Elternzeitende, wie gehts weiter?

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Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 10:50 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine Elternzeit geht am 30.9.2007 zu Ende und nun steh ich da.

Ich will meine Vollzeitstelle - auf die ich ja einen Anspruch hätte - nicht wieder aufnehmen.

Ich habe mit meinem Chef über Teilzeit gesprochen. Er kann mir keine Stelle dahingehend anbieten.

Und wie gehts jetzt weiter? Muss ich mich arbeitslos melden? Auch ohne Kündigung. Aber mein Vertrag besteht doch, wurde ja nicht aufgehoben oder sowas.

Kann er kündigen? Muss er kündigen? Ich könnte kündigen, aber es gibt ein Sonderkündigungsrecht von 3 Monaten zum Elternzeitende und das hab ich ja nun verpasst.

Ich arbeite derzeit bei ihm 4 Stunden in der Woche. Das reicht aber nicht und aufstocken kann/will er nicht. Ich muss aus krankenversicherungstechnischen Gründen über die 400 Euro kommen, also mindestens in die Gleitzone.

Habt ihr Erfahrungen? Wie geht es weiter? Die Tante von der Erziehungsgeldstelle, die auch über Elterzeit beraten soll, hat mich gleich ans Arbeitsgericht verwiesen. Toll. Sehr hilfreich.

LG
sonic

Beitrag von jamey 03.08.07 - 10:59 Uhr

du nimmst lieber al in kauf als vollzeit zu arbeiten #kratz

liebes deutschland...hier läuft was falsch....

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:40 Uhr

Ja nehme ich. Und ich finde nicht, dass hier was falsch läuft. Ich möchte für meine Tochter da sein. Es kommt auch hinzu, dass ich nicht unbedingt arbeiten muss, ich möchte. Meine Meinung ist eben, dass ich kein Kind haben müsste, wenn ich Vollzeit arbeiten gehen will. Beides geht nicht. Ich möchte mein Kind aufwachsen sehen und auch größtenteils erziehen. Das geht nicht, wenn es im Kindergarten und/oder bei der Tagesmutter und/oder bei den Großeltern ist. Ich kenne Familien, bei denen gehen beide arbeiten und kommen am Wochenende nicht als Familie klar. Weil sie sich nicht kennen und/oder weil sie meinen, eine andere Erziehung fahren zu müssen.

Beitrag von cinderella2008 03.08.07 - 11:07 Uhr

Warum arbeitest Du dann nicht Vollzeit?#kratz Es ist doch heutzutage ein Geschenk, diese Möglichkeit zu haben. Das sollte man nicht leichtfertig verspielen.

Beitrag von zwiebelchen1977 03.08.07 - 11:22 Uhr

Hallo

Hätte nach drei Jahren auch das Problem. Wo soll bitte mein Kind dann hin? Arbeite im Altenheim und muuss um 6 anfangen. da ist noch keine kita auf hier bei uns. Mein Mann ist auch voll berufstätig, fährt um 6.30 weg. das geht alles leider nicht so, wie man es gerne hätte.

Bianca

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:42 Uhr

Ich könnte Maike unterbringen. Ich möchte aber nicht. Erstens will ich nicht, dass andere - die auch noch zeitweise arbeiten - ihre Freizeit einbüßen, dafür dass ich ein Kind wollte und aber auch arbeiten und zweitens will ich sie aufwachsen sehen und selbst erziehen. Kindergärten, Tagesmutter, Großeltern erziehen halt doch anders und man kann nicht alles vorschreiben. Ich bin halt der Meinung, wenn ich ein Kind will/wollte, dann Kind und nicht anders. Ich bin nicht Frau von der Leyen.

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:41 Uhr

Sicher ist es immer besser, als arbeitslos zu sein. Aber wie beschrieben, möchte ich mein Kind aufwachsen sehen und auch größtenteils selbst erziehen. Wenn es nicht anders geht, versuche ich eine Zeit lang damit klar zu kommen, aber sicher nicht lange.

Beitrag von coppeliaa 03.08.07 - 11:55 Uhr


"Kann er kündigen? Muss er kündigen?"

naja, zuerst liegt der ball bei dir. du hast die verpflichtung am soundsovielten deine stelle wieder anzutreten. kannst oder willst du nicht musst du kündigen.

wegen der sonderfristen: rede doch einfach mit deinem arbeitgeber, ob du nicht mit kürzerer frist kündigen kannst.

bei nix tun und einfach nicht erscheinen kanns grobe konsequenzen geben (fristlose entlassung etc.)

ich würde probieren die vollzeitstelle zu halten.

lg

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:44 Uhr

So hab ich mir das auch gedacht. Zur Not trete ich die Vollzeitstelle an. Scheinbar will er mich auch nicht so richtig, so dass er sich höchstwahrscheinlich dann doch für meine Kolleginnen (die alle Teilzeit arbeiten) entscheiden wird. Dann krieg ich ein zwei Monate Vollzeit schon rum. Vielleicht finde ich in der Zeit auch was anderes, dann kann er doof aus der Wäsche gucken.

Beitrag von nudelmaus27 03.08.07 - 12:13 Uhr

Hey!

Zuerst einmal möchte ich sagen, es ist immer echt Sch... wenn man angefeindet wird, nur weil man eben nicht Vollzeit gehen will.

Ich bin derzeit mit meiner fast 1 jährigen Tochter zu Hause und könnte mir auch nicht vorstellen Vollzeit zu gehen, denn schnell werden aus 40 Stunden mal eben 50 ;-) und ich denke auch da braucht man keine Kinder!!!

In deinem Fall, würde ich dir raten die Stelle Vollzeit erstmal anzunehmen und zeitgleich (ich weiß stressig ;-)) einen Teilzeitjob suchen!
Bei uns gibt es nach den 2 Jahren noch 9 Monate Landeserziehungsgeld #pro! Ich suche allerdings jetzt schon nach einem Teilzeitjob!

Dir alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:45 Uhr

Danke. Ich versteh auch nicht, warum so viele immer eine Antwort geben, die man gar nicht haben wollte, aber dafür ist es ja ein Forum mit freier Meinungsäußerung.
Ich finde eben genauso wie du, dass man kein Kind braucht, wenn man lieber oder auch viel arbeitet. Ich hab auch schnell mal ein paar Überstunden drauf und so würde ich ja gar nix mehr von ihr haben.
Zur Not trete ich die Vollzeitstelle an und komm einigermaßen über die Runden und dann seh ich weiter.

Beitrag von janamausi 03.08.07 - 14:59 Uhr

Hallo!

Wie viele Arbeitnehmer hat denn "Deine" Firma? Wenn eine Firma mehr als 15 Angestellte hat, hat man nach der Elternzeit Anspruch auf eine Teilzeitstelle, wenn es mit der Arbeit selber vereinbar ist. Allerdings gibt es da auch eine Frist, in der man es schriftlich beantragen muß, mind. 3 Monate vor Elternzeit.

Ich hab persönlich die Erfahrung gemacht, dass man kaum Chancen hat, direkt nach der Elternzeit einen neuen Job zu finden. Ich hab dann ein halbes Jahr bei meinem alten Arbeitgeber gearbeitet und mich weiterbeworben und meine Chancen waren deutlich besser. Daher würde ich dir schon raten, irgendwie die Zähne zusammen zu beißen und erstmal wieder Vollzeit beim alten Arbeitgeber anzufangen und währenddessen weiter nach Teilzeitstellen zu suchen.

Wichtig ist, dass Du nicht voreilig einen Aufhebungsvertrag unterschreibst, kündigst etc., da Du dann keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hast. Ich würd dir raten, mal zur ARGE zu gehen, die können dich genauestens beraten.

Und: Wenn Du arbeitslos bist, bist Du ja auch verpflichtet, Jobs anzunehmen die z.B. weiter entfernt sind etc., also heißt es auch nicht, dass Du dann besser drann bist (auch wenn Du "nur" Teilzeit arbeitest) als wenn Du bei deinem alten Arbeitgeber Vollzeit arbeitest.

Alles Gute!
janamausi

Beitrag von sonic1976 03.08.07 - 19:48 Uhr

Mein Chef hat gerade einmal 6 Angestellte. Soviel zum Gesetz zur Teilzeitarbeit. Das mit der rechtlichen Hinsicht der eigenen Kündigung und des Aufhebungsvertrags kenn ich. Ich will nur alles abchecken, nicht dass mir eine Möglichkeit durch die Lappen geht. Und das mit dem AAmt und den Stellen die man annehmen muss ist auch so eine vertrackte Sache. Hat alles Vor- und Nachteile. Zur Not trete ich die Vollzeitstelle an. Der wird ganz schön dämlich aus der Wäsche gucken. Er kann sich mich Vollzeit nämlich nicht mehr leisten. Entweder entlässt er die anderen Teilzeitsekretärinnen oder mich. In dem Fall hoffe ich ja eher auf mich. Mal gucken. Ich schau mich noch um, damit ich massig Gegenargumente habe und dann seh ich weiter.
Danke.

Beitrag von janamausi 03.08.07 - 15:02 Uhr

Sorry, habs heute nicht so mit dem Schreiben. Die Frist ist natürlich 3 Monate vor ENDE der Elternzeit!