Komme mit dem Essen nicht weiter...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sina29 04.08.07 - 11:12 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Vielleicht kann mir ja jemand von Euch einen Rat geben. Meine Tochter Sina wird nächste Woche ein Jahr alt. Sie ist klein und zart (70cm, 8,1kg), aber der Arzt war bei der U6 total zufrieden, ihr BMI ist optimal. Nur mit dem Essen haben wir unsere Probleme. Sie bekommt noch 3x täglich ein Fläschchen und 3x einen Brei (abends gibts das Fläschchen nach dem Brei). Sie isst immer sehr wenig, meistens die Hälfte vom angegebenen Durchschnitt. Die Abendflasche kann ich nicht weglassen, da sie eben sehr wenig Milchbrei isst und es alleine nicht für die Nacht reicht. Der Arzt hat auch gesagt, daß ich sie langsam von der Flasche wegbekommen und auf normale Kost umstellen sollte. Ich weis nur nicht wie!!!! Ich habe das Gefühl, daß sie sich das was ihr beim Essen zu wenig ist, durch die Flasche holt. Die kann ich doch nicht weglassen!!!! Wenn ich ihr "normale" Sachen gebe, wie Nudeln, Kartoffeln mit Sauce, etc. isst sie es zwar, aber nur einige Happen und wird dann ganz verzweifelt, wenn sie weiteressen soll. Ich bin total ratlos. auch trinkt sie noch nicht aus einer Tasse. Wir üben es zwar, aber die Flasche ersetzen ist nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, daß ich total viel falsch gemacht habe und meine Maus hintendran ist. Hier lese ich oft, daß die Kinder mit 11 Monaten tagsüber schon sauber sind, mit 8 Monaten mit festhalten laufen und schon sprechen. Aber ich kann mein Baby doch nicht nur triezen und ständig fördern und fordern. Sie ist noch so klein und babyhaft, die Sachen lernt sie doch noch früh genug, oder? Nur eben die Esserei setzt mich echt unter Druck.
Danke im Voraus für Eure Antworten!
Ich wünsche Euch und Euren Zwergen einen sonnigen Samstag!
LG von Steffi und Sina (11.08.06) #sonne

Beitrag von ratpanat75 04.08.07 - 11:35 Uhr

Hallo,

bis zu dem Alter deiner Tochter hat mein Sohn sich noch zu 90 % von Muttermilch ernährt, alles andere wurde zwar gerne probiert, aber nur in kleinen Mengen akzeptiert.

Na und?
In allem anderen war er völlig zeitgemäss entwickelt.

Jetzt ist er fast 2 und isst wirklich alles und sehr gerne.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und gerade beim Essen finde ich es sehr wichtig, dass das auch akzeptiert wird.

Und mal ehrlich, ein Kind, das mit 11 Monaten sauber ist, halte ich für ein Gerücht, mit 8 Monaten alleine hochziehen und an den Möbeln langlaufen ist nichts ungewöhnliches, aber in dem Alter ist krabbeln doch viel wichtiger.

Lass deiner Kleinen ihre Zeit, das ist völlig normal.

LG


Beitrag von sina29 04.08.07 - 11:47 Uhr

Hallo!
Danke für Deine Antwort. Ich bin auch Deiner Meinung, aber eben durch viele andere Aussagen verunsichert. Ich bin auch froh, daß sie ein normales Sättigungsgefühl hat und nicht im Unverstand frisst, da wir in unserer Familie alle zu rund sind. Manchmal braucht man eben wieder jemanden der einen unterstützt und nicht nur Wettbewerbe abhalten will. Danke!!!
Das mit 11 Monaten und dem Sauberwerden hab ich eben erst im Babyforum gelesen. Kein Witz!
LG von Steffi und der supiglücklichen Sina

Beitrag von norma71 04.08.07 - 11:37 Uhr

Hallo!

Von einem Baby, dass mit 8 Monaten sauber ist habe ich wirklich noch nieee gehoert. (Wenn ich naetuerlich mein Kind 10 Stunden am Tag auf den Topf setze, landet natuerlich relativ viel drin ;-)

Alle Kinder sind anders. Und Du hast bestimmt nicht mehr falsch gemacht, als jeder hier von uns!

Aber um Dich zu beruhigen, es gibt es ein sehr gutes Buch: Babyjahre (fuer die Kindererziehung + Hintergrunde von 0-2 Jahre) und Kinderjahre (ab 2 bis zum Erwachsensein). Beide von Remo H. Largo.

Viele Gruesse,
Norma


Und mit Karl Valtin: Man kann Kinder nicht erziehen, die machen einem sowieso alles nach!

Beitrag von sina29 04.08.07 - 11:51 Uhr

Hallo Norma!
Danke für den Tip, werd ich mir gleich mal anschauen. Ich bin halt oft etwas verunsichert, weil ich es sehr viel mit diesen Topmanagermüttern zu tun habe und mein Selbstbewusstsein nicht grad das größte ist. Aber bisher hat mich mein Bauchgefühl immer am weitesten gebracht und man sieht es ja an unserer Süßen, das es ihr gut geht. Man muss nur ab und zu wieder auf den Boden zurück geholt werden...
LG von Steffi und Sina

Beitrag von gotschie 04.08.07 - 14:20 Uhr


Hallo Steffi,

gerne kann ich Dir einen Rat geben.

Ich finde 3 Fläschchen und 3 Brei einfach zu viel - da wird sie wahrscheinlich keinen Hunger mehr haben. Ersetz nach und nach die Flaschen gegen den Brei. Ich schreibe Dir mal, wie ich es gemacht habe. Also am Anfang hat unsere Kleine 4 Flaschen über den Tag bekommen. Dann habe ich angefangen die Mittagsflasche durch ein Gläschen zu ersetzen. Am Anfang hat sie nur ein paar Löffel gegessen, dann gab es hinterher noch eine halbe Flasche. Aber langsam habe ich die Menge vom Mittagsbrei gesteigert und dann gab es irgendwann keine Flasche mehr. Wenn das geklappt hat, dann probierst Du die Abendflasche wegzulassen und dann einen Abendbrei zu geben. Eben auch in Etappen. Dann die Nachmittagsflasche.

Eigentlich braucht Deine Kleine auch keinen Brei mehr, aber vielleicht ist es als Zwischenschritt noch sinnvoll. Du kannst ihr aber auch Mittags von Deinem Essen geben oder Abends dann ein Brot. Du wirst merken, was ihr lieber ist. Irgendwann wollen die Kleinen eh das essen, was Du ißt.

Ich drücke Dir die Daumen...

Wenn Du noch Fragen hast, dann frag mich ruhig.

Liebe Grüße
Gotschie


Beitrag von ratpanat75 04.08.07 - 14:33 Uhr

Hallo,

>>>Aber langsam habe ich die Menge vom Mittagsbrei gesteigert und dann gab es irgendwann keine Flasche mehr<<<

Das ist ja auch schön und gut und funktioniert bestimmt bei den meisten Kindern, aber es gibt auch Kinder, die nicht mehr Beikost mögen !!!!

Mein Sohn wurde bis zu seinem ersten geburtstag zu 90 % gestillt, er hat gerne alles von unserem Essen ( natürlich nur altersgerechte Sachen) probiert, aber nur in ganz kleinen Mengen- Brei hat er nie gegessen.

Wie willst du die Menge steigern, wenn die Kleinen nicht mehr wollen, so wie die Posterin es beschreibt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass der natürliche Instinkt der Kleinen das individuelle Verhältnis zwischen Milch und Beikost sicherstellt.

Das kann heissen, dass es Kinder gibt, die ruckzuck alle Milchmahlzeiten durch Beikost ersetzen, aber auch, dass es Kinder gibt, die sich an ihrem ersten Geburtstag noch hauptsächlich von Milch ernáhren.

dann sollte man auch keinen Druck machen, denn, wie du schon sagst, >>>> Irgendwann wollen die Kleinen eh das essen, was Du ißt. <<<< #pro.

LG






Beitrag von gotschie 04.08.07 - 14:50 Uhr


"Wie willst du die Menge steigern, wenn die Kleinen nicht mehr wollen, so wie die Posterin es beschreibt? "

Klar, ist es kein Problem, wenn die Kleinen ausschließlich Milch bekommen. Aber aus dem Posting der Anfragenden lese ist, dass sie etwas an der Ernährung ändern möchte.

Ich würde es halb mal probieren die Menge zu steigern. Da braucht man viel Geduld dafür und es wird wahrscheinlich nicht innerhalb von Tagen gehen. Aber es macht doch nichts. Einfach immer anbieten, selbst mal löffeln lassen (auch wenn es viel Sauerei gibt) und einfach Freude am Essen vermitteln. Das kann der Mittagsbabybrei sein oder auch das Familienessen. Unsere Kleine war nie so ein Fan von Babybrei, sondern wir haben schnell auf Familienkost umgestellt, weil sie es einfach wollte. Wenn Du ihr "fertigen" Babybrei gibst, dann kannst Du mal versuchen selbst zu komen. Vielleicht mag sie die Fertiggläschen auch nicht. Unsere hat auch lieber den selbstgekochten Babybrei gemocht. Probier es einfach aus.

Liebe Grüße
Gotschie

Beitrag von ratpanat75 04.08.07 - 15:38 Uhr

>>>Wenn Du ihr "fertigen" Babybrei gibst, dann kannst Du mal versuchen selbst zu komen. Vielleicht mag sie die Fertiggläschen auch nicht. Unsere hat auch lieber den selbstgekochten Babybrei gemocht. Probier es einfach aus. <<<


Danke, aber mein Sohn ist inzwischen fast 2 und isst schon lange alles und gerne ;-).
Er hat die Breiphase einfach übersprungen, war nicht sein Ding.

Für mich war das allerdings auch gar kein Problem, dass er mit 1 Jahr noch fast voll gestillt wurde, ich war mir ganz sicher, dass er irgendwann von alleine essen würde.

Ich habe ihm Essen angeboten und er hat entschieden, ob und wieviel er davon isst.

Ansonsten hat er einfach seine Milch bekommen.

Ich vertraue da wie gesagt auf den natürlichen Instinkt und habe uns da gar keinen Stress gemacht.

LG

Beitrag von nonne1 04.08.07 - 18:24 Uhr

Hallo,

>>>Das ist ja auch schön und gut und funktioniert bestimmt bei den meisten Kindern, aber es gibt auch Kinder, die nicht mehr Beikost mögen !!!! >>>

Ganz genau, bei Jonas war das bis vor ca. 1 Monat auch noch so, dass er Schwierigkeiten mit dem Essen der Beikost hatte. Wenn ich bei ihm die Breimenge hätte steigern wollen, hätte ich alles wieder vom Boden aufwischen können. Bei stückigeren Dingen (Brot, Nudeln, Hackfleisch o.ä.) fing er an zu würgen und gleich darauf auch meist an zu brechen. Wir waren schon kurz vor dem Verzweifeln!!!
Unser KiA meinte nur, wir sollten ihm das zu Essen geben, was er möchte! Bis dato bekam er meist 4 Flaschen 3-er Milch.

Mittlerweile ißt er eigentlich schon ne Menge (Nudeln, Apfel, Brot, Brötchen, Reis, Kartoffeln, Möhren, etc.). Bei manchen Sachen setzt der Brechreiz aber trotzdem noch ein, z.B. bei Waffeln #kratz
Wir haben ihn mittlerweile auf 2 Flaschen 3-er Milch reduzieren können und sind echt guter Dinge.

Unser Fazit: Nicht unter Druck setzen, denn das bringt nix! Dat wird schon....

LG
Gabi mit Jonas 16 Monate

Beitrag von ratpanat75 04.08.07 - 21:19 Uhr

>>>>Unser Fazit: Nicht unter Druck setzen, denn das bringt nix! Dat wird schon.... <<<

Genau das meinte ich.

Mein Sohn ist mittlerweile fast 2 und isst sehr ausgewogen und meistens auch viel, aber vor allen Dingen hat er Spass am essen.

LG

Beitrag von nonne1 04.08.07 - 18:31 Uhr

Hallo Steffi,

bei uns war/ist es in etwa genauso!!! Schau mal ein Stück weiter unten, da habe ich auf eine Antwort von einer Antwort für dich geantwortet (#kratz hm...)

Ich wünsche euch alles Gute und geh "einfach" nach deinem Bauchgefühl!

Liebe Grüße

Gabi mit Jonas mittlerweile 16 Monate #schock (wie die Zeit vergeht)

Beitrag von sina29 04.08.07 - 21:59 Uhr

Hallo Gabi!
Erstmal vielen Dank für Deine nette Antwort! Beim lesen dachte ich, daß Du über meine Süße schreibst! Die Würgerei hat sie auch bei stückigem Brei. Im Grunde weis ich, daß ich nach meinem Bauchgefühl gehen muss und es auch tun werde, aber man wird doch oft verunsichert. Außerdem ist es ganz ermutigend, zu hören, daß es viele andere Kinder mit solchem Essverhalten gibt, die weder körperlich, noch geistig verkümmert sind ;-). Die "Mama-will-Pommes-und-Eis"-Zeit kommt früh genug... Wieviel isst Dein Jonas vom "normalen" Essen? Reicht ihm das? Isst er dann nur Nudeln oder Reis trocken, oder auch mit Soße oder Fleisch?
Vielleicht magst Du mir ja mal über die VK schreiben!
Alles Liebe wünschen Euch Steffi und Sina, die selig schnarcht!!!