Schlaganfall in jungen Jahren??

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von alina11.06 02.08.07 - 18:35 Uhr

Hallo

nachdem ich mich heute mal wieder wegen einer sinnlosen Sache aufgeregt hab, meinte ein Bekannter zu mir das er jemanden kennt die mit was über 20 schon einen Schlaganfall hatte. Übel!

Kann das wirklich in so jungen Jahren vorkommen. Ich meine ich lebe nun nicht so wirklich vorbildlich, gerade das Rauchen sollte ich lassen#gruebel

Und ich renne ja auch nicht den ganzen Tag schreiend durch die Gegend und rege mich über Sachen auf. Nur ich gebe zu bin schon ein wenig schneller auf die Palme zu bringen wie andere. Eine gute Bekannte meinte mal ich sei zu emotional und nehme mir zuviel zu Herzen.

Mein Freund lacht mich immer aus und sagt ich kriege mal mit 30 einen Herzinfarkt... Eher aus Spass, nur die Worte des Bekannten gehen mir nicht mehr aus den Sinn.

Könnt Ihr mir weiterhelfen? Oder habt Ihr Erfahrungen?

Beitrag von redhex 02.08.07 - 19:36 Uhr

Hallo!

Ja, Schlaganfall kann schon in so jungen Jahren vorkommen.
Soweit ich weiß, gibt es sogar Kinder die Schlaganfälle hatten.

Ich persönlich kenne niemanden, habe aber halt schon Berichte in Zeitungen und im TV gesehen.

Hier auch mal ein Link:

http://www.wdr.de/themen/gesundheit/krankheit/schlaganfall_kinder/index.jhtml

LG redhex

Beitrag von haebia 02.08.07 - 19:36 Uhr

Hallo,

ein Schlaganfall kann jedes Alter betreffen - auch schon Kinder.

Es gibt Risikofaktoren: Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Stress, ...

Ich kenne in meinem näheren Umfeld eine, die hatte mit 21 einen Schlaganfall - sie war stark übergewichtig, hat viel geraucht und eine sehr starke Verhütungspille eingenommen (so sagten die Ärzte dann später). Bewegung hatte sie natürlich auch kaum. Durch dem allen zusammen hohen Blutdruck und dann kam es so weit.

Während meiner Zeit auf der Neurologie habe ich dann nochmal einen 19j. mit Schlaganfall gesehen - da hat allerdings garkein Risikofakter zugetroffen.

Und in der Kinderklinik war ein 9j. Mädchen, aber die hatte als Ursache dafür einen (zum Glück gutartigen) Gehirntumor.

Grüße,
Bianca

Beitrag von alina11.06 02.08.07 - 20:05 Uhr

Das ist wirklich alles gruselig... Man meint ja immer das wen man jung ist einen solche Sachen nicht treffen, aber sowas macht einen schon nachdenklich#kratz

Beitrag von haebia 03.08.07 - 08:53 Uhr

Ich bin ja auch noch in anderen Foren unterwegs, da habe ich gerade in einem Beitrag gelesen, dass die 2 Wochen alte Tochter einen Schlaganfall hatte #schock

Beitrag von daniko_79 03.08.07 - 09:43 Uhr

Hallo

ich habe mal einen Bericht gesehn, da hat ein Baby im Mutterleib einen Schlaganfall bekommen ... Klar geht das auch in jungen Jahren !

Daniela

Beitrag von glu 03.08.07 - 14:35 Uhr

hallo!

schlaganfall kann jeden treffen, vom säugling bis zum greis...

ich möcht dir ja keine angst machen, aber mein jüngster herzinfarktpatient war 32!

lg glu

Beitrag von teddy6 03.08.07 - 17:34 Uhr

Hi,

aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen es KANN Jeden treffen und das ziemlich unerwartet.
Mein Mann hatte einen Schlaganfall mit 38 Jahren, die linke Seite war gelähmt, Gedächtnisverlust, ausgelöst wahrscheinlich durch einen Virus und Stress.
Es traf ihn und unsere Familie so überraschend und die Spätfolgen dauern länger als gedacht. Es folgten schwere Depressionen, er fiel in ein riesen Loch. Es war für unsere Familie ein Negativ-Erlebnis was uns aber u.a. noch näher zusammengeschweist hat. Glücklicherweise geht es ihm ( 2 Jahre später) inzwischen wieder besser, er hat nahezu sein " altes " Leben wieder im Griff.
Ich kann Dir nur raten, achte und schätze Deinen Körper, er verrät Dir genug.

LG Antje

Beitrag von 7597 04.08.07 - 20:26 Uhr

Hallo,

ich kann Dir leider aus eigener Erfahrung sagen, daß es stimmt:-( Ich selber hatte Ende Januar´07 einen! Ich war/bin genau wie Du ein sehr emotionaler Mensch und rege mich oft auf. Ich kann dem ganzen irgendwie nicht aus dem Wege geh´n! Ich muß dazu sagen, daß ich vorher nicht zur Risikogruppe gezählt habe. Ich rauche nicht, war nicht stark übergewichtig,etc.! Mein Problem war ganz allein der Streß in der Arbeit/zuhause(völlig überlastet), mein ständiges aufregen und die Tatsache das ich nicht "nein" sagen kann:-(!!! Ich habe im September´06 unsere Tochter bekommen und bin gleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten(arbeite nur in Nachtschicht) gegangen, da es in der Firma drunter und drüber ging(habe 60Leute unter mir). Ich hatte vom Mutterschutz soviel aufzuarbeiten, daß ich im November/Dezember/Januar teils Doppeschichten/teils Arbeit mit nach Hause genommen habe(kam jeden Monat auf 230-250Arbeitsstunden). Zuhause erwartete mich dann unser Baby, unser Sohn (leidet an ADHS und LRS-braucht daher sehr viel Hilfe und Aufmerksamkeit) und natürlich der Haushalt. Eigentlich hätte mir ja klar sein müssen, daß das nicht lange gut geht - meine Familie hatte das irgendwie schon vorrausgesehen, aber ich bin halt ein Dickschädel und laß mir nichts sagen! Ich bin dann das 1.Mal kurz vor Weihnachten einfach umgekippt - hab ich nicht ernst genommen! Dann habe ich an Weihnachten beschlossen den 33.Geburtstag von meinem Schatzi gleich zusammen mit Emma´s Taufe am 27.Januar´06 riesengroß zu feiern, habe einen Saal gemietet, alle Verwandten/Bekannten/Freunde/etc. eingeladen und zusammen mit meiner Mutter & meiner Schwester ein Buffet für fast 40Leute gezaubert.Schien alles perfekt! Nur eins fehlte noch: daß ich mich fertig mache. Also schickte ich meine Family schon vor um alle vor der Kirche in Empfang zu nehmen-zog mich um, schminkte mich und klappte wieder um! Ich kam dann grad noch rechtzeitig wieder zu mir, daß ich ca.5Min. zu spät zur Taufe meiner eigenen Tochter kam:-( Um die Feier nicht zu ruinieren erzählte ich,daß ich Nasenbluten bekommen hatte#kratz.
Tja, das Ende vom Lied war das ich die nächsten Tage mit ultrastarken Kopfschmerzen zubrachte(nichts half) und ich in der gesamten rechten Körperhälfte mein Gefühl verlor#heul
Ich kam ins KKH, mußte sehr viele uva.seeeehr schmerzhafte Untersuchungen (z.B.Lumbalpunktion) über mich ergehen lassen, wobei sich herausstellte das ich eine Hirnblutung hatte(normalerweise tötlich-zum Glück nicht bei mir) die zu einem Appoplex (Schlaganfall) führte#bla
Ich kann Dir nur den einen Tip geben - auch wenn´s schwer ist (ist´s für mich auch)-versuch alles gelassen anzugehen und Dich nicht über jede Kleinigkeit aufzuregen, daß bringt eh nichts und Du hast nur das eine "sehr kostbare" Leben. Ich habe eine 2.Chance gekriegt, wofür ich unheimlich dankbar bin - zu sehen wie seine Kinder aufwachsen,etc. ist das Schönste auf der Welt und man sollte das für niemanden riskieren.

LG Simone