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Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von geli1978 03.08.07 - 15:15 Uhr

Hallo Mamas und Papas!
Mein Erziehungsurlaub ist in ca. 1 1/2 Jahre um. Dann will ich was richtig Sinnvolles tun. Nur was?

Vor dem Erziehungsurlaub war ich in einer Heilpädagogischen Tagesstätte als Erzieherin tätig.
Zukünftig möchte ich mich gerne auf Babys und auch ihren Familien spezialisieren und würde gerne wissen, was aus eurer Sicht in unserem System fehlt.

Was wird aus den Eltern,die zu hören bekommen, daß ihr Baby eine Behinderung oder Defizite hat. Wer kümmert sich um Euch? Gibt es Treffen mit Leuten/Pädagogen, die sagen, wies jetzt weitergeht (in Bezug auf Förderung, Alltagsgestaltung, Betreuungsfragen, finanzieller Unterstützung usw. )

Oder habt ihr vielleicht noch andere Ideen, wo ich mich nützlich machen kann.

Würde mich auf viele Antworten freuen!
Ganz liebe Grüße
Geli

Beitrag von krokolady 03.08.07 - 22:29 Uhr

Hm, hast Du vielleicht die Möglichkeit in der Frühförderung aktiv zu sein?

Weiss ja nicht genau welche Ausbildung man dazu braucht.

Also bei uns kommt einmal die Woche jemand von der Frühförderung nach Haus......aber so richtig warm werd ich mit der Frau nicht.

Ne richtig nette, soTyp "kumpelhaft" wär toll.....das man als Mutter auch mal wen zum reden hat oder so

Beitrag von geli1978 04.08.07 - 12:32 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich stelle mir etwas intensiveres vor. Einmal in der Woche, fände ich etwas zuwenig (natürlich nur für die, die sowas auch wollen)

Ich kann mir auch vorstellen, daß man sich etwas schwertut mit einer die so tut als würde sie über einen stehen. Der würd ich mein herz auch nicht ausschütten.

Ganz liebe Grüße Geli

Beitrag von leere 03.08.07 - 22:33 Uhr

Hallo Geli,

das ist eine Super-Idee.

So Leute wie Dich könnten wir massenwiese brauchen.

Ich habe da schon so viele schlechte Erfahrungen sammeln müssen (und ich bin kein Einzelfall)

Zuerst waren die ersten Ärzte unfähig, unfreundlich und hatten keine Zeit für uns. Die Diasgnose konnten sie nicht stellen, nur dass das Kind behindert ist, nächster Termin erst 8 Wochen später, kein Aufklärung über rechtliche Möglichkeiten, kein psychologisches Auffangen.

Das wäre erst mal wichtig:
Die Ärzte (es gibt aber auch bessere) müssen gut geschult werden im Umgang mit Eltern (die den Schock des Verlustes ihres Wunschkindes verkraften müssen)
Es müssen den Eltern sogleich Personen (wie Dic zum Beispiel) an dei Han dgegeben werden, die einfach Dinge organisiern, SBA... wofür den Eltern erst mal die Kraft fehlt
Und ganz wichtog müssen die Eltern gleich (und nicht erst nach einer Wartezeit) psychologisch betreut werden
Am besten käme erst mal für 8 Stunden nach Hasue um Geschwisterkinder und Haushalt zu managen

Also ich fühle mich absolut nicht so dass sich jemand kümmert. Wie gern hätte ich jemanden, der mich an die Hand nimmt....

Auch bräuchte man Ärzte, die wichtige Termine koordinieren, sodass man nicht selbst besser Bescheid wissen muss als die Ärzte..

LG, leere

Beitrag von geli1978 04.08.07 - 12:27 Uhr

Hallo Leere (ich hoffe du fühlst dich nicht so?)
Deine Antwort hat mich sehr gefreut (da ich jetzt ein Ziel verfolgen kann), aber auch irgendwie traurig gemacht, da ich mir das richtig vorstellen kann, wie alleine und hilflos man sich fühlt.

Aufjeden Fall, weiß ich jetzt, daß ich genau das machen will.

Muß jetzt nur noch klären, wie ich das finanziell hinkriege. Vielleicht frag ich beim Jugendamt nach.

Ganz ganz liebe Grüße und fühl dich von mir an der Handgenommen
Geli

Beitrag von hannifant 04.08.07 - 22:08 Uhr

Hallo Geli,

tolle Idee, die Du da hast.

Mir würde da als Alternative noch einfallen, als Integrationshelfer für ein behindertes Kind im Kindergarten oder in der Grundschule tätig zu werden.

Diese Maßnahmen werden von den Sozial- bzw. Jugendämtern bewilligt. Aber oft fehlen einfach qualifizierte Leute, die die Kinder nicht nur betreuen, sondern durch ihre Ausbildung auch fördern können.

Vielleicht wäre das was für Dich.

lg Hanni

Beitrag von geli1978 07.08.07 - 13:29 Uhr

Danke für die Info.
Hab noch nie was davon gehört. Werd mich mal schlau machen.

lg Geli