Kocht ihr alle selber für beikost?gibts da keine gläschen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tantchen77 03.08.07 - 15:43 Uhr

ich frage mich für später, noch wird ja eifrig gestillt, obs statt selber kochen keine gläschen gibt. lese hier immer von karotte etc brei...kann man da nicht ein glas erwärmen?
wieso kocht ihr?


erklärt mir das doch mal bitte.


gruß shirley

Beitrag von ratpanat75 03.08.07 - 16:21 Uhr

Hallo,

Gegenfrage : warum sollte man denn Gläschen nehmen #kratz ( ausser, weil es natürlich schön bequem ist :-p) ?

Isst DU selber Gläschenkost?

Ich meine, jeder muss selbst wissen, ob er lieber selber kochen will oder Gläschen gibt, ich persönlich finde sie höchstens als Notlösung fur unterwegs nützlich ( man kann aber selbst unterwegs prima ohne auskommen).

LG





Beitrag von kati_n22 03.08.07 - 16:46 Uhr

Klar kann man Gläschen geben.

Ich finds nur nicht so toll gleich mit fertigfutter zu beginnen.
Neben vielen unnötigen Zusätzen verkochen die erst die Vitamine um sie dann künstlich Zuzusetzen.
Außerdem möchte ich meinem Kind von Anfang an eine gewisse Esskultur angewöhnen. Lebensmittel sollen noch "original" schmecken und frisch sein. Finde ich besser als gleich an Fertigzeugs zu gewöhnen.
Ist aber natürlich Geschmackssache.
Viele ernähren ja aus sich fast nur aus der Konserve und können nur mit Maggi und Knorr Beutelchen kochen ;-)

LG
Kati

Beitrag von nashivadespina 03.08.07 - 17:15 Uhr

ich koche selbst, weil johanna eine lebensmittelallergie hat, bzw.allergiegefähdet ist.
in der gläßchennahrung können lebensmittel inbehalten sein, die auf dem ettikett nicht aufgeführt sein müssen.

Beitrag von lucie_neu 03.08.07 - 17:42 Uhr

Ich koche selbst. Es gibt keine Gläschen. Sowohl Mittags als auch beim Obst-Brei am Nachmittag. Abends den Milchbrei - da habe ich allerdings Instant-Milchbrei, den man mit Wasser anrührt.

"Wieso kocht ihr"???

UMGEKEHRT stelle ich mir hier oft die Frage: WIESO kocht ihr nicht für euer Baby ? Und wie ernährt ihr euch selber?

Mein Gott, für viele Frauen hier heißt Kochen anscheinend, ein Maggi-Fix-Päckchen klumpenfrei anrühren zu können #augen

Neulich stand hier was von Tomatensoße für Kinder. Fertig. HALLO? Tomatensoße? Die ist doch auch so in 5 Minuten fertig ....

Äh, sorry, bin vom Thema abgekommen:
Ich koche selbst, weil ich mein Baby nicht mit künstlichen Aromen vollstopfen will und weil ich selbst dann weiß, was drin ist im Brei. Außerdem gibts so leckere Sachen wie Karotte-Kartoffel-Fenchel-Pute-Brei mit frischer Salatgurke - der Lieblingsbrei meiner Tochter - in keinem Glas der Welt #mampf


lg
Lucie
(die ehrlich gesagt noch nie Tomatensoße aus dem Glas gekauft hat und von Maggi Fix Ekzeme an den Fingern kriegt)

Beitrag von miau2 03.08.07 - 18:56 Uhr

Hi,
mach Dich nicht verrückt.

Selbst kochen ist toll: Du weißt genau, was drin ist (ist ja nur drin, was Du reintust), du kannst z.B. exakt bestimmen, wie stückig der Brei später sein darf (und es geht Dir nicht wie anderen Mamas, die 8-Monats-Gläschen erst noch in den Mixer geben #kratz), Du kannst Deinem Kind ganz andere Geschmackserlebnisse liefern, als das mit Gläschen der Fall wäre.

Aber wenn Du Gläschen vernünftig einsetzt, wird Dein Kind auch damit groß und stark werden. Vernünftig heißt, dass Du dir die Etiketten durchliest - besonders GOBs und Milchbreie (auch Instant-Milchbreipulver) sind einfach unnötigerweise zusätzlich gesüßt. Auch wenn drauf steht "kristallzuckerfrei". Und das kann ein Problem werden, wenn Du Dein Kind schon im Säuglingsalter an extra süßen Geschmack gewöhnst.

Vernünftig heißt auch, dass Du die Gläschen altersgerecht verwendest...bei uns gibt es Gläschen, wenn wir unterwegs sind, und meine Faustregel lautet, dass ich immer auf das Alter, was auf dem Etikett steht, zwei Monate drauflege - also gab es die 8-Monats-Gläschen mit 10 Monaten, usw...

Ansonsten koche ich schon immer selbst, und seit Max von meinem Essen mitisst, ist das auch die einfachste Lösung - es ist ja kein Unterschied, ob ich für eine Person koche oder noch zusätzlich für ein Kleinkind. So ernähre ich mich endlich auch mal gesund. Er will auch mitessen, verweigert manchmal total, wenn er was anderes vorgesetzt bekommt.

Gläschen hatten früher mal einen super schlechten Ruf, und das ist heute oft nicht mehr gerechtfertigt. Sie sind nicht pauschal schlecht, sondern einige (bzw. leider viele) Sorten enthalten einfach Dinge, die nicht nur überflüssig sind, sondern auch Schaden anrichten können.

Relativ pauschal verurteilen würde ich Fertig-Milchbrei, die berühmte Ausnahme von der Regel habe zumindest ich im Brei-Regal nicht gefunden, den gab es bei uns daher noch nie - wir haben einfach Pre-Milch bzw. ab 10 Monaten 1er Milch und mit 1 Jahr Vollmilch angerührt bzw. erhitzt und dann Getreideflocken reingetan. Auch nicht so viel mehr Aufwand.

GOB gab es auch keinen Fertigbrei, sondern Getreideflocken mit Wasser und Obst.

Viele sehen das mit der Ernährung einfach als "Schwarz" und "Weiß", die Mütter werden in Gut und Böse eingeteilt...mag sein, dass das noch voll zutreffend war, als die Deckel der Gläschen krebserregende Stoffe enthalten haben. Lt. Ökotest gehören diese Zeiten aber der Vergangenheit an, und keine Mutter, die "vernünftig" Gläschen füttert, ist eine schlechte Mutter ;-).

Was auch gerne vergessen wird: auch mit Selbstkochen kann man viel falsch machen. Man kann Vitamine zerkochen (wer weiß schon so genau, wie und wie lange man Möhrchen kochen sollte?), man kann zu viel/zu wenig Fett reintun, man kann auch Kinder mit selbstgekochtem "dick" füttern - wenn es täglich Frikadellen abwechselnd mit Wiener Würstchen und Pizza gibt, wäre es vielleicht sogar besser, Gläschen zu füttern. Man kann und darf also nicht pauschal sagen: selbst kochen gut, Gläschen schlecht. Dem einen oder anderen Baby würde es gesundheitlich besser gehen, wenn es vernünftige Gläschen statt der Nahrung, die ihm aufgezwängt wird bekommen würde. Wer selbst kochen will, sollte sich informieren...nicht umsonst gibt es ziemlich strenge Anforderungen an die Gläschen, und wer das beim Selbstkochen nicht berücksichtigen will, fährt wohl besser mit Gläschen.

Eines kann aber passieren: einmal Gläschen - immer Gläschen. Diese Gefahr besteht lt. meiner Hebamme, besonders wohl bei einigen Marken (angeblich oft bei Hipp). Wenn die Kleinen sich an die Gläschen gewöhnt haben, wird es oft schwer, sie an selbstgekochtes zu gewöhnen. Oft heißt natürlich nicht immer, aber für mich war das ein ganz wichtiges Argument für das Selbstkochen.

Entscheide Du, wie du es haben willst - das Preisargument kann man sogar vernachlässigen, wenn man zum Selbstkochen ausschließlich Bio verwendet und die Arbeitszeit berücksichtigt.

Ich war übrigens eine überzeugt Maggi-Fix-Tante, bis Max angefangen hat, mitzuessen. Dann habe ich ganz schnell kochen gelernt - aber Tomatensoße dauert bei mir länger als 5 Minuten ;-).

Viele Grüße
Miau2 mit #sonne Maximilian

Beitrag von sabrina1980 03.08.07 - 19:20 Uhr

Hallo Miau2#katze

>Auch wenn drauf steht "kristallzuckerfrei". Und das kann ein Problem werden, wenn Du Dein Kind schon im Säuglingsalter an extra süßen Geschmack gewöhnst. <

an den süssen Geschmack gewöhnen.....fraglich# der Mensch bevorzugt automatisch die Süssen Nahrungsmittel um lebensgefährliche oder gefährliche Nahrung geschmacklich zu erkennen und zu unterscheiden..ich kann mich jetzt leider nicht besser Ausdrücken, vielleicht weist du ja worauf ich hinaus will?

Ist es dann nicht so, das, das ein ganz natürlicher Drang ist und nicht eine Gewöhnungssache?

Lg
Sabrina+Carla-Joelle

Beitrag von miau2 04.08.07 - 10:00 Uhr

Hi,
die "natürliche Süße" z.B. von Muttermilch ist den kleinen schon in die Wiege gelegt, stimmt. Und das nutzen einige Hersteller aus und fügen zusätzlichen Zucker zu, um die Kleinen so richtig an das Produkt zu binden.

Es geht mir überhaupt nicht um den natürlichen Zuckergehalt von Lebensmitteln. Sonst hätte ich meinen Kleinen auch nicht stillen dürfen, sondern im nur Wasser anbieten dürfen ;-).

Es geht mir einzig darum, dass viele Baby-Lebensmittel vollkommen unnötigerweise mit verschiedenen Zuckerarten extra süß gemacht werden. DAS hat dann nichts mehr mit "natürlich" zu tun, und es ist einfach überflüssig für die Ernährung. Und gefährlich. Denn das, was Babys natürlicherweise an süßem Geschmack erleben ist bei weitem nicht so süß wie ein gezuckerter Milchbrei. Und wenn sie an dieses extra-süß gewöhnt werden, ist es durchaus möglich, dass natürliche Lebensmittel verweigert werden.

Da muss ein - eigentlich süß schmeckendes - Frühstück mit Milch und ungezuckerten Cornflakes dann nachgesüßt werden, weil der natürliche Zuckergehalt aus beiden Bestandteilen dem süßen Verlangen nicht mehr ausreicht. Und das ist genau das, was dann zu Nebeneffekten wie Übergewicht und Erkrankungen führen kann.

Abgesehen davon sind nur wenige Zuckerarten das, was die Natur für Babys vorgesehen hat ;-).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sabrina1980 04.08.07 - 16:42 Uhr

Hallo Miau2#katze

ist ja lieb, das du dir die Mühe gemacht hast, mir so ausführlich zu Antworten.:-)

Ich verzichte eigentlich auch weitgehends auf zuckerhaltige Nahrungsmittel, sehe es aber nicht mehr ganz so verbissen -wenn doch mal eine Spur vorhanden ist- wie zu Anfangs. Z.B.bekommt sie ab und zu den Pomps-Gries (der auch ein wenig Zucker enthält,den man aber nicht so rausschmeckt) ekelig war der von Milupa Gries mit Milch, der bestand, glaub ich , nur aus Zucker:-[
Und den Instant- Tee bekommt sie auch nicht, weil der auch viel zu süß ist. Allerdings trinkt Carla-Joelle nichts anderes ausser Saft mit Wasser.Und das von Anfang an, habe alle möglichen Teesorten probiert und nichts:-( , Wasser allein auch nicht, ach was habe ich da ausprobiert?#schwitz

lg
Sabrina

Beitrag von sabrina1980 03.08.07 - 19:08 Uhr

Hallo,

ich habe -als Beikost eingeführt wurde- die Gläschen bevorzugt!

Warum? Ganz einfach....es kommt aus einem kontrollierten Anbau, ist Bio und einigermaßen bezahlbar.
Das Biogemüse -welches im Bioladen zu kaufen gibt, ist mir einfach viel zu teuer, es lohnt sich nicht, weil die Hälfte eh vergammeln würde und wegen 2Möhrchen fahre ich bestimmt nicht los (dem Klimaschutz zuliebe;-)) Klar.....nun kommen die Stimmen bzw.Buchstaben aus dem Hintergrund, das man auf Vorrat kochen kann, sicherlich....., aber ich habe andere wichtige Dinge zutun als vorm Kochtopf zustehen;-)......die Zeit nutze ich sinnvoller mit meinem Kind und das Fassungsvermögen unserer Tiefkühltruhe lässt es auch nicht zu.

Einmal habe ich mich überwunden und selbstgekocht und war echt geknickt:-( habe Gemüseeintopf gemacht,püriert und Carla-Joelle gefüttert,nach 3-4Löffel wollte sie überhaupt nicht mehr und drehte sich demonstrativ weg:-[ Auch wenn es lächerlich ist, fühlte ich mich ein wenig gekränkt#hicks was natürlich Schwachsinn ist, ich weis#augen

Jeder muss selbst wissen, wofür er sich entscheidet!

Lg
Sabrina+Carla-Joelle11.11.06

Beitrag von nashivadespina 03.08.07 - 20:27 Uhr

wenn du selbst BIO kochst..ist das immernoch günstiger als Gläßchenkost.

Beitrag von tanjamami2006 03.08.07 - 20:40 Uhr

ich koche selber weil es billiger ist und weil es meine Tochter besser verträgt, weil in den Hipp Gläsern fast immer Karotte oder sonstwas drin ist, dann kriegt mein Baby sofort festen Stuhl. Außerdem möchte ich Abwechslung für mein Baby, es gibt fast jeden zweiten Tag was anderes, meine Tochter liebt es. Ich würze die Speisen dann unterschiedlich z.B. mit versch. Kräutern. Verwende übrigens TK Gemüse, selber kochen machen also nicht nur Öko Muttis.

Ich kann es nur empfehlen, es ist billig und einfach, macht halt bischen arbeit.

Mein Tip: Auf keinen Fall karotte zum Beikoststart ist meiner Meinung nach der letzte Mist. Ich versteh nicht warum das immer geraten wird. Ich rate: Milchbrei, oder Kartoffel oder Zuchini oder Pastinake.

Gruss Tanja Selbskochmami, stolzbin.