unterhalt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von chibie 03.08.07 - 22:23 Uhr

hallo, weiß jemand wie der unterhalt für die mutter gerechnet wird. habe gehört, dass der KV auch wenn man nicht verheiratet war auch 3 Jahre für die mutter unterhaltspflichtig ist. stimmt das? und wie muß frau da rechnen? danke schon mal!
#kratz#kratz#kratz

Beitrag von moonlight87 04.08.07 - 00:12 Uhr

Hallo ..
ALso laut meinen Infomation steht dir die Hälfte von seinem Netteinkommen zu das kannst du Dir per anwalt oder über die Arbeitsagentur ausrechnen lassen .Der Unterhalt wird zusammen gesetzt von deinem Kind der UH und dann kommt dazu .Es wird erst mal geguckt das der Kindesunterhalt gesichert ist und dann kommst Du dran.Ich würde mich beraten von einem guten Anwalt dann läuft nichts schief bei der Berechnung es sei denn man einigt sich untereinander aber auch da muss man was schriftliches aufsetzen das keiner hinterher einen in die PFanne hauen kann.

Ich lass mir mein Unterhalt auch von meiner Anwältin ausrechnen !Mein ex hat bloss nur für meine Tochter bezahlt aber da ja die kinder auch grösser werden und mehr bedarf haben muss halt mehr Geld her und ALG 2 würde zwar auch reichen für meinen bedarf aber er verdient gut und da kann er ruhig paar Euros her geben.Man hat ja auch die Betreung übernommen fürs Kind und man muss ja den Mann nicht ganz Arm machen.Wie gesagt es kommt drauf an was übrig bleibt von seinem Einkommen das kriegst dann Du !!


Liebe Grüße

Beitrag von lucie_neu 04.08.07 - 11:59 Uhr

Also Unterhalt steht dir natürlich auch zu für die ersten 3 Jahre - sofern du nicht arbeitest.
"Ihnen steht für mindestens 3 Jahre Unterhalt nach § 1615 l 2 BGB zu. Danach steht der Mutter ein Unterhaltsanspruch für die Dauer von mindestens drei Jahren zu, soweit von ihr wegen der Pflege und Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Unterhalt kann aber auch darüber hinaus zugesprochen werden, wenn dies aus Billigkeitsgründen, insbesondere mit Blick auf die Belange des Kindes, geboten ist. Die Höhe des Unterhaltes entspricht hier dem Verdienstausfall (OLG Bremen FamRZ 2000, 636) Maßgeblich ist das Einkommen des Kindsvaters. Zusätzlich zum Unterhalt wird Sonderbedarf (anteilig) geschuldet. Das ist ein unregelmäßiger, außerordentlich hoher Bedarf. Beispielsweise ein Zahnspange oder ein Brille. Die Säuglingserstausstattung zählt hierzu.


So oder so kann ich dir aber sagen, dass du finanziell wohl besser dastehen wirst, wenn du trotz Kind wieder so schnell wie möglich in die Arbeit gehst.
Denn ich glaube nicht, dass der Unterhalt finanziell das auffangen kann, was du so verdienen würdest. Zumal dem Kindsvater ja auch noch gut 900 Euro Selbstbehalt bleiben müssen. Wenn er - mal pi mal Daumen gerechnet - 1800 Euro im Monat verdient, 200 Euro fürs Kind abdrücken muss und evtl. sonst noch irgendwem Unterhalt zahlen muss oder Schulden oder ein Haus, schauts für dich schon mal zappenduster aus.

lg
Lucie

Beitrag von lollorosso71 05.08.07 - 01:37 Uhr

jo. theoretisch.

bei einem selbstbehalt von 900 euro plus 200 euro fürs kind plus einer pauschale von 5 % müsste er aber über 1200 euro verdienen, damit du überhaupt was bekämst. und auch dann...

von allem, was darüber liegt, bekommst du 3/7. alg II mit einem kind inkl. miete wären ca. 1000 euro. wenn er also über 2.500 euro im monat netto verdient, such dir einen anwalt, der deine ansprüche durchsetzt. darunter musst du eh alg II beantragen und das amt kümmert sich drum, ohne finanziellen vor- oder nachteil für dich.

gruß, lollo