Alles versucht und noch immer keine Besserung,Ferber???

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von naschkatz 03.08.07 - 22:15 Uhr

Hallo Mädels...

Ich habe ja die Tage schon geschrieben, daß unser bis vor kurzem "liebstes Schlafkind" (15 Monate) sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr ins Bett bringen ließ ohne zu schreien, als würde sie panische Angst haben.

Das ist jetzt eine Woche her... Mein Mann und ich haben Alles probiert, um wieder Frieden einkehren zu lassen.

Wir haben das Gitter vom Bett abgemacht, Licht angelassen, stundenlang geredet und gesungen, uns daneben gelegt, Musik angemacht etc. Doch es dauert ca. 2 Stunden, bis die Kleine endlich einschläft, was mit Gebrüll seeeehr lange ist.

Wir wissen einfach nicht mehr weiter....Jetzt hab ich eben etwas über die Ferber-Methode gelesen und mich darüber informiert...

Wer hat für mich einen Erfahrungsbericht, bringt das was?
Klingt ziemlich hart das ganze, aber wir und auch unsere Tochter sind mit unseren Nerven ziemlich am Ende! #heul

HILFE!!

LG Jenny

Beitrag von dawn79 03.08.07 - 22:19 Uhr

Ich halte die Ferber-Methode für zu wenig individuell, denn wenn Kinder schlechter schlafen (insbesondere wenn das plötzlich kommt), gibt es immer eine Ursache, auch wenn man die nicht gleich findet.
Schläft sie denn woanders besser ein? Hat sich etwas an ihrem Tagschlaf verändert? Eventuell braucht sie weniger Schlaf, das kann ganz plötzlich kommen! Wie viel Stunden schläft sie insgesamt? Kommen Zähne? Lernt sie grade viel dazu? Das können alles Gründe sein!
Gib mal einen Einblick, wie es grade so bei Euch aussieht, manchmal sehen Außenstehende mehr als wenn man selbst drin steckt! ;-)

Beitrag von naschkatz 03.08.07 - 22:29 Uhr

Also beim Mittagsschlaf ist es dsa gleiche Theater, das Kind ist hundemüde, sowohl mittags als auch abends. Wir haben schon versucht sie im Gästebett im WZ schlafen zu lassen, damit sie nicht allein ist, ging auch nicht. Insgesamt schläft die kleine von vorher 13-15 Stunden nur noch 7-8 max..Und das von einen Tag auf den anderen. Sie kann auch nicht neues plötzlich, da sie eher ein Typ ist der kontinuierlich langsam neue Dinge lernt und nicht von jetzt auf gleich.

Wir fragen uns auch ständig was nur los ist. Kennst Du sowas auch? Ist das nur ne Phase?

Beitrag von janamausi 04.08.07 - 08:43 Uhr

Hallo!

Wenn dein Kind sonst immer gut geschlafen hat und es erst seit einer Woche so geht, würde ich auf keinen Fall die Ferber Methode anwenden. Es kann soviel sein, warum sie nun schlecht schläft, eine Phase, Zähne, Erlebnisse verarbeiten...oder vielleicht hat sich ihr Schlafrhytmus geändert und sie ist nicht mehr zu den gewohnten Zeiten müde. Das würde auch erklären, warum sie nur noch so wenig schläft. Daher versuche doch mal den Schlafrhytmus zu ändern. Sie evtl. Mittags früher hinzulegen oder sie Mittags weniger schlafen zu lassen....Am besten ist es, wenn Du es dir schriftlich notierst, wann und wie deine Kleine geschlafen hat, evtl. kannst Du daraus dann Schlüsse ziehen. Auch brauch der Körper mind. 1 - 2 Wochen um sich an den neuen Schlafrhytmus zu gewöhnen, daher gibt nicht gleich auf, wenn es nach paar Tagen nicht klappt.

LG janamausi

Beitrag von bine3002 03.08.07 - 22:27 Uhr

Ich kann absolut verstehen, dass man verzweifelt ist und nach jedem Strohhalm greift. Ich mache das jetzt über ein Jahr mit. Bei uns ist jeder Abend und jede Nacht anders. Mal klappt das Einschlafen, dafür geht es dann nachts los, mal gibt es schon Stress beim Einschlafen und es ist mal 8 Stunden Ruhe, was aber sehr sehr selten ist. Ich brauche dir nicht zu sagen wie zermürbend das ist, weil man eben nie weiß, was der Abend und die Nacht so bringt. Ich schlafe zwischen 0 und 4 Stunden in der Nacht und bin schon länger am Ende meiner Kraft. Ohne meinen Mann wäre ich schon aus dem Fenster gesprungen -ohne Scheiß!

Was ich aber nie, wirklich niemals in Erwägung gezogen habe, ist die Ferbermethode. Bei dieser Methode wird ausdrücklich in Kauf genommen, dass das Baby sich bei seinen Schreiattacken übergibt und das wird auch noch als "Druckmittel" des Kindes ausgelegt. Es übergibt sich also, um uns zu erpressen. Und dass das totaler Schwachsinn ist, sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen. Allein schon deswegen ist das für mich eine absolut grausame Methode.

Bei Euch geht es seit einer Woche so und ich muss ehrlich sagen: Reisst Euch mal ein bißchen zusammen. Eurem Kind geht es nicht gut, wenn es da so schreit. Irgendwas ist los. Vielleicht ein schlechter Traum, vielleicht eine aufregende Zeit, die es unmöglich macht einfach so einzuschlafen (stell dir mal einen total stressigen Bürotag vor). Teilt Euch die Aufgabe, das Kind ins Bett zu bringen. Wir wechseln uns halbstündlich ab, wenn es mal wieder länger dauert und in ganz schlimmen Zeiten schlafen wir abwechselnd auf dem Sofa, damit wenigstens einer mal etwas Ruhe bekommt (natürlich ist man bei Gebrüll trotzdem wach, aber man muss sich dann nicht drum kümmern). Es ist eine harte Zeit, aber sie geht vorbei. Vielleicht hilft auch eine kurze Auszeit vom verhassten Bett. Lasst sie eine Weile bei Euch schlafen. Vielleicht sieht es dann in einer Woche ganz anders aus.

Beitrag von naschkatz 03.08.07 - 22:33 Uhr

Das mit dem "bei uns schlafen" funktioniert, sie kennt das gar nicht und verbindet unser Bett nur mit toben und spielen, da verfliegt jede Müdigkeit.

Das mit dem Erbrechen bei der Ferber-Methode hab ich nicht gelesen, find ich aber auch zu hart. Ich muss aber zugeben, das wir in unserer Verzweiflung es auch schonmal mit einfach schreien lassen probiert haben, das ging 20 Minuten.- Geholfen hat es tatsächlich nix.

Beitrag von marypoppins01 05.08.07 - 01:08 Uhr

Hallo!

Ich kann dir nur recht geben. Meine Tochter hatte letztes Jahr auch von jetzt auf gleich Schlafprobleme.
Genauso wie du, habe ich nachts kaum noch geschlafen, tgasüber ging auch nicht, da ich noch andere Kinder habe.....ich war mit den Nerven auch total runter und wollte am liebsten heimlich abhauen.
Ich habe mir dann auch auch ( rein Interessenshalber) ein Buch über das Ferbern geholt........und eine echt Gänsehaut bekommen.....ne, da wäre ich im Leben nicht darauf gekommen.
Es war eine sehr harte Zeit, aber heute, fast ein Jahr danach, ist es wieder vorbei und die Normalität ist zurückgekehrt.
Ich bin wirklich froh, das ich solche Methoden nicht angewendet habe.

Liebe Grüße und alles Gute

Beitrag von kja1985 03.08.07 - 23:12 Uhr

"ohne zu schreien, als würde sie panische Angst haben. "
Und dann willst du sie ferbern??? Anscheinend hat deine Tochter gerade Verlustängste oder ähnliches, sie schreien zu lassen macht alles noch schlimmer.

Und es ist doch nur eine Woche! Ich hatte das Schlafgespinne 15 Monate lang und wäre nicht auf die Idee gekommen meine Tochter schreien zu lassen.

Beitrag von moni04032005 04.08.07 - 14:15 Uhr

Kann dir nur vom "ferbern" abraten....!!!!!!
Es gibts nichts schilmmeres für ein Kind auf der Welt.....

Beitrag von jule73 04.08.07 - 14:27 Uhr

Hallo Jenny,

also zuerst: Ferbern würde ich auf gar keinen Fall!!!!

Damit machst Du alles nur noch schlimmer. Deine Tochter schreit nicht ohne Grund und wenn Du sie mit Ihren Problemen (auch wenn sie für Dich im Moment nicht erkennbar sind) allein lässt, wird ihre Angst nur noch größer.

Wir hatten ähnliche Probleme mit unseren Zwillingen. Wir waren völlig verzweifelt, da wir "doppelten" Stress hatten. Hinzu kam, war eine endlich ruhig, fing die andere an und machte ihre Schwester wieder wach und alles ging von vorne los. Und ich war auch noch hochschwanger! Es war ganz, ganz schrecklich!

Wir sind dann zu unserem Heilpraktiker gegangen, der uns einen chinesischen Tee empfohlen hat.
Den haben sie leider nicht getrunken, da der furchtbar schmeckte.
Aber zum Glück hat der gute Mann echt was auf dem Kasten. Er hat dann aus diesem Tee Tropfen herstellen lassen. Die mischen wir entweder in ein bisschen Saft oder geben sie mit Obst aus dem Gläschen.

Sie heißen Uncaria ramulus cum uncis.

Bei uns hat es super geholfen. Euch weiterhin gute Nerven und viel Glück!!!

LG
Katrin mit Rasselbande

Beitrag von nane29 04.08.07 - 19:25 Uhr

Hi Jenny,

hier kannst du Erfahrungsberichte lesen:

http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern3.htm

#schmoll

Nicht ferbern!!! Halt durch und vertraue deiner Tochter. Es gibt einen Grund für ihr Verhalten, auch wenn der für euch nicht gleich erkennbar ist. Wenn sie bis vor kurzem ein super Schlafkind war, dann wird sie doch nicht ohne Grund plötzlich eine 180 Grad - Wende machen. Kinder gehen durch Phasen, das ist doch allgemein bekannt, warum sollte deine Maus eine Ausnahme sein. Und Phasen gehen vorbei.
Sie hat es euch bislang scheinbar recht leicht gemacht mit dem Schlafen. Lass sie nicht im Stich und bestrafe sie nicht mit dem gemeinen Ferbern, nur weil eine Weile nicht so kann oder mag wie sonst.

Bei uns war es neulich auch so, hatten ein paar Tage lang Terror beim Einschlafen. Dann plötzlich war es wieder ok und ich erlebte unseren "magischen Moment" - kannst ja gerne mal nachlesen:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=52&tid=997852&pid=6405091

Gestern konnte ich Lena sogar wach alleine im Bett lassen, sie ist ohne einen Mucks nach 15 Minuten eingeschlafen...

LG Jana + Lena *18.05.06

Beitrag von sternenzauber24 05.08.07 - 00:21 Uhr

Hallo Jenny,

ich halte von solchen Foltermethoden wie Ferbern oder wie sich dieser Quatsch schimpft: nix! Lass das lieber sein, und folge deinem eigenem Gefühl. Ich habe bis zum fast 3. Lebensjahr meines Sohnes mit am Bett gesessen. Heute schläft er völlig Problemlos in seinem Bett. Gib deiner Tochter die nötige Nähe, mehr kannst du nicht tun. Guck das du Spieluhrenlieder anstellst, mit ihr kuschelst und voher evtl. spazieren wenn sie das gut müde macht. Ich hatte mir eine Matratze neben das Kinderbett gelegt, das war Okay. Ich denke das ist eine ganz normale Phase, und vergeht wieder. Aber von schreien lassen, halte ich garnix. Niemals!

LG, Julia

Beitrag von radoki 05.08.07 - 09:20 Uhr

Ferbern selbst ist wenig individuell, aber wenn Du Dir aus der Methode das rausnimmst, was auf Euch passt, kann es sehr hilfreich sein. Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden. Ferbern ist keine Foltermethode, sondern eine Möglichkeit wieder Struktur in die Schlafzeiten zu bringen. Ich habe es bei meiner Tochter praktiziert und bin alle drei Minuten ins Zimmer bis sie eingeschlafen war und das hat super geklappt. Spätfolgen hat sie keine. Bevor Du also völlig entkräftet bist und gar aggressiv wirst auf Dein Kind weil Dir Schlaf fehlt, probiers aus.
grüße,
radoki