Besser in der Kirche bleiben zwecks Kindergartenplatz?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von papalapap 04.08.07 - 14:39 Uhr

Hallo, mich würde interessieren, wie die Erfahrungswerte mit Kindergärten so sind. Meine Frau und ich sind eigentlich aus diversen Gründen geneigt aus der Kirche (evangelisch) auszutreten. Ein Grund, der uns noch zurückhalten könnte ist der Kindergartenplatz.

* Kirchliche Kindergärten nehmen ausschließlich Kinder entsprechender Konfession?

* Kirchliche Kindergärten sind finanziell günstiger?

* Es gibt mehr kirchliche als sonstige Kindergärten?


Ich möchte keine Diskussion über Glauben und Nicht-Glauben führen...

Viele Grüße, Michael

Beitrag von blucki 04.08.07 - 14:52 Uhr

hallo michael,

also mein mann und ich sind seit zig jahren schon nicht mehr in der kirche (ich war katholisch, er evangelisch) und unser sohn geht ab 01.09. in einen evangelischen kindergarten. da wird meines erachtens nicht nach gegangen.

kann natürlich sein, dass das in ländlichen gebieten anders gesehen wird. ihr müsst euch einfach mal erkundigen. ich kanns mir aber nicht so recht vorstellen.

in einen städtischen kiga würde ich mein kind aber nicht geben wollen.

leider sind in unserer stadt (wir kommen aus frankfurt) die städtischen kindergärten tlw sehr vernachlässigt und der ausländeranteil ist extrem hoch.

ich will übrigens auch keine diskussion über ausländerfeindlichkeit hier führen!

lg
anja

Beitrag von tomkat 04.08.07 - 15:06 Uhr

Also kirchliche Kindergärten nehmen alle auf. Auch solche Kinder, die nicht mal ihrer Konfession entsprechen.

Günstiger sind sie auch nicht. Bei uns im Ort kosten alle gleich - kirchliche und städtische.

Und mehr kirchliche als städtische Kindergärten gibt es nirgends. Sie sind lediglich eine Ergänzung des städtischen Angebots.

Beitrag von lieserl 04.08.07 - 15:12 Uhr

Hallo!

Kirchliche Kindergärten nehmen auch Kinder anderer Konfessionen, allerdings haben sie die Religion in ihrer Konzeption verankert, d. h. ALLE Kinder werden z. B. mit Bibelgeschichten usw. konfrontiert.

Kirchliche Kindergärten sind (zumindest bei uns) nicht günstiger als andere.

Bei uns gibt er fast ausschließlich kirchliche Kindergärten, aber siehe oben...

Bei uns ist der ausländeranteil in den Kirchlichen Kigas leider auch sehr hoch.

Grüße
Lieserl

Beitrag von anja1968bonn 04.08.07 - 15:16 Uhr

Meine persönliche Antwort auf die Frage im Betreff: Nein, wenn man raus möchte, soll man rausgehen.

Zu den Fragen kann ich nur schreiben, wie es bei uns ist - das ist sicher von Stadt zu Stadt anders:

- Im evangelischen Kindergarten, in den mein Sohn geht, sind evangelische, katholische, muslimische und auch Kinder, deren Eltern nicht in der Kirche sind. Bei der Anmeldung wurde bei uns nicht explizit nach der Kirchenzugehörigkeit gefragt.
- Die kirchlichen Kindergärten kosten hier ebensoviel Beitrag wie die städtischen Einrichtungen.
- Die städtischen Einrichtungen sind hier in der Überzahl, gefolgt von den kirchlichen, danach kommen private Einrichtungen.

LG

Anja

Beitrag von germany 04.08.07 - 15:34 Uhr

Ich bin evangelisch,mein Sohn und mein mann nicht,aber mein Sohn ist in einem evangelischen Kindergarten.Auch Türkische Kinder sind da.Nicht viele aber ein paar.Es ist denen egal welche konfession man hat ode ob überhaupt.Also bei uns ist das so.Wir haben tatsächlich mehr evangelische Kindergärten als andere.

Mh,mit den Presien ist es ja überaqll anders.Bis 15.000€ im Jahr muss man nichts zahlen,lediglich das essensgeld in höhe von 60€.

Einfach mal die Preise der Kindergärten vergleichen.Wichtig ist,das ihr euer Kind früh genug bei verschiedenen Kindergärten anmeldet.

lG germany

Beitrag von muemelkronster 04.08.07 - 17:59 Uhr

"* Kirchliche Kindergärten nehmen ausschließlich Kinder entsprechender Konfession?"

Auch Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft MÜSSEN Kinder anderer Religion/ Konfession/ nichtgläubiger Eltern aufnehmen.
Steht schließlich im Grundgesetz, dass niemand aufgrund seiner Religion, Herkunft etc. benachteiligt werden darf.

"* Es gibt mehr kirchliche als sonstige Kindergärten?"

Das ist sicherlich regional unterschiedlich. Bei uns gibt es kaum Kigas in kirchlicher Trägerschaft.

muemel

Beitrag von teufelinchen72 04.08.07 - 19:58 Uhr

Hallo Michael,

also in dem ersten Dorf, in dem wir gewohnt haben, gab es einen städtischen und einen kirchlichen Kindi.
Torben ging in den evangelischen Kindi.
Ich bin evangelisch, mein Mann ist konfessionslos und mein Sohn ist nicht getauft.

In dem Dorf, in dem wir jetzt wohnen gibt es insgesamt 5 Kindergärten, einer davon ist kirchlich (katholisch).

Torben geht hier in einen städtischen Kindi, für den wir genauso viel bezahlen, wie seinerzeit in dem evangelischen Kindi.

In dem jetzigen städtischen Kindi wird relativ viel Wert auf die Vermittlung des Glaubens gelegt, davon kann man seine Kinder selbstverständlich schwer ausschließen (was ich aber auch gar nicht will).

LG,
Wiebke

Beitrag von jules0815 04.08.07 - 22:17 Uhr

Hi Michael,

unser Sohn geht in einen evangelischen KIGA und wir sind alle konfessionslos, bei der Anmeldung wurde aber auch nicht danach gefragt.
Der KIGA kostet annähernd genauso viel wie die städtischen oder privaten.
In unserer Stadt gibt es nur 2 kirchliche, der überwiegende Teil sind private und die von der Stadt (ca 20).

LG Jule

Beitrag von brokkoli 05.08.07 - 10:56 Uhr

Hallo Michael,

ich war 2 Jahre Vorsitzende des Elternrates in einem katholischen Kindergarten und konnte daher bei der Vergabe der freien Kiga-Plätze mitentscheiden.

Für die Vergabe gibt es klare Kriterien wie Alter des Kindes, Wohnort, soziale Härtefälle und auch die Konfession des Kindes.

In unserem Kiga müssen mindestens 75% der Kinder katholisch sein, ansonsten werden die Zuschüsse der Kirche an den Kiga gekürzt. Daher ist die Religionszugehörigkeit des Kindes schon bedeutend. Die restlichen 25% werden dann aber auch an konfessionslose Kinder oder Angehöriger anderer Kirchen vergeben, wobei katholische Kinder schon bevorzugt angenommen werden. Dieses Jahr wurde beispielsweise extra ein Kind getauft, damit es doch noch einen Kiga-Platz bekam.

Entscheidend ist allerdings die Konfession des Kindes und nicht die der Eltern. Mein Mann zB. ist auch konfessionslos unsere Kinder jedoch katholisch.

Die Beiträge sind so weit ich weiß identisch.

Ob es mehr kirchliche oder sonstige Kindergärten gibt, liegt vielleicht daran wo du wohnst. Bei uns ist ein relativ ausgeglichenes Verhältnis zwischen kirchlichen und städtischen Kindergärten. Ich wohne in Ostwestfalen in einer ländlichen Gegend.

Ich hoffe,ichkonnte dir weiterhelfen.

Gruß
Monika



Beitrag von himbeere_11 05.08.07 - 11:41 Uhr

bei uns (Düsseldorf) haben konfessionslose Kinder kaum Chancen in den evangelischen oder katholischen Kindergarten zu kommen. Entscheidend ist allerdings, dass das Kind getauft ist. Kosten sind identisch mit den städtischen Kindergärten.

Beitrag von bi_di 05.08.07 - 15:15 Uhr

Bei uns ist das so:

* Kirchliche Kindergärten nehmen ausschließlich Kinder entsprechender Konfession?
Nö, nicht ausschliesslich. Aber wie die internen Quoten da sind kann Dir nur der jeweilige Kirchenvorstand verraten (wenn er will).

* Kirchliche Kindergärten sind finanziell günstiger?
Kostet alles das Gleiche, ausser den Elterninitiativen. Die nehmen noch einen unterschiedlich hohen Vereinsbeitrag

* Es gibt mehr kirchliche als sonstige Kindergärten?
In unserem Stadtteil ja - zumindest was die Plätze angeht: 2/3 aller Ganztagsplätze sind fest in kirchlicher Hand.
In anderen Stadtteilen sieht es wieder anders aus.

Grüsse
BiDi

Beitrag von petzi30 05.08.07 - 16:21 Uhr

Hallo Michael,

also bei uns war der Andrang mal soo groß - das sie wirklich ausgewählt haben:

Wer ist zahlendes Mitglied und die Kinder bekammen auch einen Platz.

Und ansonsten wird bei uns sehr viel von der Kirche für die Kinder gemacht. Daher denke ich - sie sollten auch weiterhin unterstütz werden.

LG
Petzi