Frage an Abpumpmamis

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kissfrau 03.08.07 - 13:01 Uhr

Hallo Zusammen!

Ich bin auch eine derjenigen, die Muttermilch abpumpen muss, um sie dann mit dem Fläschchen zu füttern. Leider reicht meine Milche nicht ganz, d.h. ab und zu füttere ich HA Pre hinzu. Das nur als Hintergrundinfo.

Mein Problem ist nun, dass ich nie meinen Abpumprhythmus einhalten kann. Ich möchte/muss eigentlich spätestens alle 3 Stunden abpumpen, aber das klappt meistens nie. So wie jetzt: Mein kleiner hatte Bauchschmerzen und hat nur geweint. Jetzt hängt er im Tragetuch vor meinem Bauch und schläft selig. Wenn ich ihn ins Bettchen lege, weint er und ich müsste eigentlich schon seit einer halben Stunde abgepumpt haben.

Solche Situationen habe ich immer wieder, so dass ich dann oft erst nach 4 oder 5 Stunden zum abpumpen komme. Da ich eh schon wenig Milch habe, habe ich natürlich Angst, dass (nach dem Angebot und Nachfrage-Prinzip) bei so wenig Pumpen die Milch noch weniger wird.

Wie macht Ihr das? Habt Ihr irgendwelche Tips für mich? Lange wird das Pumpen so wohl nicht mehr funktionieren...

Lieben Gruß,
kissfrau #kuss mit Fritz (heute genau 1 Monat alt)

Beitrag von lucie_neu 03.08.07 - 13:06 Uhr

Du musst einfach ein bisschen lockerer werden ...
Natürlich ist es wichtig, dass du den Pump-Rhythmus einhältst, wenn du ohnehin schon zu wenig Milch hast würd ich lieber alle 2 Stunden abpumpen.

Ich habe meistens Emma auf der einen Seite im Arm gehalten und auf der anderen Seite die Pumpe angehängt. Keine Sorge - die Kleinen gewöhnen sich an das Geräusch.
Ich habe die Pumpe auch immer in Sichtweite aufgestellt gehabt, damit ich auch immer dran denke.
Morgens beim Frühstück habe ich mit der einen Hand gefrühstückt, mit der anderen abgepumpt. Das geht mit der Zeit ganz gut. Ich hab auch schon während der Autofahrt abgepumpt (sseeeeehr gefährlich, nicht nachmachen) oder während ich auf dem Klo gesessen bin.

Was spricht dagegen wenn du abpumpst während dein Kind im Tragetuch liegt?
Wie gesagt, Emma hat sich schnell an das Geräusch während des Pumpens gewöhnt.

lg
Lucie

Beitrag von kissfrau 03.08.07 - 13:24 Uhr

Hallo Lucie!

Ich habe so eine elektrische Doppel-Pumpe. D.h. ich brauche zum einen immer ne Steckdose (daher hat sie einen festen Platz) und rein theoretisch beide Hände. Für 20 Minuten bin ich dann wirklich zu nix zu gebrauchen, weil ich oben ohne mit beiden Händen an den Pumpen auf der Couch verbringe.

Aber vielleicht sollte ich wirklich mal probieren, nacheinander abzupumpen und den kleinen Mann dabei im Arm zu halten. Alle zwei Stunden trau ich mich nicht wirklich, weil meine Brustwarzen schon so lediert sind - möchte ihnen zumindest 2 1/2 bis 3 Stunden Pause gönnen... Aber vielleicht probiere ich auch das bald mal aus.

Jetzt werde ich erstmal das Tragetuch lösen und hoffen, dass Fritz noch 20 Minuten Ruhe gibt und ich zumindest ein paar ml für ihn zum Trinken abpumpen kann...

Danke für die Antwort.
Gruß,
kissfrau

Beitrag von belinda1972 03.08.07 - 20:18 Uhr

Ich bin auch seit über 15 Wochen eine Abpumpmami - ist wirklich sehr zeitintensiv (bin täglich ca. 9 Stunden nur mit füttern und pumpen beschäftigt gewesen) und teils sehr nervraubend. Aber ich bin sehr stolz auf mich, das ich schon so lange durchgehalten habe.

Felix ist nie an die Brust gegangen, in den Fällen ist es meist so, dass die MuMi nicht ausreicht und tzugefüttert werden muss. Unser kleiner bekommt seit der Geburt HA1 Milch zugefüttert, da der Pap leider unter Asthma leidet.

Ich habe mir vorgenommen, alle 2 Stunden zu pumpen, da dadurch die Milchmenge steigen soll. Und insgesamt pro brust 40 min (Rat meiner Hebamme, da der Körper dann meint, es wären Zwillinge zu versorgen).

Diesen Rhythmus kann man natürlich auf Dauer nicht bebehalten, aber ich habe ihn als Basis genommen. Immer wenn es passte, dann habe ich alle 2 Stunden gepumpt. Wenn der Kleine zu versorgen oder quengelig war, wir unterwegs waren oder was auch immer, dann habe ich eben später gepumpt. Da lagen dann auch mal 4 oder 5 Stunden dazwischen (es sollten lt. meiner Hebamme nur nicht mehr als 6 Stunden sein). Das nächste Mal kannst du dann vielleicht wieder nach 1,5 oder 2 Stunden pumpen.

Anfangs bin ich nachts auch noch alle 2 Stunden aufgestanden, aber nach einigen Wochen nicht mehr. Nun pumpe ich abends um 22.30 Uhr das letzte Mal und dann einmal in der Nacht um 03:30 Uhr. Alles andere macht dich auf Dauer kaputt.

Setz dich nur nicht zu sehr unter Druck, sondern versuche einfach, es so gut es geht in den Tagesablauf zu integrieren. Vielleicht kannst du abends oder am Wochenende mehr pumpen, wenn der Papa da ist und sich um das Baby kümmern kann?

Wie viel % MuMi bekommt er denn? Es sollten mind. 50% sein, das habe ich mit 6 mal täglich pumpen (da hat es sich im Laufe der Zeit eingependelt) immer gut geschafft.

Wenn du noch Fragen hast, dann kannst du dich gerne melden!

Alles Gute euch!!

Beitrag von belinda1972 03.08.07 - 20:21 Uhr

P.S.

Ich habe das Baby immer in der Wiege neben mir liegen beim Pumpen. So kann man sich gut kümmern - mal trösten wenn es weint oder quengelt (ohne sich immer abdoggen zu müssen) oder auch unterhalten (mit 15 Wochen schlafen sie ja nicht mehr so viel).

Nicht immer einfach (wollte schon so oft hinschmeissen), aber doch irgendwie machbar