Erst Stillen, dann Fläschchen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von fain 04.08.07 - 15:34 Uhr

Huhu ;o)


Ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken, ob Stillen ja oder nein.
Meine Gefühle und Gedanken gehen eigentlich eher in Richtung "nein", aber wegen schlechtem Gewissen hab ich mir überlegt, ob ich nicht zwei Monate stillen kann und dann auf Fläschchen umsteigen. Oder ob man, wenn man stillt, zusätzlich das Fläschchen geben kann.
Ich hab jetzt aber gehört, dass die HA-Nahrung bitter schmecken soll und Babys die nur annehmen, wenn sie vorher nichts anderes kennen. Ich müsste aber auf HA-Nahrung zurückgreifen, da ich Asthma und eine Hausstauballergie habe und auch in meiner Familie Allergien vorkommen. Ich selbst bin übrigens gestillt worden.

Kann das trotzdem klappen, mit dem Umsteigen von Stillen auf HA-Fläschchen?


LG, Fain (29. SSW)

Beitrag von shivana 04.08.07 - 15:39 Uhr

Wenn dein Kopf sagt, dass du lieber nicht stillen willst, dann musst es wohl so sein. Sich selbst zum Stillen zwingen, wenn man nicht will, bringt nichts.
Ueber die Umstellung kannst du dir Gedanken machen, wenn du deinem Kind die Milch geben willst. Die mag bitterer schmecken als andere Sachen, aber Dein Kind hat noch nicht so "versaute" Geschmacksnerven.
Sollte das Stillen doch noch klappen und du kannst das mit deinem Kopf vereinbaren, ist die Mutterrmilch fuer allergiegefaehrdete Kinder immer noch das Beste. Abpumpen waere auch noch ne Moeglichkeit, wobei das sehr stressig werden kann.

LG Juliane

Beitrag von 20girli 04.08.07 - 19:51 Uhr

Wenn du nicht weist was du möchtest... dann leg dein Baby doch an und seh was passiert. so den ersten Tag lang.
Wenns dir nicht zusagt dann hörste auf und gibst die Flasche.

So in etwa war es bei mir...und jetzt stille ich seid fast 2 Monaten und hätte mir niemals träumen lassen das ich es so schön finden würde.

Meine anderen vier Kids haben die Flasche bekommen und niemals wieder würde ich aufs stillen verzichten.

Versuchs und wenns nicht ist wie es sein soll..ja dann gib Flasche...das ist doch auch nicht schlimm.

Und stillen aus schlechtem Gewissen ect...ich glaube das hält dann eh nicht lange...

LG Kerstin

Beitrag von tagesmama_katrin 04.08.07 - 20:56 Uhr

Ich stille und füttere zu. Am Anfang fühlte ich mich auch "schlecht" und wollte unbedingt voll stillen. Ich hatte allerdings trotz umfangreicher Beratung meiner Hebamme und im Krankenhaus nur Probleme. Auch das Abpumpen und mit der Flasche füttern war für mich keine Lösung.
Seit ich zufüttere, bin ich entspannter und mein Kleiner zufrieden und sehr entspannt. Fynn ist jetzt 4 Wochen alt.
Da auch ich unter vielen Allergien leide, füttere ich HA Nahrung zu. Unser Kleiner macht keinen Unterschied und trinkt beides... Muttermilch an der Brust und HA Nahrung aus der Flasche.
Entscheide Dich nach der Geburt und nach Deinem Gefühl.
LG Katrin

Beitrag von nexel 05.08.07 - 00:13 Uhr

Hallo,

unsere Tochter wird auch gestillt und bekommt HA Pre.

Sie kam nach der auf die Neugeborenenstation und dort konnte ich sie nicht so anlegen. Daher hat sie dort von Anfang an HA Pre bekommen. Das haben alle Baby bekommen, egal ob Allergiker in der Familie waren oder nicht.

Jetzt bekommt sie beides aber ich habe den Eindruck, ihr ist die Muttermilch lieber.
Ich hatte große Stillschwierigkeiten am Anfang und dann auch 5 Wochen am Stück abgepumpt und sie nur einmal am Tag angelegt.

Besser für das Kind soll das Stillen ja sein aber wenn es einen wirklich streßt eben nicht mehr.
Unser Verhältnis litt anfangs sehr unter dem Stillen, wegen der Schwierigkeiten. Ich hatte unglaubliche Schmerzen dabei und habe nur noch geheult. Es grauste mir vor jedem Anlegen.
Da habe ich dann angefangen abzupumpen und es wurde besser.

Aber ich finde, man bekommt eine intensivere Bindung, wenn man voll stillt. Als ich dazu wieder überging, konnte ich mein Kind nicht mehr mit der Oma allein spazierengehen lassen. Ich hatte immer das Gefühl, das Kind braucht mich.

lg, nexel + #baby 15 Wochen.

Beitrag von lisa63 06.08.07 - 00:19 Uhr

Unsere Beiden waren auch Risikokinder, was Allergien anging.
Irgendwie kam mir nie was anderes in den Sinn als stillen.

Es war superpraktisch da wir viel unterwegs waren.
Keine Fläschchen und sonstige Gerätschaften um die Fläschchen sauber zu halten.
Wenn das Kind Hunger hatte - anlegen - das wars.

Kann immer nicht nachvollziehen was an Fläschen geben so toll sein soll.
(Außer jemand arbeitet schon wieder)