Windpockenimpfung ja oder nein

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mia31 04.08.07 - 19:18 Uhr

Hallo,

ich wollte meine Tochter jetzt gegen Windpocken impfen lassen.

Doch jetzt habe ich gehört, es sei wohl besser nicht zu impfen, weil die Windpocken zu bekommen soll wohl gut fürs Immunsystem sein.

Kennt sich jemand damit aus??? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht??? Habt ihr eure Kinder impfen lassen???

#danke Mia

Beitrag von muemelkronster 04.08.07 - 19:35 Uhr

So gesehen ist JEDE Erkrankung gut fürs Immunsystem. Denn schließlich kann es nur so lernen mit Keimen umzugehen. ;-)

Was ist nun der Sinn einer Impfung? Dem Körper wird eine Infektion vorgegaukelt. Antikörper werden gebildet. Kommen nun echte Erreger herein, können diese sogleich bekämpft werden.
Eine potentiell tödliche Krankheit bzw. eine mit potentiell schwerem Verlauf oder Folgeschäden wird vermieden.

Auch Windpocken sollten nicht verharmlost werden.

muemel

Beitrag von dore1977 04.08.07 - 20:51 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist gegen Windpoken geimpft.
Unsre Kinderärtzin hat uns ausdrücklich dazu geraten. Sie meinte das Windpockenerkrankungen immer "schlimmer" ausfallen.


Dazu kommt das als meine Geschwister Windpocken hatten meine Mutter danach vollkommen am Ende war.
Ich möchte das nicht durchmachen müssen vorallem weil mein Mann nur am Wochenende zu hause ist.

Wen sie nicht geimpft wäre hätte ich ständig Angst das sie es bekommen würde.

Warum soll meine Maus so etwas durchmachen müssen wen ich sie impfen lassen kann ?

Ich habe sie ja auch gegen Tetanus impfen lassen und mein Hund ist auch gegen Tollwut und Staupe geimpft.

liebe Grüße dore

Beitrag von bambolina 06.08.07 - 00:14 Uhr

>>> So gesehen ist JEDE Erkrankung gut fürs Immunsystem. Denn schließlich kann es nur so lernen mit Keimen umzugehen.<<<
Wiederum gibt es Krankheiten die tödlich ausgehen können - in so nem Fall bin ich für eine Impfung - aber gilt das auch für Windpocken?

Beitrag von muemelkronster 06.08.07 - 13:43 Uhr

Windpocken verlaufen bei den meisten 'recht harmlos'. Aber auch hier kann es schwere Verläufe geben, die zwar nicht tötlich, aber sehr unangenehm sind.
Meine KiÄ meinte, spätestens wenn ein (meist das erste) Kind Windpocken hatte, lassen Eltern das/die nachfolgenden impfen.

Letztendlich müssen wir als Eltern entscheiden, was wir für unsere Kinder am besten halten. Aber ich finde es unmöglich, mit TEILS aus der Luft gegriffenen Behauptungen Eltern zu verunsichern.
Aber bevor ich hier eine allg. Streit für Impfbefürworter und -gegner anzettele, höre ich lieber auf. ;-)

muemel

Beitrag von bambolina 06.08.07 - 23:09 Uhr

>>>Windpocken verlaufen bei den meisten 'recht harmlos'. Aber auch hier kann es schwere Verläufe geben, die zwar nicht tötlich, aber sehr unangenehm sind. <<<
Ich habe nun mal die Erfahrung gemacht, dass bei gesunden Kindern die Windpocken immer harmlos verlaufen sind. Ich bin sicher kein Impfgegner, und befürworte (in der Regel) Impfungen gg. Mumps, Masern, Röteln und Co...

>>>Letztendlich müssen wir als Eltern entscheiden, was wir für unsere Kinder am besten halten.<<<
Stimmt...

>>>Aber ich finde es unmöglich, mit TEILS aus der Luft gegriffenen Behauptungen Eltern zu verunsichern.<<<
Wo habe ich das getan #kratz

>>>Aber bevor ich hier eine allg. Streit für Impfbefürworter und -gegner anzettele, höre ich lieber auf<<<
Wir dirkutieren doch nur und streiten nicht - oder ;-)

lg bambolina

Beitrag von muemelkronster 07.08.07 - 19:58 Uhr

">>>Aber ich finde es unmöglich, mit TEILS aus der Luft gegriffenen Behauptungen Eltern zu verunsichern.<<<
Wo habe ich das getan"

Ich bezog mich da auf die Aussagen von tomkat:

"Außerdem sind die Impfschäden viel zu riskant. Windpockenimpfung ist sehr häufig Ursache für Neurodermitis und andere Hautkrankheiten, die chronisch sind.

Das alles steht in keinem Verhältnis zur Krankheit selber, wenn Du sie als Kind bekommst. "

Dazu habe ich keine bestätigenden Studien o. ä. gefunden nd auch selbst noch nichts davon gehört.
Die WiPo-Impfung wird bei schwerer Neurod. sogar empfohlen.
Das Risiko an Gürtelrose zu erkranken ist bei Impfung und durchgemachter Krankheit gleich groß. Allerdings kann man sie auch bekommen, wenn man nie mit WiPo zu tun hatte.
(Nur noch mal zur Erklärung. ;-))

muemel

Beitrag von bambolina 07.08.07 - 23:18 Uhr

>>>Aber ich finde es unmöglich, mit TEILS aus der Luft gegriffenen Behauptungen Eltern zu verunsichern.
Wo habe ich das getan"
Ich bezog mich da auf die Aussagen von tomkat: <<<
Sorry, da du mir geantwortet das hast, dachte ich, das wäre auch an mich gerichtet...

>>>Die WiPo-Impfung wird bei schwerer Neurod. sogar empfohlen. <<<
Deswegen habe ich ja auch geschrieben, die "und befürworte (in der REGEL) Impfungen gg. Mumps, Masern, Röteln und Co..."
So hat es mir meine KiÄ erklärt. Windpockenimpfung ist nicht notwendig bei kleinen Kindern... bei größeren und immunschwachen Kindern (auch das von dir angesprochene Neurodermitis) schon.
und befürworte (in der Regel) Impfungen gg. Mumps, Masern, Röteln und Co...
Vielleicht hätte ich mein "in der Regel" ausführlicher erklären sollen ;-)

Das mit der Gürtelrose kann ich nicht zustimmen...
Denn (so hab ich das gehört) ist die Gefahr, an Gürtelrose zu erkranken geringer, wenn man die Windpocken schon hatte.

lg bambolina

Beitrag von muemelkronster 08.08.07 - 08:23 Uhr

"Das mit der Gürtelrose kann ich nicht zustimmen...
Denn (so hab ich das gehört) ist die Gefahr, an Gürtelrose zu erkranken geringer, wenn man die Windpocken schon hatte."

*lach* Das ist ja das 'Schlimme' an der Thematik. jeder erzählt was andres. ;-)

Das hab ich noch zum Thema Gürtelrose gefunden:

"Gürtelrose (Herpes Zoster)

Die Gürtelrose (Zoster) ist ein schmerzhafter Hautausschlag, der durch das Varicella-Zoster-Virus hervorgerufen wird. Diese Virus gehört zur Familie der Herpes-Viren. Beim Erstkontakt verursacht das Varicella-Zoster-Virus Windpocken. Das Virus kann jahrzehntelang in bestimmten Bereichen des Nervensystems überleben. Wird es reaktiviert, entwickelt sich eine Gürtelrose. Auch nach einer Impfung gegen Windpocken kann Gürtelrose auftreten.

Windpocken und Gürtelrose sind in hohem Maße ansteckend für Menschen, die noch nie mit dem Virus Kontakt hatten. Die Gürtelrose kann alle Altersgruppen betreffen, wird aber meist bei älteren oder immungeschwächten Menschen (z.B. Tumor-Patienten oder HIV-Infizierten) diagnostiziert."

http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/herpes_zoster.htm

Allerdings war meine Meinung, dass auch Menschen, die keine WiPo hatten, an Gürtelrose erkranken falsch. ;-)

Man lernt eben nie aus. ;-)

muemel

Beitrag von bambolina 08.08.07 - 20:28 Uhr

>>>*lach* Das ist ja das 'Schlimme' an der Thematik. jeder erzählt was andres.<<<

und wenn es noch nicht mal die Ärzte richtig wissen ;-) Wie oft erzählt der eine was komplett anderes als der andere... Na denn, wenn die das nicht richtig wissen, isses auch nicht so dramatisch, wenn wir mal was flasches wissen ;-)

lg bambolina

Beitrag von tomkat 05.08.07 - 10:50 Uhr

Nein, nein und nochmals nein. Bis zum Erwachsenenalter ist so eine Impfung überhaupt nicht nötig. Abgesehen davon, dass sie auch nicht sicher schützt. Die meisten Kinder bekommen trotzdem Windpocken (und auch nicht, wie oft behauptet wird, in geringerem Ausmaß). Außerdem sind die Impfschäden viel zu riskant. Windpockenimpfung ist sehr häufig Ursache für Neurodermitis und andere Hautkrankheiten, die chronisch sind.

Das alles steht in keinem Verhältnis zur Krankheit selber, wenn Du sie als Kind bekommst.

Beitrag von muemelkronster 05.08.07 - 11:41 Uhr

"Windpockenimpfung ist sehr häufig Ursache für Neurodermitis und andere Hautkrankheiten, die chronisch sind."

Da fragt man sich, warum die Windpockenimpfung bei (schwerer) Neurodemitis empfohlen wird.
http://www.dgk.de/web/dgk_content/de/windpocken.htm

http://www.dgk.de/web/dgk_content/de/neuesvonderstiko.htm

Allerdings:
"Geimpfte Personen und Menschen, die eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, können nach Jahren an einer Gürtelrose (Herpes Zoster) erkranken."
http://www.netdoktor.de/baby_und_kind/impfungen/windpockenimpfung.htm

muemel

Beitrag von murmel1006 05.08.07 - 14:24 Uhr

Hallo!
Das ist eine wirklich gute Frage! Ich habe bisher meinen Sohn (3,5J) nicht gegen WiPo impfen lassen, weil ich denke, dass Windpocken in der Regel relativ harmlos sind (wenn man davon absieht, dass die Kinder an die 3 Wochen nicht aus dem haus sollen/dürfen). Mein KiA meinte damals, dass er seine Kiddis lieber gegen Menigokokken als gegen WiPo impfen lässt. Sicher gibt es für jede Impfung ein Für und Wider......aber NOCH denke ich, dass ich meinen erst impfen werde, wenn er die WiPo noch nicht hatte, wenn er in die Schule kommt.

Tetanus ist im Gegensatz zu WiPo sicher die schlimmere Erkrankung, und auch die Staupe und die Tollwut bei Hunden sind im Zwiefelsfall doch für das Tier bzw einen gebissenen Menschn tödlich.....Bei WiPo glaube ich, dass ein Mensch in aller Regel am Leben bleibt....

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung! Ach, noch was: KiÄ haben ja auch immer eigene Tendenzen, die sie in eine Impfberatung mit einbringen....das sollte man nicht außer Acht lassen bei der Überlegung! Zudem bringt jede Impfung dem Doc Geld....

Beitrag von hasiprinzessin 05.08.07 - 20:03 Uhr

Meine Kinder habe ich alle drei ganz bewußt nicht gegen Windpocken impfen lassen. Denn eine spätere Infektion nach den Windpocken- die Gürtelrose, bekommen die geimpften ebenso wie nicht geimpfte.

Meine Kinder haben im Frühjahr alle drei nacheinander die Windpocken gehabt und bis auf ein wenig jucken war alles in Ordnung.

Ich würde sie auch heute nicht impfen lassen. Wenn dein Gefühl Dir zur Impfung rät, dann mach es. Aber ich kenne geimpfte Kinder, die trotz allem Windpocken bekommen haben...

Beitrag von nici101 06.08.07 - 22:42 Uhr

Hallo. Also ich habe meine zwei Jungs (3,5 und 1,5 Jahre) nicht gegen die Windpocken impfen lassen und ich werde es auch nicht tun. Ich bin der Meinung, daß nicht jede Impfung gut für ein Kind ist. Die Kinder werden doch heutzutage schon genug mit diesen ganzen Impfstoffen vollgepumpt, da sollte das Immunsystem bei Windpocken auch mal etwas zum arbeiten haben.

Aber bei dem Thema Impfung gehen die Meinungen sowieso auseinander und das ist auch gut so.

Gruß Nicole