@Globulimamas, was sollte man zu Hause haben? Und mit in Urlaub nehmen

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Beitrag von sternchen20071982 03.08.07 - 15:06 Uhr

Hallo liebe Muttis,

höre immer wieder von verschiedenen Globulis für verschiedene Sachen... Hab derzeit nur Osanit zu hause was Joline sehr gut hilft!!! Sie bekommt jetzt grad das 3. und 4. Zähnchen #schock#gruebel#schwitz
Was sollte ich alles zu hause haben??? Meine KiÄrtzin meint zwar das hilft nich, aber gibt es mir zum Glück trotzdem #huepf

#danke #sternchen + Joline 6 Monate und 3 Tage ;-)

http://www.repage5.de/member/joline2007

Beitrag von lillymarleen201 03.08.07 - 15:09 Uhr

Am besten du kaufst dir das Buch "Homöopathie für Kinder" und da kannst du dann sehen was du brauchst.
ich habe von meiner Heilpraktikerin hier eine Hausapotheke(kostet ca. 100 Euro).
Da sind alle wichtigen Globolis drin.

Beitrag von cathie_g 03.08.07 - 15:29 Uhr

hoer auf Deine Kinderaerztin und lies dies:

http://www.handrick-net.de/homoeopathie/homoeopathie.html

Placebos wirken auch bei Kleinkindern und Tieren

Bei Kleinkindern und Tieren gebe es keinen Placebo-Effekt geben, also sei in diesen Fällen der Behandlungserfolg direkt abzulesen? Weit gefehlt! Selbstverständlich gibt es Placebo-Effekte in Form von Suggestion auch bei Kindern. Jeder Kinderarzt weiß, daß man die Mutter in die Behandlung einbeziehen muß: Sie ist Hauptempfänger der psychosozialen Botschaft und gibt sie als ihre Erwartungshaltung unbewußt an das Kind weiter.

Placebo-Effekte wies man in Doppelblindversuchen auch bei Haustieren nach. Diese können die Körpersprache vertrauter Bezugspersonen lesen. Erleben sie deren Vertrauensverhältnis zu dem ihnen unbekannten Therapeuten, so reagieren sie konditioniert im Sinn einer Placebowirkung. Wird das Placebo-Präparat auch noch mit liebevoller Hinwendung verabreicht, hat die Heilung gute Chancen. (26,27). Zusätzlich führt die Erwartungshaltung des behandelnden Arztes bei diesem selbst zu "selektiver Wahrnehmung": Er neigt dazu, Heilerfolge zu diagnostizieren, die er unbewußt zu finden erwartet.

LG

Catherina

Beitrag von sternchen20071982 03.08.07 - 15:36 Uhr

Hallo Catherina,

gut und schön, aber wenn es ihr beim Zahnen hilft, dann bekommt sie sie auch und schaden kann es nicht!!! Bevor ich Dentinox mit alcohol gebe, dann geb ich doch lieber Globulis und weiss das sie NICHT schaden!!!

#sternchen + Joline

Beitrag von cathie_g 03.08.07 - 15:48 Uhr

ist Osanit nicht eh ein boeses Komplexmittel? Du machst das wie Du das meinst, und jedes Mittel ist recht, wenn es den Kurzen besser geht. Bloss mal eben fuer 100 Euro ne homoeopathische Hausapotheke zulegen, wo in den Kugerln eh ueberall nichts drin ist, ist vielleicht ein bisschen ueberfluessig.

LG

Catherina

Beitrag von sternchen20071982 03.08.07 - 17:04 Uhr

Ich will ja nicht die ganze apotheke für 100 Euro, deswegen hatt ich ja gefragt was das wichtigste ist ;-)
100 Eus sind mir auch viel zu viel #schmoll

Beitrag von elanor 03.08.07 - 18:33 Uhr



Hallo Catherina,

was hast du eigentlich gegen alternative Heilmethoden, dass du dich so dagegen engagierst?

Grüße, Elanor

Beitrag von cathie_g 03.08.07 - 19:28 Uhr

Das sind keine "Heil"methoden.

Meine Meinung ist: entweder das Kind ist richtig krank, dann soll es Medizin bekommen die wirkt, oder das Kind ist nicht richtig krank, dann reicht

Handauflegen (von Mama oder Papa)
mit Tee und Waermflasche ins Bett
Pusten

Ich finde es total bedenklich, dass im Moment *jeder* Entwicklungszustand eines Kindes als "behandlungsbeduerftig" erklaert wird. Es gibt Glaubuli (kein Schreibfehler) gegen ALLES, oder Schuesslersalze, oder Bachblueten. Es ist NORMAL, dass Kinder zahnen, mal schuechtern sind, mal schlecht schlafen, durch Trotzphasen gehen, sich das Knie aufschlagen. Wenn ich sehe, wie schon die ganz Kleinen, wenn sie mal fallen, zu Mama rennen und sperren wie die kleinen Spatzen, nach den Arnika-Glaubuli, dann wird mir schlecht. Das ist genau das Gegenteil von "natuerlich". Den Kindern wird aberzogen ihrem eigenen Koerper zu vertrauen, denn Mama proppt sie ja mit Kugerln gegen alles voll (es gibt auch die Sorte die ihren Kinder staendig Paracetamol geben - der Unterschied in der Geisteshaltung ist marginal). Die Muetter haben auch kein Vertrauen mehr in ihre eigenen Heilungskraefte (eine warme Mutterhand ist *magisch*) und die Kraft ihrer Kinder, sondern sie sind abhaengig von Hebi, Heilpraktiker, Urbia (waehrend Schwiegermuetter nie recht haben, hehe).

Und es gibt dazu eine Industrie an Schlangenoelherstellern und Quacksalbern die sich ihre Maerchen vergolden lassen. Neulich in einem Forum hat eine Heilpraktikerin erst bei einem Kind per "Bioresonanz" eine Milchunvertraeglichkeit "diagnostiziert" und dann per 4x "Biofeedback" wieder "geheilt" (Gesamtkosten €350 fuer Diagnose und Behandlung). Im alternativen Markt werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 5 Milliarden Euro umgesetzt, da tummeln sich die Geier und schwaetzen den Muettern die Kinder krank.

Viele Aerzte haengen sich gleich mit dran, so ein bisschen was "Natuerliches" "Alternatives" als IGL Leistung abgerechnet mach die Kasse voll und vor allem haelt es die Muetter in der Praxis. Anscheind ist es heute kaum einem Arzt mehr moeglich zu sagen "da koennen wir nichts machen, die Erkaeltung dauert 7 Tage, da muessen Sie durch". Die Muetter wollen was haben (solange es kein "Chemiehammer" ist, natuerlich) und die Aerzte sind zu muede zu widersprechen. Und wenn dann mal wirklich ein Medikament angesagt ist, nehmen die Muetter es nicht. Alle Nase lang liest man doch hier "der Arzt hat mir XY aufgeschrieben und eigentlich wollte ich ja keinen son Hammer geben, das ist mir dann doch zu viel Chemie". Die Kinder leiden dann unnoetig lang an Schmerzen, Ausschlaegen etc.

Das ist echt von der Realitaet so total entfremdet und ich finde es eine sehr bedenkliche Entwicklung. Und schliesslich kann ich als Naturwissenschaftlerin nicht auf den ganzen Aberglauben #gruebel

nun klar?

Catherina

Beitrag von mitzl 03.08.07 - 16:32 Uhr

Hallo Sternchen,

ich habe pöse Komplex-Virbucolzäpfchen daheim, die ich dem Popo meiner Kleinen mit liebevoller Zuwendung verabreiche, wenn sie z.B. nach dem Impfen jammerig ist oder schlecht geschlafen hat. Der Placeboeffekt ist wunderbar! Der Popo schläft dann ganz friedlich! Nein, im Ernst, die Dinger sind wirklich gut und beruhigen die Bibis total.
Bei Fieber und Kopfschmerzen, falls es keine Zahnungsbeschwerden sind und Paracetamol noch nicht angesagt ist, gebe ich ein bißchen Chamomilla D12.

LG Mitzl mit Bibi, das am liebsten mit seiner Osanitrassel spielt, shake shake #freu

Beitrag von elanor 03.08.07 - 18:41 Uhr



Hallo!

Ich würde mich am ehesten von einem Homöpathen oder Heilpraktiker beraten lassen. Bei einem wirklichen Problem sollte man ja eine genaue Anamnese machen und dann gezielt ein Mittel einsetzen (da in der klassischen Homöopathie ja z.B. Kopfschmerzen nicht gleich Kopfschmerzen sind).

Ansonsten würde ich gucken, welchen Urlaub ich mache und wogegen ich zur Not etwas im Haus haben möchte: Sonnenbrand, Insektenstiche, Hautschürfungen (Arnika), Fieber...

Dann auf den Seiten von Anbietern (weleda, wala...) schauen, auswählen, in der Apotheke beraten lassen (Eignung für Säuglinge etc.).

Aber, Du weißt ja, auch das sind Arzneimittel und ich würde mit der Selbstmedikation immer vorsichtig sein.

Grüße, Elanor