dann aber auf jeden Fall schriftlich fixieren.

Beitrag von nobility 02.08.07 - 17:14 Uhr

Hallo,

Ja was soll man dazu sagen?

In aller Regel erhält der Mieter spätestens bei der Wohnungs- und Schlüsselübergabe den Mietvertrag. Bei anderen Vermietern wieder nach der 1. Mietzahlung und der Kautionszahlung oder der 1.Rate der Kautionszahlung.

Warum das hier anders ist? Na ja.

Ich sags halt mal so wie es evtl sein könnte.

deine Bekannte hat den Vermieter mehrmals an die Hergabe des Mietvertrages mündlich erinnert und diesen zuletzt auch schriftlich angemahnt.

Der Vermieter hat auf diese Erinnerungen und Mahnung nicht reagiert.

Das würde zu einer berechtigten außerordentlichen Kündigung ( natürlich per E/R ) führen, wegen Ermangelung des Zustandekommens eines für den Mieter verbindlichen Mietvertrages.

Hinweis:
Als User in diesem Forum kann ich natürlich keine Rechtsberatung i.S.d. Rechtsberatungsgesetzes http://www.gesetze-im-internet.de/rberg/BJNR014789935.html machen, weder indviduell noch allgemein.
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Gruß
Nobility







Beitrag von bezzi 03.08.07 - 08:16 Uhr

Hallo Nobility,

ein Mitvertrag ist doch nicht an die Schriftform gebunden, kann also auch mündlich abgeschlossen werden.

Die Tatsache, dass die Mieterin in der Wohnung lebt und Miete an den Vermieter zahlt sollte Beweis genug sein, dass ein Mietvertrag existiert.

In der Regel ist es für den Mieter doch eher günstig, KEINEN schriftlichen Mietvertrag zu haben, denn die gesetzlichen Regelungen sind doch eher mieterfreundlich.
Wie z.B. sollte ein VERmieter beweisen, die Renovierungskosten auf den Mieter abgewälzt zu haben, wenn er das nicht schriftlich hat ?

Beitrag von nobility 04.08.07 - 13:14 Uhr

Hallo bezzi,

Natürlich gelten mündliche Verträge genauso wie schriftliche.

Jedoch sind die Zeiten wo das ( mündliche Verträge, Ehrenwort und Handschlag etc. ) - galt, längst vorbei.

Aber..., alles was mündlich ist ist für jeden je nach Bedarf manipulierbar.

Vieles was mündlich ist ist schwer oder garnicht beweisbar.

Natürlich hast du Recht wenn du sagst, sofern also regelmäßig für besagte Wohnung von der darin wohnenden Mieterin Miete an den Vermieter gezahlt wurde, das hier zumindest von einem Mietverhältnis ausgegangen werden kann.

Dennoch bleibt hier offen, mit welcher oder welchen Personen, zu welchem Mietzins, für welche Zeit, für welche Räume, wenn der Vermieter eine Hausverwaltung eigesetzt hat mit welcher Person der Verwaltung/Vermieters mündliche Vereinbarungen getroffen worden sind.

Einen schriftlichen Mietvertrag halte ich für den Mieter vorteilhafter weil ein solcher diesen vor eventuellen Willkürlichen Gesetzeswidrigen Handlungen des Vermieters schützt. Daneben scheint mir die Frage mit Renovierungskosten eher nachrangig.

Das generelle Hauptproblem aber dürfte sein, daß man als Antwortender nur so antworten kann wie die Frage des Fragenden gestellt ist.

Genau das ist hier in dem Ausgangsthread der Fall. Wenn Fragen expliziter gestellt werden würden, würde man vom Fragesteller in die Lage versetzt, explizit antworten zu können.

Ich denke, da sind wir einer Meinung.

Schönes Wochende
Lothar.

Beitrag von accent 02.08.07 - 17:48 Uhr

Hallo,
vielen Dank Euch allen für die Antworten, obwohl sie zum Teil sehr kontrovers sind.
Dass es keinen Mietvertrag gibt, glaube ich nicht. Meine Schwiegereltern wohnen auch in dieser Gegend; es ist die sogenannte "Beamtensiedlung". Selbstverständlich haben sie einen Mietervertrag von der Wohnungs-Verwaltung. Der Mann meiner Bekannten war Beamter, aber die Ehe ist gescheitert und die Frau ist mit zwei Kindern in der Wohnung geblieben. Ich vermute, dass der Ex-Mann den Mietvertrag hat.
Die Kündigung wurde heute abgegeben und bestätigt. Ob die Wohnungsverwaltung sie so hinnimmt, bleibt abzuwarten.

Ich habe aber in diesem Zusammenhang noch eine Frage. Die Bekannte wohnt seit etwa 10 Jahren in dieser Wohnung. Reicht es, wenn sie die Wohnung besenrein übergibt oder muss sie z.B. die Wände weißeln? Es wäre nett, wenn sie hier Hilfe bekäme. Vielen Dank.
LG
Linda

Beitrag von bezzi 03.08.07 - 08:21 Uhr

Besenrein sollte reichen.
Es sei denn, es existiert doch irgendwo noch ein schriftlicher Mietvertrag, in dem wirksam Renovierungsarbeiten auf den Mieter übertragen wurden.

Beitrag von accent 03.08.07 - 10:03 Uhr

Dankeschön - ich gebe es so weiter.
Schönes Wochenende
Linda

Beitrag von nobility 02.08.07 - 18:08 Uhr

Hallo,


Grundsätzlich:


Eine Antwort kann immer nur so ausfallen wie die Frage gestellt ist.

Man kann auch nicht auf Fragen korrekt und vollständig antworten die nur die Hälfte oder weniger oder verfälschten Inhalt haben und dann als Fragender es dem Antwortenden überlassen inwieweit dieser in der Lage ist alle nur denkbar möglichen Vermutungen durch zu analysieren und darauf dann auch noch zu antworten.

Soviel Platz wie dafür nötig wäre stellt Urbia nicht zur Verfügung, abgesehen davon das anderen Urbia Lesern dann schon einiges abverlangt werden würde.

Nobility

Beitrag von accent 02.08.07 - 18:26 Uhr

Hallo, Nobility,
mein erster Satz war nicht kritisch gemeint. Sorry, wenn das so rübergekommen ist.
LG
Linda

Beitrag von nobility 02.08.07 - 20:51 Uhr

OK !