meine Oma

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von orchidee71 02.08.07 - 19:48 Uhr

Hallo ihr Lieben

Meine Mutter rief mich eben an und sagte mir,daß es mit meiner Oma nicht gut steht.

Meine Oma liegt z.Zt. im Krankenhaus, wegen eines kleineren Eingriffes aber sie hat in den knapp 14 Tagen,die sie dort ist immens abgebaut.Sie kann z.B. garnicht mehr laufen ,da sie ein paar Tage lang nur liegen musste und das gehen in dieser kurzen Zeit "verlernt" hat.

Nun ist es so,daß sich meine Familie entschieden hat, daß Oma in ein Pflegeheim kommen soll. Ich finde die Entscheidung richtig,da sie dort mit anderen Menschen zusammenkommt und auch spezielle Pflege erhält.

Nur scheint es mit Oma aber im Moment so schlecht zu stehen, daß man sich schon Gedanken macht ,wie lange man sie noch hat.

Sie hat ihr Alter, wird dieses Jahr 85 Jahre alt und ich hab mir immer gesagt, daß man damit rechnen muß,daß es irgentwann mal so sein wird und sie von uns geht.

Nur jetzt kann ich da ganz schlecht mit umgehen.Ich darf garnicht dran denken und schon muß ich wieder weinen.

Ich hab schon immer eine sehr enge Bindung zu meiner Oma gehabt.Wenn mich die Traurigkeit jetzt schon innerlich so zerreißt, wie wird es sein ,wenn meine Eltern mal alt sind und man sich Sorgen machen muß. Ich weiß garnicht, wie ich damit umgehen kann oder soll.

Am liebsten würde ich nie jemanden der mir nahe steht gehen lassen.
Ich weiß,daß das sehr egoistisch ist. Aber ich hab Angst vor den Gefühlen.

Und mir wird immer wieder klar,daß das Leben nicht selbstverständlich ist.

Sorry für mein #bla und #dankefür´s lesen

liebe #blumeGrüße
Iris

Beitrag von si_mo77 02.08.07 - 20:18 Uhr

Hallo, danke für Deine Antwort bei meinem Posting. Wir waren heute wieder bei Oma. Sie liegt jetzt alleine im Zimmer. Sie hat wohl die Augen geöffnet und schaute mich an, aber wir wissen nicht, ob sie etwas mitbekommen hat. Sie war eigentlich nicht ansprechbar. Den Tod müssen wir akzeptieren, aber das furchtbare ist, dass sie so elend da liegt. Sie wollte nie so enden. Aber ich bin froh, ich habe ihr heute nochmal alles gesagt was mir auf der Seele lag. Das wir sie lieben und sie keine Angst haben muss. Ich wünschte, sie würde schnellst möglich einschlafen und erlöst werden.
Ich hoffe und wünsche für euch und eure Oma wirklich alles Gute. Ich versuche es so zu sehen, das Leben ist nur ein zwischenstop auf einer langen reise und irgendwann werden wir alle dieses "Ziel" erreichen. Alles Gute

Simone

Beitrag von josili0208 04.08.07 - 00:15 Uhr

Hallo Iris,
Ich kann Dich soo gut verstehen. Mein Opa ist vor mittlerweile 16 Jahren (nächsten Montag:-() verstorben und seitdem mache ich mir diese Sorgen um meine Oma. Sie wird nun 81 und ist fit aber ich denke so oft, was wenn... Sie ist mein Ein und Alles, hat mich mit grossgezogen, ich bin ihre Lieblingsenkelin. Ich kann mir das gar nicht vorstellen und gut verstehen dass Du damit nicht umgehen kannst. Umso wichtiger ist es daher vielleicht dass Du Dich ordentlich verabschiedest? Ist sicher irre schwer aber wahrscheinlich später mal ein grosser Trost für Dich.
Liebe Grüsse Jo