jemand mit überdurchschnittlich begabtem Kind hier?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von funnysun 03.08.07 - 16:07 Uhr

Hallo Ihr lieben,:-)

Vor ein paar Wochen ist bei meinem Sohn eine "allgemeine überdurchschnittliche Begabung" festgestellt worden.

Die Begabung ist nicht auf einen bestimmten Bereich festgelegt, er ist in allen Bereichen, so wie im logischen Denken begabter als andere Kinder.

Hat jemand hier Erfahrung damit? Wie geht ihr damit um und wie fördert ihr Eurer Kind?

Ach ja, mein Sohn ist fast 12 und kommt nun in die 6. Klasse Realschule.

#danke
Gruß
funny

Beitrag von cathie_g 03.08.07 - 16:09 Uhr

Hi Funny,

darf ich fragen wie und warum die Hochbegabung bei Deinem Sohn festgestellt wurde und warum er in der Realschule ist?

Catherina

Beitrag von funnysun 03.08.07 - 16:18 Uhr

Hi,

klar darfst Du fragen.

Er ist durch sein Verhalten, seine schlunzige Arbeitsweise, keine Hausaufgaben machen und respektlosigkeit gegenüber Lehrern aufgefallen.

Dadurch entstanden schlechte Noten. Der Schulpsychloge hat uns geraten ihn testen zu lassen, da dies Anzeichen für eine Unterforderung sind, die bei hochbegabten Kindern zu solchem Verhalten führt.

Diese Kinder wissen ja nicht daß sie mehr können als andere, deshalb langweilen sie sich und diese Verhaltensmerkmale sind ihre Art protest zu zeigen.

Dadurch werden viele hochbegabte Kinder übersehn, als faul und dumm eingestuft und landen oft auch Haupt- oder Sonderschulen. Und meiner halt auf der Realschule...

Gruß
funny

Beitrag von cathie_g 03.08.07 - 17:47 Uhr

Hi,

das kommt mir bekannt vor (von mir). Ist ja super dass der Schulpsychologe so fit war :-)

Was schlaegt er denn vor? Ein Uebertritt ins Gymnasium waere ja schonmal eine Herausforderung. Meine Tochter hat vor 2 Jahren (durch Umzug ins Ausland) zwei Klassen uebersprungen (vom Stoff her eher so knapp eine wegen des unterschiedlichen Systems). Nun, nach 2 Jahren, hatte sie sich an die Klassenspitze gesetzt und es war Zeit fuer den Schulwechsel (High School, 8 Klasse, sie ist so alt wie Dein Sohn).

Weitere Anregungen waeren: eine Fremdsprache, ein Instrument, Schachspielen, ein Gruppensport (fuer das Erlernen einer normalen Gruppendynamik) - meine Tochter ging auch in den Theaterclub, ideal fuer die "Rollenfindung".

Ich hoffe ihr findet etwas was ihn herausfordert und sein Selbstbewusstsein staerkt (und so das Verhalten bessert).

LG

Catherina

Beitrag von funnysun 03.08.07 - 18:11 Uhr

Hi,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Ich habe am Montag erst mal ein Gespräch mit der Lehrerin. Dann wollen wir sehen in wieweit mein Sohn sein Arbeitsverhalten ändern wird, wenn sie ihm spezielle Aufgaben stellt.

Er wäre vom Kopf her fit fürs Gymnasium, aber die größte Schlauheit nützt natürlich nichts, wenn er nicht mitspielt und weiter so unzuverlässig ist.

Sollte die Realschule nicht die Kapazität haben ihn individuell zu fördern, werden wir es auf dem Gymnasium versuchen, oder einer anderen Schule. Wir stehen ja noch ganz am Anfang, und haben das ganze erst vor 3 Wochen erfahren.

Natürlich muß auch außerhalb der Schule was getan werden.
Das ist schwierig weil er einfach sehr faul ist, und den "Arsch" nicht hoch kriegt.

Aber da werden wir schon was finden. In einem Schachverein war er schon mal. Aber alles was regelmäßig an bestimmten Tagen getan werden muß, ist ihm zu verbindlich.

Es wird eine Lösung geben, da bin ich mir sicher. Das Angebot in dieser Hinsicht ist besser als ich dachte.

Liebe Grüße
funny

Beitrag von setija13 06.08.07 - 16:53 Uhr

hochbegabung ist nicht gleich intelligenz
gruß petra

Beitrag von marion2 03.08.07 - 18:22 Uhr

Hallo,

ich hab gelesen, was du bis jetzt so geschrieben hast. #kratz

Nun, ich habe wohl ein hochbegabtes Kind #cool

Ich fördere ihn, in dem ich ihn zum HA machen zwinge ;-) Wahrscheinlich ist meiner einfach nur faul *seufz*

LG Marion

Beitrag von funnysun 03.08.07 - 18:30 Uhr

Hi,

das Problem ist ja es herauszufinden. Aber nicht in allen Fällen liegt bei diesem Verhalten eine spezielle Bagabung vor.

Aber ich bin der Meinung, lieber einmal zuviel getestet, als eine Begabung nicht erkennen. Man muß ja nicht immer davon ausgehen.

Aber es ist schon beruhigend eine Erklärung für solches Verhalten zu haben.

lieben gruß
funny

Beitrag von marion2 04.08.07 - 09:22 Uhr

Hallo,

ich lass meinen besser nicht testen *kicher*, ich will gar nicht wissen, dass er einfach nur faul ist. ;-)

Hattet ihr einen konkreten Verdacht bevor ihr getestet habt? Oder warst du total überrascht?

LG Marion

Beitrag von funnysun 04.08.07 - 12:15 Uhr

Hi,

also ich war total überrascht. Meine Mutter hat sich das ein bischen gedacht, weil wir uns sein Verhalten nicht erklären konnten.

Ich bin alleinerziehend, und dachte immer meine Erziehung hätte versagt, oder ihm fehlt der Vater, oder was auch immer.

Aber eigentlich weiß ich nicht was schwieriger ist. Einen faulen Knaben zu motivieren, oder einen schlauen dazu zu bringen sein potenzial auch zu nutzen.

So, jetzt werde ich mein "Superhirn#schock" mal einpacken und zwingen mit mir an die frische Luft zu gehen.

Bis bald oder später
liebe Grüße
funny#sonne

Beitrag von graupapagei4 03.08.07 - 19:42 Uhr

Wir haben einen sehr begabten 7jährigen, der jetzt in die 4.Klasse kommt.

Er zeigt zum Glück in der Schule , was er kann und ist sozial absolut unauffällig.

Nachmittags braucht er ein straffes Programm, damit er sich ausgelastet fühlt.

Beitrag von urbani 06.08.07 - 09:20 Uhr

Mein ältester Sohn wird am Samstag 13 Jahre alt und besucht seit heute die 9. Klasse eines Gymnasiums. Bei ihm wurde die Hochbegabung mit 5 Jahren festgestellt. Darauf wurde er direkt eingeschult und hat danach noch eine weitere Klasse übersprungen. Auch er hatte ähnliche Probleme wie deiner. Er war und ist schon immer jemand gewesen, der den Unterricht störte, reinrief, der Einzelgänger war, keine Freunde hatte usw. Aber dennoch ist er gut in der Schule, ohne viel zu tun, weil er ein unheimliches Gedächtnis hat, sich die Dinge sehr gut merken kann, in mündlichen Fächern dadurch sehr gut ist und so war es für mich insgesamt die richtige Entscheidung mit Überspringen und vorzeitigem Einschulen.

Mein zweiter Sohn ist auch sehr intelligent, wurde jedoch nie getestet, ist überall beliebt durch seine charmante Art, hat viele Freunde. Genau das Gegenteil vom Verhalten gegenüber seinem älteren Bruder. Er ist 11 1/2 Jahre alt und besucht die 6. Klasse eines Gymnasiums.

Unser Jüngster ist 4 Jahre und 7 Monate alt. Er besucht gerade die Ergotherapie, da er Probleme im feinmotorischen Bereich hat. Hier wurde ich jetzt mehrmals darauf hingewiesen, dass er überaus intelligent ist. Und jetzt komme ich doch glatt ins Grübeln, mein "Baby" im nächsten Jahr einschulen zu lassen. Mal sehen.

Du siest, ich habe Erfahrung mit hochintelligenten Kindern, jedoch ist es bei jedem anders und mit jedem Kind muss man unterschiedlich umgehen. Man kann also schlecht Tips geben, weil jedes Kind anders ist!

urbani

Beitrag von funnysun 08.08.07 - 21:08 Uhr

#danke

Beitrag von setija13 06.08.07 - 16:52 Uhr

hallo

bei meinem sohn wurde eine hochbegabung in der ersten klasse festgestellt. wir haben hier in mannheim eine kinderakademie, die er einmal die woche besucht. dort sind die kinder unter ihresgleichen,denn es ist manchmal sehr schwer für sie, von gleichaltrigen nicht verstanden zu werden. in der kinderakademie können sie versch. arbeitsgruppen ihrer begabung entsprechend besuchen. z.b. biologie, physik, mathe, musik, theater, bücher usw.
zusätzlich gibt es dann aktionen wie die kinderuni, mit der mann z.b. in die uniklinik im hörsaal sehr interssante vorträge bekommt.

vielleicht gibt es ja so etwas in der richtung auch bei euch. dieses wird alles gesponsert ,so eine art stipendium.