Er will immer zu uns ins Bett, bitte helft mir

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von kruella 03.08.07 - 20:30 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt und das schlafen will und will nicht klappen.

Einschlafen ist gar kein Problem, ich muss halt bei ihm sitzen bleiben bis er schläft :-) aber:


Nachts wacht er dauernd auf und will zu uns ins Bett. Meistens bleib ich beim ersten Mal sitzen bis er wieder schläft, aber eine 3/4 Stunde später ist er wieder wach und heult.

Er zeigt dann auf unsere Tür und will zu uns. Wär ja auch gar kein Problem, wenn ich nicht die ganze Nacht wach wäre, denn er muss dann ganz nah bei mir sein, und mein Mann dann natürlich auch und ich liege da wie eine Ölsardine.

Würde auch gern einfach mal wieder durchschlafen.
Ach ja mein Mann darf ihn überhaupt nicht umarmen oder holen, da fängt er total an zu kreischen.

So langsam bin ich echt am überlegen ihn schreien zu lassen. Haben auch schon seine Gitterstäbe weggeschraubt und ein Brett hingemacht, das man hoch und runter klappen kann aber nichts hilft.


Bitte, bitte helft mir, was würdet ihr tun???
bin langsam echt am Verzweifeln

Susi

Beitrag von dawn79 03.08.07 - 20:40 Uhr

Hallo,
also ehrlich gesagt sehe ich das Problem weniger bei Deinem Kind. Denn es zeigt ja ganz deutlich, was ihm wichtig ist in dem Moment. Und an einem gesunden Nähebedürfnis ist nichts auszusetzen. Wenn Du in der Enge nicht schlafen kannst, dann biete ihm eine Alternative an. Z.B. eine Matratze neben Eurem Bett. So habe ich es lange gemacht. Erst ist er bei mir im Arm eingeschlafen und dann habe ich ihn runtergelegt. Später ist er dann von alleine auf seine Matratze gekrabbelt, wenn er nachts wach wurde. Inzwischen schläft er eh meistens durch und wir haben außerdem ein 1,80 m Bett, so dass er gut noch 2, 3 Stunden bei uns liegen kann (ab und zu wacht er gegen 5 Uhr auf).
Was soll er von Schreienlassen haben? Du wirst auch später seine Bedürfnisse nicht ignorieren können, also fang schon jetzt damit an, ihn ernst zu nehmen, genauso wie Du Dein Bedürfnis nach Schlaf ernst nimmst. Nur so funktioniert ein Zusammenleben mit Kindern.

Beitrag von kruella 03.08.07 - 21:03 Uhr

Hallo,
danke möchte ihn ja auch nicht schreien lassen, das wollte ich nie und habe es auch noch nie, aber auch alleine in meinem Bett schlafen wär toll, das mit der Matratze ist eine gute Idee, habe auch schon daran gedacht, aber bei uns leider nicht möglich, da wir ein total kleines Schlafzimmer haben und keine Matratze mehr reinpasst.

Fällt dir vielleicht sonst noch was ein?

Beitrag von dawn79 03.08.07 - 21:12 Uhr

Puh, wie gesagt, ein zu kleines Schlafzimmer ist ja auch nicht die Schuld Deines Sohnes ;-) Er hätte es vermutlich anders ausgesucht. Ich kann Dir nur den Tipp geben, sein Nähebedürfnis ernst zu nehmen, wie auch immer Du das anstellst. Denn es steht ihm zu und es auch nichts Weltbewegendes. Er möchte nur Eure Nähe, Sicherheit und Geborgenheit, es gibt wahrlich anspruchsvollere Wünsche, oder? Ich habe nie ein Aufhebens darum gemacht, wir haben es arrangiert, dass er unsere Nähe hat, ohne dass ich dadurch beeinträchtigt bin. Und er ist heute ein selbstbewusstes Kind, das in der Kinderkrippe alleine ohne Kuscheltier, Schnuller o.ä. einschläft, das ist dort selten! Wir hatten nie Kämpfe, denn er musste nie um Nähe kämpfen. Er hat sie bekommen, freiwillig.

Beitrag von sina236 03.08.07 - 21:42 Uhr

da kann ich auch noch eines dazu setzen, denn unsere tochter ist ein ebensolches nähekind. sie braucht halt mehr davon als manch anderes kind, besonders nachts. wir haben keine matratze neben dem bett (wollt nicht extra noch was kaufen), sondern ichhab ihr ein gemütliches nest gerichtet. einen dicken schlafsack (so einen den man auch als decke nutzen kann) doppelt gelegt, eine decke oben drauf und ihr steppbett. unter die ränder auf der seite, die nicht ans bett grenzt hab ich kleine kissen gepackt, damit sie nicht rauskugelt. ist auch schon passiert. das ganze nimmt so etwa 50cm in breite und 100 cm in länge in anspruch. ich habs erst nicht geglaubt, aber das reicht ihr. sie krabbelt da auch schon allein hin und will gar nicht in unser bett. ausschlaggebend war, dass mein mann nicht mehr ölsardinenartig schlafen wollte und zudem immer mit füßen traktiert wurde, denn der kopf lag meistens bei mir. dafür hatte ihc nur centimeter zum liegen, weil madame IMMER quer lag. aber das nestchen ist unsere lösung für solche nächte. schnell auf und auch wieder abgebaut, wenn die zeit vorbei ist.


wirst sehen, auch diese phase geht vorbei. nimm mal nen zug gelassenheit und dann wirds schon wieder. schreien lassen wäre für uns auch keine alternative. wir hatten mal 14 tage lang die sanfte tour versucht, dass sie in ihrem bett bleibt. am ende schlief ich sogar neben ihrem bett aufm boden #augen. gebracht hats nicht. sie scheint resistent zu sein gegen sowas.

Beitrag von kruella 03.08.07 - 21:49 Uhr

Danke für eure Antworten, das wär eine Idee

Bin auch schon Stunden neben ihm gesessen und kaum wollte ich raus ausm Zimmer war er wieder wach.#augen

Werd es wirklich versuchen gelassener zu sehen, die schlimmsten Nächte sind auch nur die in der er mich in der Tiefschlafphase erwistch #gaehn

Beitrag von ivhen 03.08.07 - 21:04 Uhr

Ich sehe das mit dem Schlafen etwas anders. Mein 1. Sohn ist jetzt 4 und hatte kurzzeitig auch gemeint, bzgl. schlafen seinen Kopf durchzusetzen. Wir waren und sind der Meinung, ein Kind braucht sein Bett und sein Zimmer. Ich habe ihn, wenn er nachts wach wurde, kurz beschmust und wieder hingelegt. Die ersten 3 Nächte fand er das gar nciht toll und weinte natürlich weiter, aber in der 4. war gar ncihts mehr. Da hat er nämlich keine Lust mehr gehabt und den Rhytmus nicht mehr gehalten. Natürlich war es hart für uns, ihn weinen zu lassen. Hätte es nach einer Woche nciht geklappt, hätten wir uns was anderes einfallen lassen müssen. Aber es hat geklappt. Auch heute hat er manchmal das Bedürfnis, zu uns zu kommen. Ich teile ihm dann nachts mit, dass sein Bett aber sehr traurig sei. Da schläft er dann dort weiter. Also wenn Du meinst, probier es mit dem weinen lassen. Evtl. muss er es wirklich nur lernen. Er weiß ja auch, dass Du immer bis er schläft da bis, also meint er wohl auch, wenn er aufwacht, dass es nach ihm geht. Vielleicht braucht er aber auch nur noch etwas Zeit.
Übrigens ist unser 2. jetzt 3 Monate und völlig anders als der 1. mal sehen, ob ich da auch so durchsetzungsfähig bin, er will nämlich auch nciht so toll schlafen.....

Beitrag von dawn79 03.08.07 - 21:09 Uhr

Sorry, aber Deine Deine Einstellung zu Kindern finde ich wirklich problematisch! Es geht hier nicht darum, etwas "Abnormales" abgewöhnen zu müssen. Ein Kind braucht kein eigenes Bett und kein eigenes Zimmer, sondern in erster Linie Eltern, die sich ernsthaft mit ihm auseinandersetzen, anstatt jedes Verhalten nur als "Trotz", Kopf durchsetzen oder ähnliches zu interpretieren!!
Ich denke, Du hast da was komplett mißverstanden, das ist keine Umgangsweise. Oder willst Du, dass man Dich rufen lässt, wenn Du vom Hals ab gelähmt in einem Bett liegst und nicht weißt, wo sich die anderen Menschen aufhalten. Und sei es nur, wenn Du grade jemanden zum Reden brauchst? Ich hoffe, Deine Kinder behandeln Dich mal mit der gleichen "Coolness"! Es ist und bleibt eben die irrationale Form der Liebe, die Kindern erlaubt, dass sie sich optimal entwickeln!

Beitrag von sabrina1980 03.08.07 - 23:11 Uhr

Guten Abend Andrea,

warum musst du gleich so übertreiben:-p ...problematisch#augen

Bis zu welchen Alter braucht denn -deiner Meinung nach- ein Kind kein eigenes Bett und eigenes Zimmer?

Und die Aussage "sich ernsthaft mit ihm auseinandersetzen,anstatt jedes Verhalten....." Ja meinst du denn, nur weil man sein Kind nicht im Elternbett schlafen lässt, setzt man sich mit ihm nicht genügend auseinander#kratz Das ist ja kokoloris*kopfschüttel* Oder, habe ich da irgentetwas missverstanden?

Beitrag von dawn79 03.08.07 - 23:59 Uhr

Ich denke einfach, dass in unserer Kultur das eigene Zimmer und das eigene Bett überbewertet werden. Hat ein Kind ein eigenes Zimmer oder schläft im eigenen Bett, dann gilt es als selbstständig. Tut es das nicht, ja was dann? Es wird eben viel hineininterpretiert... Wann ein Kind ein eigenes Zimmer braucht, lässt sich so pauschal nicht sagen. Das kommt aufs Kind und auf die Eltern an. Wenn das Kind eine Privatspäre wünscht, sollte es diese auch haben.

Und mein Sohn schläft auch nicht bei uns im Bett... Aber ich halte einfach sehr wenig von diesen alten Vorstellungen, dass Kinder nur ihren Kopf durchsetzen wollen, bei allem was sie tun. Das ist eine Fehlinterpretation und das Kind wird in dem Fall in seinem Verhalten mißverstanden. Das ist für mich, wie wenn ich mit einem Partner zusammen bin und ich sage: "Du, ich hab heute Kopfweh" und der andere sagt "Ja, schönes Wetter draußen". Verstehst Du was ich meine? Und das finde ich dann in der Tat - problematisch, dazu stehe ich auch.

Genauso wie ich dazu stehe, dass ich vielleicht manchmal übertreibe. Aber das stört mich ehrlich gesagt wenig, wenn mir etwas wichtig ist.

Beitrag von sabrina1980 04.08.07 - 08:18 Uhr

Guten Morgen#tasse

auch wenn wir verschiedene Auffassungen haben, muss ich sagen, das ich mich gerne mit dir Austausche.Weil du immer wieder deine Meinung gut vertreten kannst, ohne ausfallend zu werden, wie das manchmal von anderen hier der Fall ist!

>"Du, ich hab heute Kopfweh"<

ist das nicht der Lieblingssatz der Frauen#kratz#freu#schein

Nein...spass beiseite;-)

Ich denke man muss schauen,was ich meinen Kind schon zumuten kann. Wenn es ständig aufwacht und z.B. Alpträume hat, dann darf es natürlich zu uns ins Schlafzimmer ( dafür ist es aber noch zu früh, weil sie noch nicht laufem kann#schwitz) ich kann mich daran erinnern, als ich klein war, haben wir uns auch immer in Elternbett gedrängt#schein (aber nur wenn Papa nicht da war )

Man darf aber auch nicht vergessen, das die Eltern -die Nacht auch mal alleine sein möchten;-)

Beitrag von dawn79 04.08.07 - 20:53 Uhr

Ach ja, aber da sehe ich keine Probleme - weder für uns noch für unsere zukünftigen Kinder, die mit Sicherheit auf die Welt kommen werden, ohne dass wir ständig damit beschäftigt sind, unsere bisherigen Kinder auszuquartieren. ;-)